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In den Gemeinden Kirchberg und Lütisburg kommt Wasser auch bei Trockenheit

Der Zweckverband Wasserversorgung Kirchberg-Bazenheid-Lütisburg blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Trotz zehnmonatiger Trockenheit konnte die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet werden.
Beat Lanzendorfer
Christoph Häne, Präsident des Verwaltungsrates (rechts), und René Rüttimann, Betriebsleiter, diskutieren über die Jahresrechnung. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Christoph Häne, Präsident des Verwaltungsrates (rechts), und René Rüttimann, Betriebsleiter, diskutieren über die Jahresrechnung. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Zur Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Kirchberg-Bazenheid-Lütisburg (Kibalü) kehrte der Winter mit Schneefall zurück. Dies veranlasste Christoph Häne, Präsident des Verwaltungsrates, am Donnerstag im Rössli in Gähwil zur Aussage: «Wir sind froh, wenn etwas vom Himmel fällt.»

Viel Niederschlag gab es 2018 nicht. Gemäss René Rüttimann, Betriebsleiter des Zweckverbandes, gab es im vergangenen Jahr mit Ausnahme von wenigen Gewittern über einen Zeitraum von zehn Monaten praktisch keinen Niederschlag. Die lang anhaltende Trockenheit toppte sogar die Hitzesommer 2003 und 2015.

Investitionen knapp an der Millionengrenze

Der Zweckverband der Dorfkorporationen Bazenheid, Wolfikon, Lütisburg, Gonzenbach und Kirchberg sowie der politischen Gemeinden Kirchberg und Lütisburg, blickt auf ein gutes Rechnungsjahr zurück. Statt eines budgetierten Ertragsüberschusses von 19'700 Franken beträgt dieser 193'000 Franken. Häne erklärt dies mit Arbeiten, die auf 2019 verschoben wurden. Der Überschuss wird dem Eigenkapital zugewiesen.

Die Investitionen blieben mit 973000 Franken knapp unter der Millionengrenze. Als grösste Projekte werden die Sanierung der Grundwasserpumpwerke Unterrindal III und IV, die zweite Reservoirableitung Chrobüel (Anschluss Ifang), die Leitungserneuerung Reservoirableitung Chrobüel (Anschluss Wilerstrasse) sowie die Leitungserneuerung Wilerstrasse (Micarna) erwähnt.

Blick vom Reservoir Chrobüel Richtung Eichbüel, Bazenheid. Das Gussrohr hat einen Durchmesser von 250 Millimeter. Die Leitungserneuerung hat die Wasserversorgung im vergangenen Jahr ausgeführt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Blick vom Reservoir Chrobüel Richtung Eichbüel, Bazenheid. Das Gussrohr hat einen Durchmesser von 250 Millimeter. Die Leitungserneuerung hat die Wasserversorgung im vergangenen Jahr ausgeführt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Im aktuellen Jahr wird mit einem Ertragsüberschuss von 182'000 Franken budgetiert. Die Investitionen werden mit gut 700'000 Franken beziffert. Im Weiteren erklärte Häne, dass mit der Umsetzung des neuen Rechnungslegungsmodells nicht mehr nach hydrologischem Jahr, sondern nach Kalenderjahr abgerechnet werde. Das ist der Grund, weshalb Rechnung und Budget einen unterschiedlichen Kontenplan aufweisen und deshalb nicht eins-zu-eins vergleichbar seien.

Bestehende Nutzwertanalyse wird hinterfragt

Zu den wichtigsten strategischen Aufgaben des Verwaltungsrates zählt, vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit Trockenheit die Lage zu beurteilen und daraus für die Zukunft die richtigen Schlüsse zu ziehen. Daher erhielt Betriebsleiter René Rüttimann den Auftrag, den Anwesenden aufzuzeigen, welche Massnahmen vorgesehen sind, um auch in Zukunft den Versorgungsauftrag zu gewährleisten.

Konkret sei mit dem Einbau einer Pumpe der Wasseraustausch zwischen der Wasserversorgung Kibalü sowie dem Regionalwerk Toggenburg RWT, welches das Netz in Bütschwil betreibt, und den Korporationen in Mosnang und Libingen sowie der Wasserversorgung Wiesen-Dreien-Mühlrüti ermöglicht worden. Dies war bisher schon sichergestellt, allerdings nur in eine Richtung. Hinterfragt werden soll auch die Nutzwertanalyse, die nach dem trockenen Sommer 2015 erstellt worden sei.

In Abklärung seien zudem weitere Wassernutzungen respektive Verbindungen mit anderen Wasserversorgern. Abschliessend könne gesagt werden, dass die Trockenheit ernst genommen werde. Ob allerdings weitere Ereignisse dieser Art folgen werden, könne niemand abschliessend sagen. In einem Punkt konnte Betriebsleiter Rüttimann die Anwesenden hingegen beruhigen: «Die Wasserversorgung Kibalü hatte im Jahr 2018 jederzeit genügend Wasser.»

Der Gemeindepräsident als Gastgeber

Weil die Delegiertenversammlung in Gähwil stattfand, trat der Kirchberger Gemeindepräsident Roman Habrik als Gastgeber auf. Nach seinen Begrüssungsworten wartete er mit einigen interessanten Zahlen auf. So umfasst das Versorgungsnetz der Wasserversorgung Kirchberg Hauptleitungen mit einer Länge von 33,4 Kilometer. Zu diesen gesellen sich 18,4 Kilometer Hauszuleitungen.

Im ganzen Gebiet stehen 184 Hydranten. Das Volumen der Trinkwasserabgabe an die Kunden im abgelaufenen Jahr betrug 151'500 Kubikmeter. Der Betrieb der Wasserversorgung Kirchberg wird im Auftrag der politischen Gemeinde durch das Regionalwerk Toggenburg RWT ausgeführt. Als wichtigstes Projekt im Jahr 2018 nannte er die Erweiterung des Versorgungsgebietes um die Weiler Altenbrunnen, Grossmoos, Chnübis und Brunnen, was einen Zuwachs der Hauptleitung von 1,7 Kilometer zur Folge hatte. (bl)

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