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Mit 100 Jahren noch interessiert am Weltgeschehen

Im Seniorenzentrum Solino ist die Lichtensteigerin Ida Winteler am Pfingstmontag 100 Jahre alt geworden. Am Tag darauf gab es eine kleine Feier im Haus.
Cecilia Hess-Lombriser
Ida Winteler und Mathias Müller, Lichtensteiger Stadtpräsident, stossen miteinander an. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Ida Winteler und Mathias Müller, Lichtensteiger Stadtpräsident, stossen miteinander an. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Ida Winteler ist die dritte 100-jährige Bewohnerin im Solino. Liebevoll wird dieser grosse Tag jeweils im Haus vorbereitet und eingeladen sind alle Bewohnerinnen und Bewohner, die wollen und mobil sind. Im ersten Stock gab es deshalb am Dienstagnachmittag eine grosse Runde von Gratulanten. Sehen konnte sie die Jubilarin allerdings nicht. Seit 17 Jahren ist sie blind.

«Ich nehme einen Tag nach dem anderen, das ist vernünftig», meinte Ida Winteler, nachdem sie mit Thomas Glünz, Leiter Pflege und Betreuung, angestossen hatte, danach mit dem Lichtensteiger Stadtpräsidenten Mathias Müller und mit Verwandten und Angestellten.

Während sie umringt wurde, erzählte ihre Nichte Nelly Hüppi aus dem Leben ihrer Tante. Sie war die Älteste von drei Kindern und blieb auf dem Bauernhof in der Burg, abseits von Lichtensteig, Richtung Köbelisberg, auf dem sie aufgewachsen war. Sie half ihrem Vater und ihrem Bruder, den Hof zu bewirtschaften. «Ich sprang ausserdem in vielen Haushalten ein», erzählte Ida Winteler später. Ihre Offenheit und Kontaktfreudigkeit habe ihr geholfen, sich anzupassen. Im Pensionsalter zog sie mit ihrem Bruder ins Städtli. Von der Kontaktfreudigkeit profitiere sie noch heute, denn sie habe immer noch Besuch von Lichtensteigern, berichtete ihre Nichte.

Ein Leben voller Ereignisse

Das Augenlicht von Ida Winteler war schon längere Zeit schwach, ehe sie vor 17 Jahren stürzte und in diesem Zusammenhang ganz blind wurde. Das war auch der Zeitpunkt des Eintritts ins Solino.

Dort gefällt es der Jubilarin. Sie lässt sich vorlesen, führt gerne Gespräche, interessiert sich für das Weltgeschehen, hört die Musikwelle und lässt sich das Mitteilungsblatt der Gemeinde Lichtensteig vorlesen, wie der Gratulant Mathias Müller wusste. «So einen Tag habe ich noch nie erlebt», gestand der Stadtpräsident und erinnerte daran, welche Ereignisse Ida Winteler als 100-Jährige schon alles erlebt hat. Der Erste Weltkrieg war gerade zu Ende, als sie geboren wurde, es folgte der Zweite Weltkrieg, der Kalte Krieg, die rasante Entwicklung. «Und trotzdem stehen Sie positiv in der Welt», lobte er die Gefeierte. Sie sass da, hörte zu, nickte und ging auf alle Gäste ein, die sich ihr näherten und ein paar Worte an sie richteten.

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