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Irish Openair: 7000 Zuschauer feierten, tanzten und tranken Guinness

Es ist etabliert und zählt bereits zu den traditionellen Grossveranstaltungen des Toggenburgs: das Irish Openair in Ennetbühl. Es verkörpert nicht die hiesige Volkskultur und wurde dennoch zum Erfolg. Zum Zehn-Jahr-Jubiläum kamen am Wochenende 7000 Zuschauende.
Michael Hug
Stimme in Stimme: Die Ennetbüeler Jodler und die Irish-Folk-Band Pigeons on the Gate sorgten für einen erfrischenden Mix. (Bild: Michael Hug)

Stimme in Stimme: Die Ennetbüeler Jodler und die Irish-Folk-Band Pigeons on the Gate sorgten für einen erfrischenden Mix. (Bild: Michael Hug)

Ein bisschen neidisch müssten die einheimischen Volksmusikmacher eigentlich schon sein: Keine jährlich wiederkehrende Musikveranstaltung zieht so viele Fans aus allen Landesteilen und selbst aus dem umliegenden Ausland ins Toggenburg wie das Irish Openair an den zwei Tagen im September. Heuer konnte das OK das Jubiläum der zehnten Durchführung feiern - nachdem schon die erste im Jahr 2008 mehr als 2000 Zuschauende in Verzückung geführt hat. Einheimische Musikliebhaber und auswärtige Fans der irischen Volksmusik halten sich am «Irish» in etwa die Waage. Für die Einen ist es ein willkommenes Happening zum Freiluft-Saisonschluss. Für die Anderen ist es das absolute Highlight des Jahres. Ein Anlass, der Musik, die man liebt und doch selten sieht und hört, zu frönen. Beide Fraktionen lieben es offensichtlich auch, irische Kultur zu verinnerlichen und sei es nur bei einem oder zwei Gläsern «Guinness», dem irischen Bier schlechthin.

Rund 7000 Zuschauer kamen ans «Irish»

Rund 7000 Fans kamen auch heuer an den beiden Festivaltagen an den Fuss des Stockbergs. 5000 am Samstagabend, nachdem es, am Freitag wegen des feuchten Wetters noch rund 2000 waren. Nicht die «Dublin Legends», die vor zwei Jahren das Festival aus allen Nähten platzen liessen und die Organisatoren nötigten, die Eingänge zu schliessen, waren es, die dieses Jahr für einen Grossaufmarsch gesorgt haben. «Es dürfte wohl das attraktive und ausgeglichene Musikprogramm, das schöne Wetter am Samstag und der Ruf als gemütliches und stimmungsvolles Open Air gewesen sein», sagte Ivan Louis, der Mediensprecher des «Irish». «Wenn das so weitergeht, werden wir es wohl wieder schliessen müssen», sagte Louis noch am Samstag um 18 Uhr. Es kam dann aber nicht so weit: «Bei 5500 hätten wir «Ausverkauft» vermeldet und die Eingänge geschlossen.»

Gemischter Festakt auf der Bühne

Gegen 21 Uhr fand auf der Hauptbühne ein kleiner Festakt statt. Dieser war geprägt von einer Überraschung. Mit dem Jodlerklub Bergfründ aus Ennetbüel gab es plötzlich einheimische Volksmusik zu hören. Gerade eben hatte «The First Leiblach Valley Pipes and Drums» aus Deutschland mit ihrem eindrucksvollen Aufmarsch vor der Bühne den Festakt eingeleitet, als die Jodler zwei Lieder zum Besten gaben. Für viele Zuschauende dürfte es der erste Kontakt mit Jodel und Zäuerli gewesen sein. Zudem, solch frenetischen Applaus dürften die einheimischen Jodler wohl auch noch selten erhalten haben.

(Bild: Michael Hug)
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(Bild: Michael Hug)
(Bild: Michael Hug)
(Bild: Michael Hug)
(Bild: Michael Hug)
(Bild: Michael Hug)
(Bild: Michael Hug)
(Bild: Sabine Schmid)
(Bild: Sabine Schmid)
(Bild: Sabine Schmid)
(Bild: Sabine Schmid)
(Bild: Sabine Schmid)
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So ging es am «10. Irish-Openair» zu und her

Hand in Hand, beziehungsweise Stimme in Stimme übernahm die Schweizer Band Piegeons on the Gate den Part und kehrt damit wieder zu dem Thema zurück. Wer seine Augen nicht nur auf die Bühne gerichtet hatte, hat mitbekommen, dass die Silhouette des Stockbergs durch den SAC mit Höhenfeuern markiert wurde. Es wurden zwei lange Nächte in Ennetbüel und das Wetter meinte es, im Gegensatz zum letzten Jahr, zum Jubiläum auch gut.

Peter Tanner (links) und der Drum Major der First Leiblach Valley Drums beim gemeinsamen VIP-Apéro. (Bild: Sabine Schmid)

Peter Tanner (links) und der Drum Major der First Leiblach Valley Drums beim gemeinsamen VIP-Apéro. (Bild: Sabine Schmid)

Toggenburg-irische Freundschaft pflegen

Drums and Pipes, Trommeln und Dudelsack also, erklingen zum Auftakt des zehnten Irish Openairs in Ennetbühl. An der Spitze der First Leiblach Valley Drums and Pipes marschiert Peter Tanner, OK-Präsident des mittlerweile zur Tradition gewordenen Anlasses am Fusse des Stockbergs. Vor zahlreichen Sponsoren, ohne die das Festival nicht durchführbar wäre, erinnert er an die Anfänge. «Das heutige OK-Mitglied Pia Egloff war im Jahr 2007 Präsidentin des Tourismus Nesslau-Krummenau, ich war Eventmanager. Schon lange hegte ich den Wunsch, einen keltischen Event zu veranstalten. Pia wusste, dass die Raiffeisenbank im Jahr 2008 ihr 100-Jahr-Jubiläum feiern würde. Wir sahen dies als Chance, an die Raiffeisenbank heranzutreten, um für ein Irish Openair eine Starthilfe zu erhalten. Wir wurden eingeladen, unser Vorhaben zu präsentieren – und die Raiffeisenbank sicherte uns ihre Unterstützung zu. So konnte im 2008 das erste Irish Openair stattfinden, unter dem Patronat von Tourismus Nesslau-Krummenau und kräftiger Unterstützung der Raiffeisenbank. Dank des Goodwills des Tourismus konnte das Irish Openair selbstständig werden, und im Jahr 2009 wurde der Verein Irish Openair gegründet.»

Zahlreiche Kontakte geknüpft

In den elf Jahren haben die Organisatoren zahlreiche Kontakte geknüpft. Der Drum Major der First Leiblach Valley Drums and Pipes überreicht Peter Tanner ein Dankesgeschenk, Stefan Jürgensen vom Irish Folk Openair in Poyenberg überbringt Grussworte. Er sei immer wieder fasziniert vom handwerklichen Geschick, wovon die Bauten des Irish Openairs Ennetbühl zeugen, sagte er. Als besonderen Ehrengast ist Paul Shannon, stellvertretender Botschafter Irlands in der Schweiz, eingeladen. Es freue ihn, dass Irland und die Schweiz langjährige und gute Kontakte miteinander pflegen würden, sagt er. Er ist beeindruckt von der Landschaft im Toggenburg und davon, dass die Kultur seines Heimatlandes so grosse Beachtung und zahlreiche Anhänger findet.
Die Gäste am VIP-Apéro kommen zudem in den Genuss der Tanzkünste, die Katy Pegg und Amelie Brune aufs Parkett zaubern und mit denen sie für Stimmung sorgen. (sas)

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