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In 13 Monaten ist Schluss: Das "Seegüetli" am Schwendisee wird verschwinden

Nun ist es definitiv. Der Kanton will das „Seegüetli“ am Schwendisee abbrechen. Wirtin Andrea Abderhalden kann die Restaurant- und Hotelgäste noch bis Ende Juli 2019 am idyllischen Platz willkommen heissen.
Adi Lippuner
Die Tage des Kulturhotels Seegüetli am Schwendisee sind gezählt. (Bild: Adi Lippuner)

Die Tage des Kulturhotels Seegüetli am Schwendisee sind gezählt. (Bild: Adi Lippuner)

Seit April 2013 ist Andrea Abderhalden Mieterin im «Seegüetli» am Schwendisee. Vorher war sie neun Jahr lang als Angestellte von Anna Amann in der Küche tätig und sorgte dafür, dass die Gäste kulinarisch verwöhnt wurden.

Ebenfalls seit jenem April ist das Haus im Besitz des Kantons. Von diesem hat die Wirtin nun erfahren, dass sie das Restaurant und Hotel definitiv schliessen muss, weil das Gebäude abgebrochen werden soll. «Es wären einige Investitionen zu tätigen und diese rentieren, aus Sicht des Kantons, nicht mehr», so die Mitteilung des verantwortlichen Mitarbeiters beim Kanton St. Gallen.

«Ich durfte aber den Termin, ab wann Schluss ein soll, selbst bestimmen und habe mich für den 31. Juli im nächsten Jahr entschieden», sagt Andrea Abderhalden. Nachdem sie ihre Mitarbeiterinnen informiert hat, sei es nun an der Zeit, dieses Datum auch den Gästen bekannt zu geben. «Im ersten Moment verspürte ich Wehmut, denn während der vergangenen Jahre durfte ich sowohl im Tagesrestaurant als auch im Hotel auf eine treue Stammkundschaft zählen.“

«Schönster Arbeitsplatz» mit Ablaufdatum

Andrea Abderhalden und ihr Team bleiben nun 13 Monate Zeit, sich von ihren langjährigen Gästen zu verabschieden. Während der Wirtin die Lage direkt am Schwendisee ans Herz gewachsen ist - «ich habe von der Küche aus einen direkten Blick auf den See und somit den schönsten Arbeitsplatz» - sei es ums Gebäude nicht schade. «Kommt dazu, dass der Entscheid, ob das Klanghaus am Schwendisee realisiert werden kann, demnächst gefällt wird. Zuerst wird der Kantonsrat und später dann die Bevölkerung entscheiden, ob es an diesem herrlichen Platz wieder ein Gebäude geben wird, oder ob der Platz der Natur zurück gegeben wird», so die «Seegüetli»-Wirtin.

Wirtin Andrea Abderhalden vor dem «Seegüetli» am Schwendisee. (Bild: Adi Lippuner)

Wirtin Andrea Abderhalden vor dem «Seegüetli» am Schwendisee. (Bild: Adi Lippuner)

Ein Blick auf die wechselvolle Geschichte zeigt: Diese begann bereits im Jahre 1935. Damals erstellten die Naturfreunde Winterthur ein Blockhaus am Schwendisee. 1974 wurde das Ostgebäude erstellt und zehn Jahre später konnte das Blockhaus durch den heutigen Hoteltrakt ersetzt werden. 1993 erstanden Anna und Hansruedi Ammann, zusammen mit Heini Baumgartner und Peter Roth als Seegüetli AG das Gebäude. Peter Roth verliess die AG einige Jahre später, um sich ganz seiner musikalischen Arbeit zu widmen.

Offen für Neues

Mit dem klaren Entscheid, das Haus zu schliessen und zu einem späteren Zeitpunkt auch abzubrechen, ebnet der Kanton den Weg für den Bau des Klanghauses. Und Andrea Abderhalden ist offen für Neues. «Ob ich wieder selbst einen Betrieb führen oder als Angestellte arbeiten werde, ist zum heutigen Zeitpunkt noch offen.» Sie werde aber nach Möglichkeit im Toggenburg bleiben, denn ich wohne in Stein und fühle mich dort auch sehr wohl.»

Als gelernter Koch - Andrea Abderhalden machte ihre Ausbildung im Landgasthof Ochsen, Neu St. Johann, bei Frieda und Kurt Scheiwiller - fühlt sie sich für auch für künftige Herausforderungen im Gastgewerbe gerüstet. «Der Kontakt mit den Gästen, aber auch die Freude, in der Küche mit regionalen Produkten feines Essen zu kochen, ist täglicher Ansporn für meine Tätigkeit.»

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