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Im Toggenburg wird weiterhin viel gebaut

Nachdem der Trend zuerst vor allem das untere Toggenburg erfasst hatte, wird nun vermehrt auch im oberen Teil des Thurtals stark gebaut. Die Preise bleiben in einem moderaten Rahmen. Nachgefragt werden vor allem Einfamilienhäuser.
Ruben Schönenberger
Die Bautätigkeit ist im Toggenburg weiterhin stark. (Bild: Fotolia)

Die Bautätigkeit ist im Toggenburg weiterhin stark. (Bild: Fotolia)

«Die Bautätigkeit in der Region ist ungebrochen sehr stark», sagt Marco Reiser, der den UBS-Geschäftsstellenverbund leitet, zu dem auch der Standort der Wattwil gehört. «Zuerst wurde im unteren Toggenburg mehr gebaut», ergänzt er. Das habe unter anderem mit der neu erstellten Umfahrung Bazenheid zu tun. «Die Umfahrung Bütschwil dürfte diesen Effekt noch verlängern», sagt Reiser.

Die Zahlen der Fachstelle für Statistik des Kantons St. Gallen scheinen ihm Recht zu geben. Betrachtet man die Zahlen zwischen 2006 – im September dieses Jahres wurde die Umfahrung Bazenheid eröffnet – und 2015, zeigt sich beispielsweise bei der Gemeinde Kirchberg ein klarer Aufwärtstrend. Die Bauinvestitionen stiegen von 41,8 Millionen Franken auf 65,9 Millionen. Während in der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil die Investitionen damals noch stagnierten oder gar leicht sanken, steigen sie seit 2012 auch hier bedeutend an. Innert drei Jahren haben sie sich mehr als verdoppelt. Möglicherweise wirkt sich die baldige Eröffnung der Umfahrung bereits aus.

100 neue Wohnungen allein in Nesslau

«Die Entwicklung kommt nun auch im Obertoggenburg an», sagt Reiser. Namentlich in Nesslau entstünden demnächst 100 neue Wohnungen. Nicht eindeutig sagen lässt sich jedoch, wer in die neuen Wohnungen einzieht. «Es gibt immer noch einen grossen Teil interner Wechsel», sagt Reiser. Damit meint er beispielsweise ältere Toggenburgerinnen und Toggenburger, die in zentralere Gegenden des Thur- und Neckertals umziehen. «Es gibt aber schon auch Neuzuzüger.»

Die Leerwohnungszahlen sind denn auch nicht besorgniserregend. Zwar sind sie nach einem Tiefstand von 1,5 Prozent im 2013 wieder leicht angestiegen, bewegen sich aber immer noch um 2 Prozent. Die ungebrochen starke Bautätigkeit ist auch der St. Galler Kantonalbank (SGKB) aufgefallen. Vierteljährlich veröffentlicht diese einen Marktbericht, der von der Wüest Partner AG erarbeitet wird.

Dieser fokussiert zwar auf die Transaktionspreise von Wohneigentum, also die tatsächlich erzielten Erlöse beim Verkauf von Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäusern. Um die Entwicklungen zu erklären und Prognosen zu wagen, stellt aber auch die SGKB auf die Bautätigkeit ab. Für Eigentumswohnungen prognostiziert die Bank beispielsweise: «Grössere Preisanstiege sind weiterhin unwahrscheinlich, zumal in einzelnen Gemeinden nun fleissig gebaut wird.»

Doppelt so viele Suchabos für Einfamilienhäuser

Grundsätzlich würden im Toggenburg jedoch Einfamilienhäuser stärker nachgefragt als Eigentumswohnungen. Auf den Onlineverkaufskanälen würden doppelt so viele Suchabos auf frei stehende Häuser registriert, ist der Studie zu entnehmen. «Sowohl Immobilien- als auch Bodenpreise sind hier deutlich tiefer als in den dichter besiedelten Gebieten der Schweiz», erklären die Studienverfasser. «Und noch ist geeignetes Bauland verhältnismässig gut zu bekommen.»

In weiten Teilen des Toggenburgs sind Einfamilienhäuser für unter 900000 Franken zu erstehen. Nur in Wildhaus-Alt St.Johann müssen Käufer mit einem Preis von über 1050000 Franken rechnen. Allerdings zählt die SGKB die Gemeinden Kirchberg und Lütisburg nicht zur Region Toggenburg. Die Preisentwicklung liegt denn auch deutlich hinter jener des ganzen Kantons St. Gallen. Im ersten Quartal des laufenden Jahres kostete ein Einfamilienhaus im Toggenburg rund 44 Prozent mehr als noch 2008. Im Kanton liegt dieser Wert bei rund 52 Prozent. Auch bei den Eigentumswohnungen ist die Preisentwicklung ähnlich. Während eine solche im Toggenburg rund 32 Prozent mehr kostet als noch 2008, sind es im ganzen Kanton rund 47 Prozent mehr.

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