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«Momentan haben wir genug Arbeit, manchmal sogar fast zu viel»

Der Präsident der Arbeitgebervereinigung (ART), Philippe Schiess, zeichnet ein recht positives Bild der Konjunktur im Tal.
Martin Knoepfel
Philippe Schiess, Präsident der ART. (Bild: Ruben Schönenberger)

Philippe Schiess, Präsident der ART. (Bild: Ruben Schönenberger)

Philippe Schiess, wie würden Sie die Lage der Industrie im Toggenburg beschreiben?

Im Moment haben wir genug Arbeit, manchmal sogar fast zu viel, sodass wir Mühe bekommen, alle Aufträge rechtzeitig abzuwickeln. Das ist auch eine Herausforderung, aber eine schöne Herausforderung.

Der Euro ist wieder auf dem Stand vor dem Frankenschock. Wie sehr half das?

Die Erholung des Euro hat uns geholfen. Dennoch ist der Eurokurs noch zu tief. Er sollte bei 1.40 Franken liegen. Man darf nicht euphorisch werden. Ich erwarte nicht, dass der Euro in absehbarer Zeit so stark werden wird, wie er eigentlich sein sollte.

Welche Branchen laufen gut?

Am besten kenne ich die Metallindustrie. Wir haben wie schon gesagt genug Arbeit, aber die Margen sind noch zu tief. Wie es in der Lebensmittelindustrie läuft, weiss ich nicht. Im Tourismus ist eine gewisse Erholung feststellbar. Zur Lage der Landwirtschaft kann ich nichts sagen.

Wie weit nützen die Umfahrungen Bütschwil und Wattwil 2. Etappe der Wirtschaft?

Es ist schön, dass sie gebaut werden, aber sie werden die Attraktivität nicht massiv steigern. Für den Tourismus sind diese Strassen ein Riesenvorteil. Man wird nach der Fertigstellung viel rascher im Obertoggenburg sein als heute. Für einen Betrieb der Metallindustrie spielt es keine Rolle, ob er eine Viertelstunde einspart, wenn er nach Deutschland liefert. Für die Lebensmittelindustrie werden die beiden Umfahrungen sicher ein Vorteil sein. Die Lebensmittelindustrie wird dank ihnen nicht nur rascher, sondern auch berechenbarer liefern können.

Die «Region Toggenburg» hat in den letzten Jahren eine Imagekampagne fürs Toggenburg als Wohn- und Arbeitsort geführt. Wie weit hat dies der Wirtschaft geholfen, Fachkräfte davon zu überzeugen, eine Stelle im Tal anzunehmen?

Ich kann nicht sagen, ob diese Kampagne etwas gebracht hat. Wir finden heute noch genügend Fachkräfte, die bereit sind, ins Toggenburg zu kommen, aber es wird zunehmen schwieriger. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Es führt nichts daran vorbei, dass wir selber die nötigen Fachleute ausbilden müssen.

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