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«Können kein Grundwasser mehr pumpen»: In Mosnang wird das Wasser knapp

Die anhaltende Schönwetterperiode veranlasst vier Organisationen in der Region, die Bevölkerung zum Wassersparen aufzurufen. Am grössten ist die Knappheit bei der Dorfkorporation Mosnang.
Ruben Schönenberger
In Mosnang wird die Bevölkerung demnächst mit Plakaten zum Wassersparen aufgerufen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

In Mosnang wird die Bevölkerung demnächst mit Plakaten zum Wassersparen aufgerufen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

«Das Wasser im Toggenburg wird knapper» titelte diese Zeitung am 4. Juli. Im gleichen Artikel wurde allerdings auch festgehalten: «In der Region bleibt man weitgehend gelassen.»

Nun, zwei Wochen später, ist die Gelassenheit merklich geringer. In einer gemeinsamen Medieninformation informieren die Dorfkorporationen Mosnang und Ebnat-Kappel sowie die Thurwerke AG und die Regionalwerke Toggenburg AG (RWT) über die Auswirkung der Trockenheit und rufen die Bevölkerung zum Wassersparen auf. Die vier Organisationen decken zusammen den grössten Teil der Wasserversorgung von Kirchberg bis Ebnat-Kappel – mit Ausnahme von Bazenheid – ab.

«Machen uns Gedanken zum August und September»

«Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind die Quellzuläufe der Trinkwasserversorgung markant zurückgegangen», ist der Mitteilung zu entnehmen. «Auch die Grundwasserpegel der Pumpwerke sind auf einem sehr tiefen Niveau.» Wie kritisch die Situation ist, unterscheidet sich innerhalb der Region. Gemäss Alex Hollenstein, Geschäftsleiter der Thurwerke, Wattwil, ist die Situation im Gebiet seiner Organisation noch nicht akut. «Wir machen uns aber Gedanken zum August und September.»

Aktuell werde mehr Wasser gebraucht, als zufliesse. Und schon der Frühling war trocken.» Mit der gemeinsamen Information wollen die Organisationen vor allem sensibilisieren. «Wir wollen den Leuten sagen, dass sie auf ihren Wasserverbrauch achten sollen. Panik ist sicher noch keine angezeigt.»

Quelle liefert nur noch halb so viel Wasser

Das sieht auch Peter Bürge, Betriebsleiter der Dorfkorporation Mosnang, so. Obwohl die Situation in seinem Gebiet noch etwas angespannter ist. «Grundwasser können wir jetzt schon keines mehr pumpen und die Quelle in Libingen liefert aktuell nur etwa halb so viel Wasser wie normal.»

Die Quelle in Libingen liefert nur noch halb so viel Wasser. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Quelle in Libingen liefert nur noch halb so viel Wasser. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bürge ergänzt die Medieninformation deshalb mit Plakaten, die er im Dorf aufhängt. Auf diesen wird gebeten, auf das Waschen von Autos oder das Bewässern von Rasenflächen zu verzichten. Auch Schwimmbäder sollen nicht gefüllt werden. «Ich bin zuversichtlich, dass das ausreicht», sagt Bürge. Auch für die Wasserbezüger der anderen drei Organisationen werden diese Massnahmen empfohlen.

«Damit sich die Situation verbessern würde, müssten Niederschläge mehrere Wochen andauern», schreiben die Organisationen in der Mitteilung zu den nächsten Wochen und Monaten. Kleine, regionale Gewitter tragen nicht zur Entspannung bei. Mit grösseren Niederschlägen könne aktuell nicht gerechnet werden.

Vorerst keine härteren Massnahmen

Trotzdem verzichten die Organisationen vorerst weitgehend auf härtere Massnahmen. «Der erste Schritt ist immer das Appellieren», sagt Hollenstein. «Erst danach kämen allenfalls Verbote zum Zug.» Zu denken ist dabei etwa an den Gebrauch von Sprinkleranlagen. Gemäss Hollenstein war das bisher noch nie nötig. Vorsichtshalber bereits abgestellt ist der Wattwiler Gemeindebrunnen. Weitere könnten folgen.

Unveränderte Situation im Neckertal

Falls sich die Wasserknappheit in einigen Regionen stärker akzentuieren sollte, können sich die Wasserversorger gegenseitig aushelfen. In Mosnang sind diese Gedankenspiele bereits weit gediehen. Hier würde die RWT der Dorfkorporation zur Seite stehen. Die Region rund um Wattwil ist zudem auch mit der Wasserversorgung im Neckertal verbunden. Dort habe sich die Situation im Vergleich zu vor zwei Wochen nicht verändert, sagt Hanspeter Bär, Präsident der Wasserkorporation Neckertal.

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