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Jahresrückblick Dezember: Der Ebnat-Kappler Gemeindepräsident tritt nach zwölf Jahren ab

Christian Spoerlé kündigt den Rücktritt als Ebnat-Kappler Gemeindepräsident an.

Sabine Camedda
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Seinen Sitz im St.Galler Kantonsrat möchte SVP-Politiker Christian Spoerlé am 8. März verteidigen.

Seinen Sitz im St.Galler Kantonsrat möchte SVP-Politiker Christian Spoerlé am 8. März verteidigen.

Bild: Regina Kühne

Es dauert noch neun Monate bis zu den Gesamterneuerungswahlen der Gemeindebehörden. Doch schon jetzt ist klar: Ebnat-Kappel bekommt einen neuen Gemeindepräsidenten. Der Amtsinhaber Christian Spoerlé hat sich entschieden, nach drei Amtsdauern nicht mehr anzutreten. Mit ihm überlassen auch die beiden Gemeinderäte Christian Gross (SVP) und Heinrich Steiner (parteilos) ihren Sitz neuen Kräften.

Christian Spoerlé hat Anfang 2009 die Nachfolge von Arthur Lieberherr als Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel angetreten. Er war zuvor Dienstchef der Flughafenpolizei in Zürich und im Nebenamt Gemeindepräsident von Bauma. Im Jahr 2013 kandidierte Christian Spoerlé auf der Liste der SVP für den Kantonsrat und wurde auf Anhieb gewählt.

Eine Frage des Alters, nicht der Motivation

Christian Spoerlé begründet seinen Rücktritt mit dem Alter. Er werde im Dezember 2020, wenn die Amtszeit ende, 63-einhalb Jahre als sein. Dies habe bei seinem Entscheid mitgespielt. Der Zeitpunkt seines Rücktritts sei auch insofern ideal, dass der Neubau des Pflegeheims angelaufen sein. «Weitere Projekte kann dann meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger mit frischem Wind und neuer Energie angehen», sagte Christian Spoerlé.

Der Dezember in der Übersicht

  • Stein Schafft Schwingerkönig Nöldi Forrer sein Ziel von 150 Kränzen? Er musste sich an der rechten Hüfte operieren lassen. Ob er wettkampfmässig ins Sägemehl zurückkehrt, ist noch offen.
  • Mosnang Pascal Brändle, Kampfsport-Amateur aus Mosnang, gewinnt seinen Kampf gegen einen Profi aus Bosnien und wird so Schweizermeister.
  • Wattwil Die Markthalle in Wattwil beherbergt Mitte Dezember die St. Gallisch kantonale Kleintierausstellung.
  • Lichtensteig Ein Jahr nach dem sturmbedingten Ausfall startet der Klaus- und Weihnachtsmarkt im Städtli durch. Auf der Bühne stehen unter anderen Soulsängerin Nubya und Susan Orus.
  • Wildhaus Seit Anfang Schuljahr gehen die Wildhauser Kinder im neuen Schulhaus im Lisighaus ein und aus. Im Dezember folgte die offizielle Einweihungsfeier.
  • Alt St. Johann Enrico Tschirky gibt die Rettungsdienst Obertoggenburg AG per Ende Jahr auf. Der Stützpunkt wird nachher von der VGS medicals AG geführt.
  • Bütschwil Für Läuferin Chiara Scherrer lief es an der Cross-EM in Lissabon nicht nach Wunsch. Nach einem guten Start musste sie das Rennen aufgeben.
  • Wildhaus Simone und Michael Müller-Walt eröffneten neben dem Hotel Hirschen das Chalet Max, ein Haus für Events und Fondue, das mit Bar und Cheminée ausgestattet ist.
  • St.Peterzell Wehmut beim Arzt wie auch bei seinen Patienten: Mathias Schmidt ging nach fast 37-jähriger Tätigkeit als Hausarzt im Neckertal in Pension.
  • Bazenheid Sandro Götschi, OK-Präsident des Bazenheider Winterzaubers zieht eine positive Zwischenbilanz: «Wir sind vom Erfolg überwältigt.»
  • Wattwil Die drei Kantonsratskandidaten Donja Gerig (FDP), Lukas Huber (SVP) und Joel Müller (SP) führten eine erste Onlinedebatte durch, live aus dem Wohnzimmer und im Internet übertragen.
  • Ebnat-Kappel Im Dömli wurden vier Samschtig-Jass-Sendungen aufgezeichnet. Natürlich sass Schiedsrichter Jörg Abderhalden mit am Jasstisch.
  • Wildhaus Neues Übernachtungsangebot im Obertoggenburg: Priska Wenk eröffnete das «Zimmer und Z’morgä Schönenboden».
  • Wattwil 480 Personen verlangen in einer Petition, dass die Imbissbude Siva Hot in Wattwil bestehen bleibt. Die Gemeinde hat dem Betreiber das Mietverhältnis gekündigt, weil der Standort für die Gesamtsportanlage benötigt wird.
  • Lütisburg Das Erweiterungsprojekt des Schulhauses Neudorf stockt. Die Primarschulgemeinde löst die Zusammenarbeit mit dem Architekten auf und zieht die stillgelegte Baueingabe zurück.

Politikmüde sei er auf keinen Fall. Gerne würde er sein Kantonsratsmandat weiterführen. Er tritt darum im März 2020 für eine weitere Amtszeit an und wurde von der SVP Toggenburg nominiert. «Ich bin überzeugt, dass ich noch einiges für die Gemeinde und für das Toggenburg bewirken kann, auch wenn ich nicht mehr Gemeindepräsident bin», sagte er. Er habe sich ein Netzwerk erarbeiten und einige Anliegen deponieren können. «Davon könnten die Region, die Gemeinde und ich noch weiterhin profitieren.» Christian Spoerlé denkt, dass er mehr Zeit für sein Kantonsratsmandat hätte und sich in mehr Kommissionen einbringen könnte. «Zudem könnte ich in Themen weiterarbeiten, die mir am Herzen liegen.»

Was im Dezember sonst noch geschah

Keine Einigung im Obertoggenburg: Saisonbeginn mit zwei Tickets

Die Toggenburg Bergbahnen AG und die Bergbahnen Wildhaus AG konnten sich nicht auf ein gemeinsames Skiticket einigen. So müssen sich die Wintersportler entscheiden: Wollen sie den Skitag im Skigebiet von Alt St.Johann und Unterwasser oder im Skigebiet Wildhaus verbringen.
Sabine Camedda