Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

In Ebnat-Kappel stehen bereits die nächsten Projekte an

Die Gemeinde steht finanziell auf gesunden Beinen. Für 2019 rechnet sie mit einem kleinen Ertragsüberschuss, dies bei gleich bleibendem Steuerfuss. Das letzte Wort hat die Bürgerversammlung vom 14. November.
Sabine Schmid
Die Gemeinde Ebnat-Kappel rechnet weiterhin mit einem Steuerfuss von 145 Prozent, dies wegen der geplanten Investitionen. (Bild: Sabine Schmid)

Die Gemeinde Ebnat-Kappel rechnet weiterhin mit einem Steuerfuss von 145 Prozent, dies wegen der geplanten Investitionen. (Bild: Sabine Schmid)

Das Budget für das Jahr 2019 zeigt es schwarz auf weiss: Die Netto-Investitionen der Gemeinde belaufen sich auf über 11,7 Millionen Franken. 10 Millionen davon werden für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Wier ausgegeben, eine weitere Million ist für den Neubau des Pflegeheims budgetiert. Das restliche Geld fliesst in kleinere Projekte wie den Ersatz der Fussgängerbrücke «Schwarzer Steg», die Erschliessungsstrasse für den Neubau des Pflegeheims oder für Strassensanierungen.

Auch wenn mit der Schulanlage und dem Pflegeheim Wier zwei grosse Projekte umgesetzt werden, stehen bereits weitere Projekte an. «Das Gemeindehaus ist voll», führte Gemeindepräsident Christian Spoerlé am Montagabend an der Vorgemeinde aus. Als Beispiel nannte er den Pausenraum.

«Der ist so klein, dass die Mitarbeiter gestaffelt in die Pause gehen müssen.»

Der Gemeinderat hat darum 20'000 Franken für eine Potenzialanalyse budgetiert. Diese soll den baulichen Zustand des Gemeindehauses aufzeigen und sichtbar machen, wie dieses umgestaltet oder erweitert werden könnte. Vorerst zurückgestellt wurde die Umgestaltung des Zentrums. «Wir machen eine sanfte Attraktivitätssteigerung», sagte Christian Spoerlé. Im Budget sind für Massnahmen wie dem Platzieren von weiteren Sitzgelegenheiten und dem Pflanzen eines neuen Baums 15'000 Franken vorgesehen.

In der Schule wird eine Tagesstruktur angeboten

Mit einem Aufwand von über 11 Millionen Franken ist die Bildung nach wie vor der grösste Ausgabenbereich in der Rechnung. Wie Schulratspräsident Pierre Joseph ausführte, stehen im Wier II zwei Zimmerrenovationen an, zudem sollen im Schulhaus Schafbüchel die WC saniert werden.

Ab dem kommenden Schuljahr wird die Schule während zwei Jahren versuchsweise eine Tagesstruktur anbieten. «Kinder bis zur dritten Klassen können in die Kita Topolino, für die grösseren gibt es aber nichts, obwohl Bedarf da ist», sagte Pierre Joseph. Die Crew vom Mittagstisch werde auf Wunsch der Eltern am Morgen vor Schulbeginn und am Nachmittag nach Schulende die Kinder betreuen. Wie gross die Nachfrage letztlich sein wird, zeigt sich im kommenden Frühling. Die Schulgemeinde sieht dafür für das Jahr 2019 einen Betrag von 23'000 Franken vor. Pierre Joseph stellte aber klar, dass sich die Eltern, die dieses Angebot nutzen, finanziell beteiligen müssen.

Ebnat-Kappel will ein Elektroauto für die Bevölkerung

Im Budget aufgeführt sind 60'000 Franken für ein Verkehrssicherheitskonzept. Dieses sei angeregt worden durch Einwohner, die einen Antrag für eine Tempo-30-Zone auf der Rosenbüelstrasse eingereicht haben. Der Gemeinderat möchte die Einführung von Tempo-30-Zonen genauer prüfen und das ganze Siedlungsgebiet einbeziehen. In einem ersten Schritt soll nun ein Verkehrssicherheitskonzept ausgearbeitet werden.

Auf der Wunschliste der Gemeinde steht zudem ein Elektrofahrzeug. Dieses soll den Mitarbeitern der Verwaltung zur Verfügung stehen, aber auch von der Bevölkerung gegen ein Entgelt genutzt werden. Die Jahreskosten betragen 15'400 Franken, dazu kommt einmalig die Investition von 5100 Franken für den Parkplatz und die Ladestation.

Die Ausgaben der Gemeinde sollen mit Steuereinnahmen von über 14,3 Millionen Franken und einem Beitrag aus dem Finanzausgleich von 6,2 Millionen Franken gedeckt werden. Die Gemeinde rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 26'000 Franken. Fragen zum Budget gab es an der Vorgemeinde keine.

Die Abstimmung erfolgt an der ordentlichen Bürgerversammlung am kommenden Mittwoch, 14. November, um 20 Uhr in der evangelischen Kirche Ebnat-Kappel.

Pflegeheim wird aus Holz gebaut

Die Besucher der Vorgemeinde erhielten die aktuellsten Informationen über den geplanten Neubau des Pflegeheims Wier. Wie Daniel Thoma, Geschäftsführer der Heime Ebnat-Kappel, ausführte, sollte einem Baubeginn im Frühjahr 2020 nichts im Wege stehen. «Wir planen, dass die 32 Bewohner des heutigen Haus C im März 2020 das Wohnprovisorium beziehen können», sagte er. Im Jahr 2022 sollte das neue Pflegeheim bezugsbereit sein.

Christian Spoerlé ergänzte, dass sich die Baukommission entschieden hat, dass das neue Pflegeheim ein Holz-Hybridbau werde. Dies sei möglich, ohne dass der Budgetrahmen gesprengt werde. Das ganze dafür verwendete Holz wachse im Toggenburg, mehr als die Hälfte sogar in Ebnat-Kappel. Die Arbeiten an der Planung laufen auf Hochtouren. Es sei geplant, im kommenden März die Detailplanung an einer öffentlichen Veranstaltung vorzustellen und das Baugesuch einzureichen, sagte Daniel Thoma.

«Schwarzer Steg» ist noch nicht saniert

Mit dem Budget 2018 hat die Bürgerschaft einem Ersatz für den «Schwarzen Steg» zugestimmt. Die bisherige Metallbrücke durch eine gedeckte Holzbrücke zu ersetzen sei mit weniger Kosten verbunden, argumentierte der Gemeinderat. 280'000 Franken wurden für das Projekt in die Investitionsplanung aufgenommen.
Wie in den aktuellen Unterlagen zum Budget 2019 zu lesen ist, ist das Projekt blockiert. Die kantonale Denkmalpflege hat mitgeteilt, dass die bestehende Fussgängerbrücke gemäss dem neuen Planungs- und Baugesetz als Kulturobjekt gelten könnte. Somit darf die Brücke nicht verändert werden, bis die Schutzwürdigkeit des «Schwarzen Stegs» geklärt ist. Solange kann das Baugesuch nicht bewilligt werden. Wegen der Überarbeitung der Schutzverordnung verzögere sich dieser Entscheid aber, schreibt der Gemeinderat.

Schutzverordnung wird überarbeitet

Die bestehende Schutzverordnung datiert aus dem Jahr 2001. Vor zwei Jahren hat die Gemeinde deshalb den Auftrag zur Überarbeitung an zwei Ingenieurbüros erteilt. Wie Christian Spoerlé an der Vorgemeinde informierte, wurden die Bewirtschafter vor wenigen Wochen über den Stand der neuen Schutzverordnung in Kenntnis gesetzt. «Derzeit liegt sie beim Kanton zur Vorprüfung», sagte der Gemeindepräsident. Wenn diese abgeschlossen sei, werde ein Vernehmlassungsverfahren begonnen, in dessen Rahmen die überarbeitete Schutzverordnung öffentlich aufgelegt werde.

Altlastensanierung nicht abgeschlossen

Er hätte gerne an der Vorgemeinde berichtet, dass die Sanierung der Altlastendeponie abgeschlossen sei, gab Gemeindepräsident Christian Spoerlé zu. Noch sei aber das Thema nicht gänzlich erledigt. Die Bodenbelastungen bei der ehemaligen Deponie seien entfernt und entsorgt, die Abführung der Kies- und Humushaufen aber nach wie vor ausstehend. Christian Spoerlé zeigte sich zuversichtlich, dass die Abrechnung noch in diesem Jahr abgeschlossen werden könne. Bis dann sollte auch das Beitragsgesuch beim Bund eingereicht sein.
Für die IST AG, die auf dem Gebiet der ehemaligen Deponie einen Neubau erstellen will, hat die Altlastensanierung keine direkten Folgen. Sie kann den Bau pünktlich starten. (sas)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.