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Rasen statt Schnee: Snowboardprofi Jan Scherrer trainiert im Toggenburg

Für den Olympia-Neunten Jan Scherrer hat das Sommertraining für die nächste Snowboard-Saison bereits begonnen. Aber nicht auf Gletschern oder in Neuseeland, sondern rund um das Toggenburg.
Urs Huwyler
Der polysportiv veranlagte Snowboarder Jan Scherrer spielt als Ausgleich auch Tennis. (Bild: Urs Huwyler)

Der polysportiv veranlagte Snowboarder Jan Scherrer spielt als Ausgleich auch Tennis. (Bild: Urs Huwyler)

Vor einigen Tagen fand in Gonten ein Golfturnier statt. Gewonnen wurde der 18-Loch-Wettbewerb dank der Handicap-Formel von Jan Scherrer, dem Freestyler-Snowboarder aus Ebnat-Kappel. «Nach den effektiven Schlägen gerechnet wäre ich deutlich weiter hinten klassiert», kommentierte der 24-jährige Wintersportler seine Golf-Premiere mit einem herzhaften Lachen, nachdem er den Tennismatch gegen seinen Vater Kurt in drei Sätzen (1:6/6:4/6:4) für sich entschieden hatte. Vor einem Jahr hielt Sohn Jan letztmals ein Racket in der Hand.

Am Ebnat-Kappler Grümpelturnier spielte der zweifache Olympia-Teilnehmer von 2014 und 2018 sowohl Fussball als auch Beach-Volleyball und musste teilweise ohne Pause von einem Platz zum andern Feld wechseln. «Das war anstrengend, ein gutes Training», fand er. Aber ein Nationalmannschafts-Mitglied kickt aktiv am «Grümpi» mit? «Vor Olympischen Spielen hätte ich das nicht gewagt», fügte der talentierte Einzel- und Mannschaftssportler klärend an. Wie auch immer, Jan Scherrer überstand das Doppelspiel etwas müde, aber unverletzt.

Höhenluft geschnuppert

Den Swiss Alpin Marathon in Davos bestritt er als Ultra-Läufer ebenfalls schon. Höhenluft genoss er zuletzt beim Wandern von Amden auf den Speer. «Mein Bruder und ich haben oben übernachtet. Es war ein eindrückliches Erlebnis. Die Vorstellung, mit dem Schlafen auf dem Speer etwas Spezielles zu tun, erwies sich allerdings als falsch», gesteht der ehemalige Absolvent des Davoser Sportgymnasiums, «Andere hatten die gleiche Idee.»

Es gibt kaum Sportarten, welche Allrounder Scherrer nicht beherrscht. Turmspringen, Badminton, Trampolin, alles kein Problem. Wobei Trampolinspringen trotz Drehungen und Salto nicht die erste Wahl ist. «Das Trampolin gehört zum normalen Training. Das brauche ich in den Sommermonaten nicht, sondern möchte aus Spass Sport treiben, Neues ausprobieren, den Plausch haben. Von der Beweglichkeit kann ich profitieren, sehe es auch als Training.» Was auf der Liste fehlt und ihn reizen würde: Gleitschirmfliegen.

«Ich wäre sowieso beim Boarden gelandet»

Mit einem Sportartenwechsel liebäugelt der einstige Schweizer Nachwuchssportler des Jahres nicht. Das Snowboard und die Halfpipe sind seine Welt. Obwohl in seinem Umfeld niemand das Brett als Sportgerät gewählt hat. Jan Scherrer ist jedenfalls überzeugt: «Gleich, wo wir gewohnt hätten, ich wäre überall beim Snowboard gelandet. Auch in Zürich oder sonst wo, mit oder ohne gleichgesinnte Kollegen. Irgendwann wäre ich beim Boarden gelandet.»

Der Einstieg in die jumpende Welt erfolgte als Skateboarder. Seit Jahren schaltet das Multitalent, das wohl auch in andern Sportarten Karriere gemacht hätte, Skateboard-Tage in Deutschland ein. Bei all der Vielfalt könnte der Eindruck entstehen, Jan Scherrer suche eine neue Herausforderung. «Ende Saison hatte ich Mühe mit der Motivation, reiste dann für Aufnahmen nach Norwegen auf die Lofoten. Das war absolut genial. Ebenso die Wochen anfangs Juli auf Schnee in Les Deux Alpes.»

Das Saisonziel für den Winter 2018/19 ist mit der WM in Park City (USA) vorgegeben. Daneben möchte Jan Scherrer jene Leistungskonstanz erreichen, die ihn bei jedem Contest zu den Podestplatz-Anwärtern aufsteigen lässt. Die Basis legt der Vierte von Laax vor den offiziellen Trainings mit Einheiten im Kraftraum und polysportiven Aktivitäten. Golfend bleibt er längere Zeit ungeschlagen. Ein weiteres Turnier ist nicht vorgesehen.

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