Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Info-Anlass der SOB in Ebnat-Kappel: Der Lärm der Schienenstösse gab am meisten zu reden

Die Südostbahn informierte die Anwohner der Bahnlinie zwischen Ebnat-Kappel und dem Obertoggenburg in Ebnat-Kappel über die geplanten Bauarbeiten. Mehrere Fragesteller wollten wissen, ob die Schienen verschweisst werden. Die Bauarbeiten führen dazu, dass die Bahnlinie oberhalb von Wattwil zwischen Juni und Mitte September vollständig gesperrt ist.
Martin Knoepfel
Ein Zug der S2 verlässt Krummenau in Richtung Wattwil. Der Bahnhof Krummenau wird vollständig umgebaut, wobei ein neuer Unterstand erstellt wird. (Bild: Martin Knoepfel)

Ein Zug der S2 verlässt Krummenau in Richtung Wattwil. Der Bahnhof Krummenau wird vollständig umgebaut, wobei ein neuer Unterstand erstellt wird. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) informierte am Dienstagabend die Anwohner der Bahnstrecke über den «Cluster 2019». Gesamtprojektleiter Armin Zöggeler stellte zu Beginn das Projekt vor, während die Umweltingenieurin Beatrice Rüegg auf ökologische Aspekte einging.

Etwas mehr als 30 Personen kamen für die Orientierung ins «Schöntal». Es gab in der Diskussion keine Fragen, die das Projekt grundsätzlich in Frage stellten.

Bessere Qualität der Arbeiten erwartet

Ein Cluster mit Streckensperrung habe viele Vorteile, sagte Armin Zöggeler. Man könne mehr Arbeiten tagsüber erledigen und deren Qualität sei besser. Zudem gebe es nachts weniger Lärm.

Die nächtlichen Vor- und Nacharbeiten würden mit «Wanderbaustellen» durchgeführt, sodass nicht alle Anwohner die ganze Zeit unter dem Lärm litten. Besonders laute Arbeiten werde man nur im Notfall nachts durchführen, versprach Armin Zöggeler. Während der Zeit der Totalsperre werde aber in zwei Schichten gearbeitet.

Neubau ist laut SOB günstiger als Sanierung für weitere 30 Jahre

Eines der grossen Teilprojekte des Clusters Obertoggenburg ist die neue Thurbrücke in Ulisbach (Wattwil). Sie wird aus Beton gefertigt.

Ein Neubau ist laut Armin Zöggeler günstiger als eine Sanierung der heutigen Stahlbrücke für eine Lebensdauer von weiteren 30 Jahren. Die heutige Brücke hat den Jahrgang 1943/44. Die neue Brücke werde keine Fachwerkbrücke mehr sein, was den Lärm verringern werde, sagte der Gesamtprojektleiter.

Die SOB braucht das Aufnahmegebäude nicht mehr

Ein weiteres grosses Teilprojekt ist die Erneuerung der Haltestelle Krummenau. Wie Armin Zöggeler erläuterte, wird ein 170 Meter langer und 55 Zentimeter hoher Perron erstellt. Zudem erstellt die SOB direkt neben dem Perron einen Unterstand für wartende Passagiere, nicht aber ein WC. Dafür wäre die Gemeinde zuständig, sagte Armin Zöggeler und ergänzt:

«Wir sind der Meinung, dass die Toiletten in den Zügen ausreichen.»

Die SOB braucht das Aufnahmegebäude in Krummenau nach dem Umbau nicht mehr. Auf eine Frage aus dem Publikum bestätigte Armin Zöggeler, dass auch künftig alle Züge in Krummenau halten werden.

Die Gleise werden überall verschweisst

Im «Cluster Obertoggenburg» wird die SOB die Fahrbahn von Wattwil bis Ebnat-Kappel und von Ebnat-Kappel bis Krummenau vollständig erneuern, wobei der Bahnhof Ebnat-Kappel nicht umgebaut wird.

Mehrere Anwesende wollten deshalb wissen, ob die Schienen durchgehend verschweisst würden. Heute ist das im Obertoggenburg nicht überall der Fall.

In dieser Kurve in Ebnat-Kappel rollen die Züge noch über Schienenstösse. (Bild: Martin Knoepfel)

In dieser Kurve in Ebnat-Kappel rollen die Züge noch über Schienenstösse. (Bild: Martin Knoepfel)

Das sei möglich, antworte Armin Zöggeler, wobei man in engen Kurven Y-förmige Spezialschwellen einbauen werde. Bei der Fahrt über die Schienenstösse erzeugen die Räder der Eisenbahnfahrzeuge ein typisches Geräusch, das bei verschweissten Schienen wegfällt.

Fragen zur Bewirtschaftung des Landes

Es sei möglich, dass während der Bauarbeiten Bahnübergänge einen oder zwei Tage gesperrt seien, sagte Armin Zöggeler einem Fragesteller, der sich erkundigte, wie er während der Bauzeit sein Land bewirtschaften kann. Die Bahn werde sich an die Landbesitzer wenden, versprach der Vertreter der SOB.

Kanton und Gemeinden müssen Halbstundentakt bestellen

Weitere Fragen kreisten um den Halbstundentakt und um neue Haltestellen. Armin Zöggeler sagte, dass die SOB die Strecke so umbauen werde, dass man mit einem Triebwagen in knapp 30 Minuten von Wattwil nach Nesslau und zurück fahren kann.

Dagegen müssten der Kanton und die Gemeinden das Angebot bestellen. Mit Tempo 140 spare man von Wattwil bis Ebnat-Kappel 30 Sekunden.

Christian Spoerlé: «Weitere Haltestellen verunmöglichen Halbstundentakt»

Oberhalb von Ebnat-Kappel wird die Höchstgeschwindigkeit geringfügig erhöht werden. Hier setzen laut Armin Zöggeler die Kurven Grenzen. Der Gesamtprojektleiter bestätigte auch, dass der heute in Krummenau lagernde Schotter eingebaut und der verbrauchte Schotter per Bahn abtransportiert wird.

Der Ebnat-Kappler Gemeindepräsident Christian Spoerlé sagte, dass weitere Haltestellen den Halbstundentakt verunmöglichen würden.

Zudem wies er darauf hin, dass das Verfahren für den Abbruch der Fussgängerunterführung beim Bahnhof Ebnat-Kappel hängig ist. Der Abbruch der Unterführung, den die SOB und die Gemeinde anstreben, gehört nicht zum Cluster.

Vorgaben des Kantons betreffend Trübung des Wassers

Beatrice Rüegg wies unter anderem darauf hin, dass das geschützte Ufer der Thur nach dem Bau der Brücke von Ulisbach wiederhergestellt werden muss. Wegen des tieferen Wasserstandes müsse man im Winter mit dem Brückenbau anfangen, sagte die Umweltingenieurin. Das Amt für Umwelt mache allerdings Vorgaben, was die Trübung des Flusswassers angehe. Dies aus Rücksicht auf die Laichzeit der Fische.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.