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In der Trefferei in Unterwasser soll sich jeder wohl fühlen – ganz ohne Zwang

Das neue Begegnungszentrum der Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann, die Trefferei im ehemaligen Schulhaus in Unterwasser, nimmt langsam Formen an. Rund zwei Dutzend Personen informierten sich am Montagabend über den Sinn und Zweck. Einige sagten bereits die Mithilfe zu.
Sabine Camedda
Bringen die Trefferei voran: (von links) Gemeindepräsident Rolf Züllig, Andrea Faeh, Jasmin Wenk, Gaby Holenweg, Gemeinderat Walter Hofstetter, Astrid Metzger, Bea Frei und Betriebsleiterin Pamela Lepri Koch. Auf dem Bild fehlt Schulratspräsidentin Rita Elmer. (Bild: Sabine Camedda)

Bringen die Trefferei voran: (von links) Gemeindepräsident Rolf Züllig, Andrea Faeh, Jasmin Wenk, Gaby Holenweg, Gemeinderat Walter Hofstetter, Astrid Metzger, Bea Frei und Betriebsleiterin Pamela Lepri Koch. Auf dem Bild fehlt Schulratspräsidentin Rita Elmer. (Bild: Sabine Camedda)

In der Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann leben rund 250 Familien mit Kindern unter 14 Jahren. Sie alle sind früher oder später mit denselben Fragen konfrontiert und oftmals froh, wenn sie sich austauschen und mit Fachpersonen beraten können. Nicht nur an sie richtet sich das Angebot der Trefferei, wie das neue Begegnungszentrum der Gemeinde heisst.

Betriebsleiterin Pamela Lepri Koch erzählte an einer Infoveranstaltung am Montagabend eindrücklich, wie sie ihre erste Zeit in Wildhaus erlebt hat. «Ich bin im Januar zugezogen, der denkbar schlechteste Zeitpunkt», sagte sie. Dann nämlich sei Hochsaison und sie sei unter all den Touristen untergegangen. Erst im Frühling hätten die Mitarbeiter in den Läden die junge Mutter als eine Einheimische wahrgenommen. «Diese Zugehörigkeit zur Dorfgemeinschaft gab mir ein gutes Gefühl», beschrieb Pamela Lepri Koch.

Angesprochen sind Menschen jeden Alters

Integration ist darum ein wichtiges Stichwort bei der Trefferei. Es gehe aber über die Integration von Ausländern hinaus, wurde betont. Angesprochen sind Menschen jeden Alters, die einander treffen wollen. Dazu werden verschiedene Aktivitäten geplant. Dieser Gemeinschaftsgedanke ist es denn auch, den die Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann und die drei Kirchgemeinden bewogen haben, die Trägerschaft der Trefferei zu bilden.

Die Trefferei, sagte Gemeindepräsident Rolf Züllig, werde die Vernetzung der bestehenden Angebote und Dienstleistungen sicherstellen. «Sie ist zudem eine Tankstelle für Familien und bietet – auch kurzfristig – Möglichkeiten zur Unterstützung.» Auch Walter Hofstetter, der die Kirchgemeinden an der Informationsveranstaltung vertreten hat, sieht viele positive Aspekte in der Trefferei, allen voran, dass sich alle Menschen dort treffen können.

Ein sechsköpfiges Frauenteam rund um Betriebsleiterin Pamela Lepri Koch ist mit dem Aufbau der Trefferei betraut. Sie werden unterstützt durch Andrea Faeh, Bereichsleiterin des Zentrums Frühe Bildung an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Gemeinsam haben sie Betriebsorganisation aufgestellt. Finanziert werden soll die Trefferei zu 40 Prozent durch die Trägerschaft und jeweils zu 30 Prozent aus dem Betriebsertrag und Sponsoring.

Dieses Geld – für 2020 rechnet man mit 80'000 Franken – fliesst jeweils zu 40 Prozent in die Infrastruktur und ins Personal, zu 20 Prozent in den Betrieb und die Verwaltung. Pamela Lepri Koch betonte, dass Freiwilligenarbeit einen grossen Stellenwert in der Trefferei haben werde. Dennoch wolle man den Helferinnen und Helfern als Wertschätzung einen kleinen Lohn in Form vom Gewerbegutscheinen auszuzahlen.

Angebot wird sich konkretisieren

«Wir brauchen nun Menschen, die uns unterstützen und bei der Trefferei mitmachen», sagte Pamela Lepri Koch. Einige Angebote wie Mütter- und Väterberatung, Krabbeltreff und ein Generationentreff sind bereits im «Stundenplan» aufgeführt. Wenn etwas in der Trefferei läuft, soll jeweils das Kafi geöffnet sein. An der Infoveranstaltung durften die Besucher weitere Wünsche für die Trefferei anbringen.

Bereits an der Informationsveranstaltung begann ein Austausch zwischen den Anwesenden und dem Trefferei-Team. Einige schrieben ihren Namen auf eine entsprechende Liste und sagten die freiwillige Hilfe zu. Ebenfalls kamen sie der Aufforderung nach, ihre Wünsche nach Angeboten in eine entsprechende Liste zu notieren. Tanzkurse für Kinder, ein Repair-Café, Konversationsabende in einer Fremdsprache, Kochabende und Gesellschaftsspiele sind nur einige der Ideen, die aufgeworfen wurden.

Ob und wie diese Angebote umgesetzt und durchgeführt werden, ist derzeit noch offen. Pamela Lepri Koch ist überzeugt, dass in der Dorfgemeinschaft Wildhaus-Alt St. Johann noch mehr gute Ideen für die Trefferei herum schwirren. Sie ruft daher alle auf, sich bei ihr oder einem Teammitglied zu melden.

Hinweis

Wer sich in der Trefferei engagieren oder etwas für die Einrichtung beitragen will, meldet sich bei Pamela Lepri Koch, Telefon 079 765 72 39, E-Mail pamelalepri@me.com. Wer einen Kurs, ein Vortrag oder Ähnliches anbieten möchte, kann sich auch bei ihr melden.

Die Trefferei im ehemaligen Schulhaus Unterwasser wird am Samstag, 21. September, eröffnet. Die Ludothek zügelt bereits nach den Frühlingsferien an diesen Standort.

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