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Im Toggenburg wird so viel geheiratet wie seit 24 Jahren nicht mehr

Auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden im vergangenen Jahr über fünf Ehen geschlossen. Das gabs letztmals im Jahr 1994.
Ruben Schönenberger
Mehr als fünf Hochzeiten auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden letztes Jahr im Toggenburg verzeichnet.Symbolbild: Carlo Buttinoni

Mehr als fünf Hochzeiten auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden letztes Jahr im Toggenburg verzeichnet.Symbolbild: Carlo Buttinoni

Das gab es seit 1994 nicht mehr: Im Toggenburg wurden im vergangenen Jahr mehr als fünf Hochzeiten pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das verraten die neusten Zahlen der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen.

Von den 247 Trauungen fanden fast die Hälfte in den Gemeinden Kirchberg (43), Wattwil (42) und Bütschwil-Ganterschwil (33) statt. Relativ zur Bevölkerungszahl liegt jedoch das Neckertal mit 7,7 pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner an der Spitze im Vergleich der Toggenburger Gemeinden. Auch kantonsweit ist das ein Spitzenwert. Nur in Tübach ist diese Zahl mit 9 noch grösser.

In vielen Gemeinden des Thur- und Neckertals wird allerdings deutlich weniger geheiratet. Acht der zwölf Gemeinden liegen unter dem kantonsweiten Wert von 5,2 Trauungen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. Am wenigsten geheiratet wird in Mosnang. Nur 2,4 Eheschliessungen werden dort auf 1000 Einwohner verzeichnet. Das ist der viertletzte Platz im Kanton. Dahinter liegen nur Waldkirch (2,3), Niederbüren (2) und Muolen (0,8).

Hochzeiten und Scheidungen im Wahlkreis Toggenburg

Anzahl pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner
Hochzeiten
Scheidungen
198219831984198519861987198819891990199119921993199419951996199719981999200020012002200320042005200620072008200920102011201220132014201520162017201802468

Geschieden wird im 
Toggenburg nur selten

Böse Zungen mögen behaupten, dass eine höhere Heiratsrate zu einer Steigerung bei den Scheidungszahlen führen dürfte. Eine Aussage darauf lässt sich aus der Statistik kaum ziehen, ein entsprechender Effekt würde – wenn überhaupt – erst mit einigen Jahren Verspätung eintreffen. Was sich aktuell sagen lässt: In keinem anderen Wahlkreis des Kantons St. Gallen wurden 2018 weniger Ehen geschieden als im Toggenburg. Das geschah nur gerade in 1,4 Fällen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. So tief war die Zahl zuletzt 2002 und 2000, tiefer letztmals 1994.

Zum aktuellen Resultat beigetragen hat insbesondere Hemberg, wo keine einzige Scheidung registriert wurde. Aber auch in Wattwil, Wildhaus-Alt St. Johann und Mosnang war es weniger als eine Scheidung auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Am anderen Ende der Toggenburger Skala befindet sich Lichtensteig (2,7). Nur in Rheineck (2,9) und Berg (3,6) war diese Zahl grösser. Kantonsweit wurden 1,8 Scheidungen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner registriert.

Am meisten Todesfälle 
im Kanton

Während das Toggenburg bei den Scheidungen am unteren Tabellenende liegt, zeigt sich das Bild bei den Todesfällen umgekehrt. 8,5 Verstorbene kamen 2018 auf 1000 Toggenburgerinnen und Toggenburger. So viele waren es in keinem anderen Wahlkreis. Tiefer lag der Wert letztmals 2007 (8,2). Im ganzen Kanton liegt die Zahl bei 7,7.

Unter den Toggenburger Gemeinden auffallend sind Nesslau, das die kantonsweite Tabelle mit 13,9 Todesfällen auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner anführt, sowie Ebnat-Kappel, das mit 10,8 auf Platz 3 zu liegen kommt. Am anderen Ende liegt Oberhelfenschwil, wo nur 3,2 Todesfälle auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner verzeichnet wurden. Nur in Untereggen (2,8) waren es im Kanton St. Gallen weniger.

Geburten und Todesfälle im Wahlkreis Toggenburg

Anzahl pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner
Geburten
Todesfälle
1982198319841985198619871988198919901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009201020112012201320142015201620172018null05101520

Bütschwil-Ganterschwil
 ist fortpflanzungsfreudig

Bei den Geburten schliesslich liegt der Wahlkreis Toggenburg im Mittel. Die 10,7 Neugeborenen auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner entsprechen fast genau der kantonsweiten Zahl von 10,6. Auch im Mehrjahresvergleich stellt diese Zahl keine Ausnahme dar. Trotzdem lässt sich auch hier etwas Bemerkenswertes feststellen: Nirgendwo sonst im Kanton gab es so viele Neugeborene wie in Bütschwil-Ganterschwil. Gleich 15,8 neue Einwohnerinnen und Einwohner durfte die Gemeinde auf 1000 bestehende ausweisen. Am wenigsten Neugeborene gab es in Lichtensteig (5,9). Auch kantonsweit ist das fast die kleinste Zahl. Nur in Untereggen war sie noch tiefer (5,6).

Wie bei allen Statistiken gilt auch hier: Je kleiner die Gemeinde, desto mehr Vorsicht ist bei der Interpretation der Daten geboten.

Geburten, Todesfälle, Hochzeiten und Scheidungen in den Toggenburger Gemeinden

Anzahl pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner
Geburten Todesfälle Hochzeiten Scheidungen
Kanton St.Gallen 10,6 7.7 5.2 1.8
Wildhaus-Alt St. Johann 8,3 9.8 7.2 0.8
Nesslau 12,5 13.9 5. 2.5
Ebnat-Kappel 10,6 10.8 4.8 1.4
Hemberg 9,9 6.6 4.4 0.
Wattwil 9,7 9.1 4.8 0.9
Lichtensteig 5,9 8. 6.4 2.7
Neckertal 7,2 8.7 7.7 1.5
Oberhelfenschwil 13,4 3.2 4.7 1.6
Bütschwil-Ganterschwil 15,8 6.9 6.9 2.1
Mosnang 9,7 5.6 2.4 0.7
Lütisburg 13,4 6.4 5.1 1.3
Kirchberg 10,9 7.2 4.8 1.3
Todesfälle

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