Jahreswechsel

Wolken haben sich verzogen: Neuer Bildkalender von Simon Walther zeigt die wolkenlose Toggenburger Landschaft

Der Wattwiler Fotograf Simon Walther weicht für seinen fünften Bildkalender von seiner bisherigen Bildschrift ab. Für einmal zeigt er Bilder mit wolkenlosem Himmel, die sich aber dennoch von Postkartenbilder unterscheiden.

Sabine Camedda
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In seinem neuen Bildkalender zeigt der Fotograf Simon Walther die wolkenlose Toggenburger Landschaft.

In seinem neuen Bildkalender zeigt der Fotograf Simon Walther die wolkenlose Toggenburger Landschaft.

Bild: Simon Walther

Im April war es. Simon Walther stand für sein Buchprojekt «MondLichtbilder» in einer wolkenlosen Mondnacht auf dem Stockberg. «Da habe ich mich entschieden, für das Jahr 2021 einen Bildkalender mit wolkenlosen Bildern aus dem Toggenburg herauszugeben», erinnert er sich. Vielleicht sei es eine Vorahnung gewesen, dass nicht nur sein Leben im Jahr 2020 eher wolkenverhangen sein würde.

Fotograf Simon Walther

Fotograf Simon Walther

Bild: Beat Belser

Simon Walther bestieg also Hügel und Berge im Toggenburg für seine Kalenderbilder. «Es wurde für mich zu einer wahren Herausforderung», sagt er.

«Denn ich mag wolkenlose Landschaften eigentlich nicht.»

Zudem wurde seine Geduld mehrmals auf eine harte Probe gestellt, einige Mal musste er auch unverrichteter Dinge nach Hause zurückkehren, weil sich der Himmel letztlich eben doch nicht wolkenlos präsentierte.

Keine Wolken, aber auch kein «Postkartenkitschwetter»

Er sei normalerweise stets auf der Suche nach Spannung, nach lebendigen Bildern. Darum seien auf vielen seiner Bilder dramatische Wolkenformationen zu sehen. Auch wenn die Bilder des Kalenders 2021 einen wolkenlosen Himmel zeigen, das «Postkartenkitschwetter» überlässt er nach wie vor anderen. Mit speziellen Perspektiven und von ungewöhnlichen Standorten aus inszeniert er die Toggenburger Landschaft im Spiel von Licht und Schatten.

So zeigen sich der Alpstein in Abenddämmerung, der Speer im Tauwetter oder die Churfirsten ihn der Sonne eines Frühsommermorgens. Simon Walther lüftet zudem das Geheimnis, was sich oberhalb des Hochnebels versteckt.

Für sein viertes Buchprojekt «MondLichtbilder» wird Simon Walther auch im kommenden Jahr in den Bergen unterwegs sein, weit ab von den Touristenströmen und stets auf der Suche nach besonderen Perspektiven. Gut möglich, dass als Nebenprodukt wiederum ein Dutzend Kalenderbilder entstehen.

Der Kalender kann im Internet unter www.simonwalther.ch bestellt werden. Informationen zum neuen Buchprojekt gibt es unter mondlichtbilder.ch.