In Ebnat-Kappel tritt die FDP gegen die FDP an

Seit Freitagabend ist klar: Das Rennen um die Nachfolge von Christian Spoerlé im Amt des Gemeindepräsidenten wird eine reine FDP-Angelegenheit.

Ruben Schönenberger
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Christian Schmid, OK-Präsident des Bergrennen Hemberg, ist einer der Kandidaten für das Gemeindepräsidium in Ebnat-Kappel

Christian Schmid, OK-Präsident des Bergrennen Hemberg, ist einer der Kandidaten für das Gemeindepräsidium in Ebnat-Kappel

(Bild: Ruben Schönenberger, 15. April 2019)

Wenn im Herbst die Behörden der Gemeinde Ebnat-Kappel neu bestellt werden, muss auch eine Nachfolge für Christian Spoerlé gefunden werden. Der bisherige Gemeindepräsident tritt nicht mehr an.

Gestern lief die Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen ab. Und damit ist nun klar: Zwei FDP-Politiker wollen Spoerlé beerben. Zum einen ist das Jon Fadri Huder, derzeit Gemeindepräsident von Samedan und Kandidat der Findungskommission. Zum anderen ist das Christian Schmid, der im Toggenburg unter anderem als Organisator des Bergrennens Hemberg bekannt ist.

Zu wenige Kandidierende für den Gemeinderat

Jon Fadri Huder ist ebenfalls Kandidat für die Nachfolge von Christian Spoerlé.

Jon Fadri Huder ist ebenfalls Kandidat für die Nachfolge von Christian Spoerlé.

Bild: PD

Wie der Gemeinderat aussieht, der mit dem Präsidenten die Geschicke der Gemeinde leiten wird, lässt sich noch nicht gänzlich abschätzen. Zwar dürfte Christian Rufer (parteilos) die Wiederwahl als Schulratspräsident locker schaffen – er ist der einzige Kandidat – und damit auch von Amtes wegen im Gemeinderat Einsitz nehmen. Für die fünf übrigen Sitze sind bis gestern aber nur vier Wahlvorschläge eingegangen.

Die drei Bisherigen Rita Kägi Feller (CVP), Christa Müller-Halter (SP) und Susanne Wickli-Läng (FDP) treten wieder an. Dazu kommt der parteilose Martin Giezendanner.

Anders sieht die Situation bei der Geschäftsprüfungskommission (GPK) aus. Hier gibt es für fünf Sitze sechs Vorschläge. Es sind dies die Bisherigen Reto Aerne (FDP), Guido Landert (FDP) und Sonja Lieberherr-Schnyder (CVP) sowie die Neuen Niklaus Amacker (parteilos), Rita Bohl-Fust (parteilos) und Christoph Durscher (SVP).

Ein zweiter Wahlgang ist wahrscheinlich

Der erste Wahlgang findet am 27. September statt. Ein zweiter Wahlgang ist wahrscheinlich, weil im ersten Wahlgang das absolute Mehr nötig ist und dieses von einem allenfalls noch auftauchenden wilden Kandidaten für den letzten Gemeinderatssitz schwierig erreicht werden dürfte. Dieser zweite Wahlgang würde am 29. November stattfinden, Wahlvorschläge könnten dann bis zum 2. Oktober eingereicht werden.

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