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Isländer nehmen das Neckertal ein

Auf dem Reithof Neckertal in Brunnadern fanden am Wochenende die Schweizer Meisterschaften der Islandpferde mit internationaler Beteiligung statt.
Urs Nobel
Indira Scherrer mit Sleipnir vom Neckertal. (Bild: Ulli Nedderns)

Indira Scherrer mit Sleipnir vom Neckertal. (Bild: Ulli Nedderns)

Besser hätte der Start für die Gastgeberfamilie Sandra und Roger Scherrer am Donnerstag nicht beginnen können. In einer der ersten wichtigen Prüfungen, an welcher der erste Meistertitel vergeben wurde, siegte Indira Scherrer auf Sleipnir vom Neckertal und liess dabei sogar ihre Mutter und Trainerin hinter sich.

Ein Turnierauftakt nach Mass also für die Gastgeberfamilie, welche einen hervorragenden Anlass organisierte und trotz «Organisationsstress» immer wieder Zeit fand, Anliegen von Besuchern und Teilnehmern anzuhören und bei Bedarf eine Lösung zu finden.

Schweizer, Europa- und Weltmeisterschaften

Für Sandra Scherrer ist daseine Selbstverständlichkeit: «Das ist unterdessen die zwölfte Schweizer Meisterschaft, welche wir mit fast immer denselben Helfern durchführen. 2009 veranstalteten wir sogar eine Weltmeisterschaft in Brunnadern und 2014 Europäische Spiele. Wir verfügen somit über viel Routine in der Organisation.» Sandra Scherrer schränkt jedoch ein, dass ein derartiger Anlass trotzdem mit viel Arbeit – vorher, während des Anlasses und im Nachhinein – verbunden sei. «Ab dem zweiten Turniertag sind wir dann bereits rechtschaffen müde, zumal meine Tochter und ich auch an verschiedenen Prüfungen teilnehmen.»

Mit dem Zelt oder Wohnbus angereist

Der Reithof Neckertal ist sehr grosszügig angelegt und verfügt über eine feste Rundbahn. Ebenfalls reichlich vorhanden ist Land in der direkten Umgebung, auf der die Teilnehmer ihre Isländer weiden lassen können und sie selbst noch Raum finden, um ein Zeltlager für die Nächte aufzustellen, wenn sie nicht sogar mit einem Wohnbus angereist sind oder im Pferdetransporter ein Nachtlager finden. Die diesjährige Schweizer Meisterschaft war ausgeschrieben für die Kategorien Jugendliche, Junioren und Erwachsene.

Ranglisten

Die Ranglisten sind unter www.reithof.ch zu finden.

Auf die Besten wartete dann in Brunnadern noch eine besondere Überraschung. Gestern Sonntag wurde seitens des Verbandes für die Jugendlich-Kategorie bekanntgegeben, wer als Schweizer-Vertreter an den FEIF-Youth-Cup nach Schweden entsandt wird. Eine davon ist Indira Scherrer.

Aber auch für die Kategorie Junioren und Erwachsene wartete in Brunnadern ein zusätzliches Zückerchen nebst Titelehren und Spitzenplatzierungen. In Brunnadern bestand nämlich die Möglichkeit, sich für die europäischen Meisterschaften in Österreich aufzudrängen.

Fünf Gangarten

Im Pferdesport kennt man in der Regel die drei Gangarten «Schritt, Trab und Galopp». Bei den Islandpferden, die wie der Name es sagt, ihren Ursprung in Island haben, kommen noch zwei weitere Gangarten hinzu: der Tölt und der Pass. Wenn die Teilnehmer zum Wettkampf antreten und vor den Augen diverser Punktrichter aufzeigen, wie ihre Pferde die Gangarten beherrschen, vermag die Zuschauer vor allem der Tölt zu faszinieren. «Die Isländer haben zum grössten Teil den Tölt im Blut. Es braucht trotzdem regelmässiges Training von Pferd und Reiter, um konkurrenzfähig zu sein.

Ein interessantes Detail am Rande: Wenn Islandpferde ihr Ursprungsland verlassen, dürfen sie nicht mehr dorthin zurück. Für Besitzer und Turnierreiter heisst das also, dass sie ihre Pferde im Ausland deponieren und dort auch trainieren, oder dass sie ihre Vierbeiner verkaufen müssen. Roger Scherrer erinnert sich an die Weltmeisterschaft 2009 in Brunnadern, an der auch Isländer teilgenommen haben und ihre Pferde vor der Rückreise auf dem Platz verkauften.

Sandra Scherrer ist amtierende Trainerin des Jahres. Sie wurde 2017 von einem Wahlgremium ernannt. Nebst der Tatsache, dass sie selber auch reitet und an Turnieren teilnimmt, erteilt sie in Brunnadern Einzellektionen für Turnier- und Freizeitreiter. Für Gruppenstunden findet sie keine Zeit mehr. Das überlässt sie seit ein paar Jahren ihren Angestellten. (uno)

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