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Landwirte investieren vorsichtig

Bauern befinden sich im Spannungsfeld zwischen dem Markt, der Raumplanung, ihren eigenen Zukunftsaussichten und den daraus resultierenden Investitionen.
Adi Lippuner
Die Viehwirtschaft und die Milchproduktion dominieren weiterhin die St. Galler Landwirtschaft. (Symbolbild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Die Viehwirtschaft und die Milchproduktion dominieren weiterhin die St. Galler Landwirtschaft. (Symbolbild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Regierungsrat Bruno Damann ist Präsident der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft (LKG) und der Bürgschaftsgenossenschaft (LBG) des Kantons St. Gallen. Beide Institutionen unterstützen die Landwirte bei nötigen Investitionen, wie Geschäftsführer Roger Peterer am Mittwochnachmittag in «Stump’s Alpenrose» in Wildhaus, anlässlich der Generalversammlung der LKG und LBG, ausführte.

«Von der Produktepalette her gesehen ist die St. Galler Landwirtschaft zwar breit aufgestellt, doch nach wie vor dominiert die Viehwirtschaft und insbesondere die Milchproduktion», ist im Geschäftsbericht zu lesen. Gerade letzteres sorgt für Verunsicherung der Bauern, verharrt doch der Milchpreis auf einem tiefen, meist nicht mehr kostendeckenden Niveau. «Dies dämpft die Investitionsfreude der Landwirte», erläutert Bruno Damann.

Weniger Gesuche als im Vorjahr

Im Berichtsjahr 2017 wurden bei der Kreditgenossenschaft 115 Gesuche (im Vorjahr 132) eingereicht. Es konnten 105 Gesuche mit insgesamt knapp 24 Millionen Franken Investitionskrediten bewilligt werden. Davon waren 6,8 Millionen Franken Verrechnungen mit bereits bestehenden Krediten der gleichen Schuldner. Die durchschnittliche Kreditsumme ist gestiegen und beläuft sich auf gut 228000 Franken (Vorjahr 221000 Franken).

«Die Rückzahlung der Kredite und Darlehen erfolgte trotz der schwierigen Situation der Betriebe reibungslos», erklärt Roger Peterer. «Die Bauern sind diesbezüglich äusserst zuverlässig und somit mussten wir keine Kreditausfälle verbuchen.» Die Bürgschaftsgenossenschaft hat die Aufgabe, durch Verbürgerung von Krediten die Beschaffung und Sicherstellung von Darlehen der Geschäftsbanken zu Gunsten der Landwirte zu erleichtern. «Im Berichtsjahr wurden elf Gesuche, im Vorjahr deren zwölf eingereicht», informierte Peterer. Die verbürgte Darlehenssumme betrug 1,317 Millionen Franken, im Vorjahr waren es 1,66 Millionen Franken.

Roger Peterer, Geschäftsführer Kreditgenossenschaft und Bürgschaftsgenossenschaft, Ueli Strauss, Leiter Amt für Raumplanung, Markus Bötsch, Mitglied Geschäftsleitung Micarna, und Regierungsrat Bruno Damann, Präsident Kreditgenossenschaft und Bürgschaftsgenossenschaft (von links). (Bild: Adi Lippuner)

Roger Peterer, Geschäftsführer Kreditgenossenschaft und Bürgschaftsgenossenschaft, Ueli Strauss, Leiter Amt für Raumplanung, Markus Bötsch, Mitglied Geschäftsleitung Micarna, und Regierungsrat Bruno Damann, Präsident Kreditgenossenschaft und Bürgschaftsgenossenschaft (von links). (Bild: Adi Lippuner)

Die beiden Referenten, Manfred Bötsch, Mitglied der Geschäftsleitung der Micarna Bazenheid und Ueli Strauss, Leiter Amt für Raumplanung und Geoinformation des Kantons St. Gallen (Areg), legten ihre Sicht auf das Bauen von Landwirten und Betreibern von Verarbeitungsbetrieben dar. Für Ueli Strauss ist das Ganze äusserst komplex. «Wir müssen verschiedene gesetzliche Vorgaben berücksichtigen.» Deshalb sein Tipp an Landwirte, welche ein Vorhaben umsetzen wollen: «Planen sie frühzeitig, treffen sie Abklärungen mit der Gemeinde und fragen sie bei uns nach. Die Gemeinde ist Baubewilligungsbehörde und die federführende Stelle beim Kanton ist das Areg, wenn es um Bauen ausserhalb der Bauzone geht.»

Manfred Bösch brach eine Lanze für die einheimische Poulet-Produktion. Er legte Zahlen vor, welche zeigen, dass einerseits der Fleischkonsum in der Schweiz zurückgeht und andererseits eine Verlagerung zu Geflügelfleisch stattfindet. «Deshalb sind inländische Produktionsstätten wichtig, denn diese sind wesentlich umweltfreundlicher als Importware, welche mit dem Flugzeug transportiert wird.»

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