Im Toggenburg können Geschäfte nun über einen gemeinsamen Onlineshop ihre Waren an die Kundschaft bringen

Viele Ladengeschäfte bleiben wegen der Coronakrise geschlossen. Nun kann man über die Website www.toggenburgshop.ch Waren bequem von zu Hause aus bestellen

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Für die Produktverteilung richtet der Verein vorerst in der Lichtensteiger Kalberhalle und im alten Raiffeisengebäude in Neu St.Johann zentrale Standorte für die Feinverteilung ein.

Für die Produktverteilung richtet der Verein vorerst in der Lichtensteiger Kalberhalle und im alten Raiffeisengebäude in Neu St.Johann zentrale Standorte für die Feinverteilung ein.

Bild: Urs M. Hemm

«Als die Regierung verfügte, dass nur noch Läden der Grundversorgung geöffnet haben dürfen, mussten wir handeln», so Mathias Müller. Der Kantonsrat und Stadtpräsident von Lichtensteig ist eines der Gründungsmitglieder des Vereins Toggenburg digiTal, heisst es in der verschickten Medienmitteilung.

In einem ersten Schritt konzentriert sich das Projekt auf diejenigen Ladengeschäfte, die auf Grund der Coronakrise geschlossen werden mussten. Dazu startet die Plattform im Testbetrieb, um erste Erfahrungen zu sammeln. Zukünftig sollen Läden ihre Produkte erfassen, der Verein sich um Zahlungsabwicklung, Logistik und Auslieferung kümmern. «Es ist eine Chance für Kleinbetriebe», sagt Müller.

Kundschaft kann wie gewohnt einkaufen

Für die Geschäfte entfällt der Aufwand, selbst einen Onlineshop mit Lieferkette zu betreiben. Und umgekehrt erhält die Bevölkerung die Möglichkeit, lokal einzukaufen, statt auf die Angebote der Grossverteiler ausweichen zu müssen. «Nun müssen möglichst alle Ladenbesitzer mit an Boot geholt werden», sagt Müller.

Entstanden ist die Idee auf Initiative von Ivan Louis, Adrian Brügger und Mathias Müller. Ein siebenköpfiges, ehrenamtliches Projektteam arbeitet laut Müller unter Hochdruck an der Lancierung des Onlineshops.

Keine Zusatzkosten für die Kunden

Mit den grösseren Anbietern, die bereits eigene Lieferdienste betreiben, sei der Verein in Kontakt, ebenso mit Geschäften, die weiterhin geöffnet haben dürfen. Neben Lebensmitteln wie Fleisch, Brot und Milch sollen auch Geschenkartikel, Gutscheine, Haushaltsartikel, Spielzeug, Blumen oder Kleidung das digitale Angebot ausmachen.

Finanziert wird das Projekt durch Spenden und Umsatzentschädigungen, für die Kunden sollen keine Zusatzkosten entstehen. Für die Produktverteilung richtet der Verein vorerst in der Lichtensteiger Kalberhalle und im alten Raiffeisengebäude in Neu St.Johann zentrale Standorte für die Feinverteilung ein. (pd/lis)

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