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In Dietfurt stürzen sich 21 Teams mit umgebauten Kinderwagen talwärts

Nach vier Jahren Pause fand am 10. Februar das 12. Kinderwagenrennen des Sportclubs Dietfurt statt. Fast 2000 Zuschauer feuerten die Wagemutigen an.
Sascha Erni

Aus der ganzen Region strömten die Besucher zum zwölften Kinderwagenrennen in Dietfurt. Der Anlass wird nur alle vier Jahre durchgeführt, erfreut sich aber grosser Beliebtheit: Letzten Sonntagmittag waren deutlich über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer anwesend. Der Präsident des Organisationskomitees, Walter Schönenberger, zeigte sich entsprechend erfreut:

«Mit den Kindern dürften es dieses Jahr gut 2000 Gäste sein.»

Diesen Massen präsentierten die 21 Wettkämpfer ein Schauspiel, das man auch während der Fasnachtszeit nicht jeden Tag zu sehen bekommt.

Fasnachtsumzug als Wettrennen

Als Fahrwerke dienten die Gestelle alter Kinderwagen, die Aufbauten jedoch hätten unterschiedlicher nicht sein können. Jeder Wagen folgte einem Motto, fasnachtstypisch kam dabei auch die Regionalpolitik unter die Räder. Von den flankierenden Massnahmen für die Umfahrung Bütschwil bis zum Bergbahnen-Streit spiegelten viele Kontrahenten die öffentliche Diskussion. Begleitet wurde das Schauspiel von der Guggemusig Moslig und dem Sprengkommando Bütschwil.

Ein Thurbo, der im Toggenburg gerne mal an Bahnschranken halten muss, und ein vermeintlich sauberer Diesel – Nur zwei der Sujets, die am diesjährigen Kinderwagenrennen aufgenommen wurden. (Bild. Sascha Erni)

Ein Thurbo, der im Toggenburg gerne mal an Bahnschranken halten muss, und ein vermeintlich sauberer Diesel – Nur zwei der Sujets, die am diesjährigen Kinderwagenrennen aufgenommen wurden. (Bild. Sascha Erni)

Beim Kinderwagenrennen galt es, in zwei Runden einen Hindernislauf zu überstehen. Während der Schaulauf den Wettkämpfern die Möglichkeit bot, mit Süssigkeiten und Showeinlagen das Publikum für sich einzunehmen, wurde es in Runde zwei dann ernst: Die irrwitzigen Gefährte mussten möglichst schnell die präparierte Piste vom Bahnhof ins Dorf meistern. Mit Wippen, Schanzen und Seifenbahnen führte dies zu spektakulären Stürzen. Verletzte gab es aber glücklicherweise keine.

Sturm Uwe störte nicht

Überhaupt habe sich in den letzten vierzig Jahren noch nie jemand ernsthaft verletzt, so Walter Schönenberger. Am letzten Sonntag reagierte das Organisationskomitee ausserdem flexibel auf sich verändernde Sicherheitsbedingungen. «Wir mussten kurzzeitig die Streckenführung anpassen», erklärt Schönenberger. Schuld daran war das Sturmtief «Uwe», das dann am Abend auch tatsächlich Teile des Kantons verwüsten sollte.

Nicht immer konnten sich die Teams auf den Beinen halten. (Bild: Sascha Erni)Nicht immer konnten sich die Teams auf den Beinen halten. (Bild: Sascha Erni)
Sägemehl, Schnee und Matsch: Die Piste bot unterschiedliche Unterlagen. (Bild: Sascha Erni)Sägemehl, Schnee und Matsch: Die Piste bot unterschiedliche Unterlagen. (Bild: Sascha Erni)
Ein Haus zu schieben... (Bild: Sascha Erni)Ein Haus zu schieben... (Bild: Sascha Erni)
...kann ganz schön anstrengend sein. (Bild: Sascha Erni)...kann ganz schön anstrengend sein. (Bild: Sascha Erni)
Zug vs. Auto oder An der Barriere stehen vs. Unsauberer Diesel – Viele Kinderwagen griffen aktuelle Themen auf. (Bild: Sascha Erni)Zug vs. Auto oder An der Barriere stehen vs. Unsauberer Diesel – Viele Kinderwagen griffen aktuelle Themen auf. (Bild: Sascha Erni)
«Das geht über eure Vorstellungskraft, Jamaica hat 'ne Bobmannschaft.» Der Film «Cool Runnings» aus dem Jahr 1993 feiert ein Revival als Kinderwagen. (Bild: Sascha Erni)«Das geht über eure Vorstellungskraft, Jamaica hat 'ne Bobmannschaft.» Der Film «Cool Runnings» aus dem Jahr 1993 feiert ein Revival als Kinderwagen. (Bild: Sascha Erni)
Unterhaltung gab es auch abseits der Rennpiste. (Bild: Sascha Erni)Unterhaltung gab es auch abseits der Rennpiste. (Bild: Sascha Erni)
«Der Bestatter» für einmal nicht im Fernsehen, sondern auf der Dietfurter Rennstrecke. (Bild: Sascha Erni)«Der Bestatter» für einmal nicht im Fernsehen, sondern auf der Dietfurter Rennstrecke. (Bild: Sascha Erni)
Das Ziel ist nah: Letzte Kräfte für den Schlussspurt aufbringen. (Bild: Sascha Erni)Das Ziel ist nah: Letzte Kräfte für den Schlussspurt aufbringen. (Bild: Sascha Erni)
Donkey Kong am Steuer, Mario am Antrieb und Luigi am Boden. So war das vermutlich nicht geplant. (Bild: Sascha Erni)Donkey Kong am Steuer, Mario am Antrieb und Luigi am Boden. So war das vermutlich nicht geplant. (Bild: Sascha Erni)
Auch Fasnächtler wie die Wilket Gugger waren am Start. (Bild: Sascha Erni)Auch Fasnächtler wie die Wilket Gugger waren am Start. (Bild: Sascha Erni)
Rund 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer liessen sich das Spektakel nicht entgehen. (Bild: Sascha Erni)Rund 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer liessen sich das Spektakel nicht entgehen. (Bild: Sascha Erni)
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Impressionen vom 12. Kinderwagenrennen

Das Kinderwagenrennen Dietfurt blieb aber von Uwe verschont, das Wetter hielt bis zur Rangverlesung im «Rössli». Mit 25,65 Sekunden konnten René Ziegler und Markus Schönenberger («Cool Runnings Jamaica») das Zeitrennen für sich entscheiden. In der Publikumswertung hingegen schaffte es mit 362 Punkten das Team Martin Rüegg / Daniel Wick und ihr «101 Dalmatiner»-Kinderwagen auf Rang 1 – im Rennen hatten sie mit 1 Minute 23 Sekunden noch den letzten Platz belegt.

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