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Im Kirchberger Sonnegrund haben neu zwei Frauen das Sagen

Seit dem 1. Juni tragen Betriebsleiterin Martha Storchenegger und die Leiterin für Betreuung und Pflege, Daniela Mauron, die Verantwortung im Haus für Betagte.
Beat Lanzendorfer
Sie sind seit dem 1. Juni für die Führung im Sonnegrund, Haus für Betagte, zuständig. Rechts Betriebsleiterin Martha Storchenegger. Links Daniela Mauron, Leiterin Betreuung und Pflege. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Sie sind seit dem 1. Juni für die Führung im Sonnegrund, Haus für Betagte, zuständig. Rechts Betriebsleiterin Martha Storchenegger. Links Daniela Mauron, Leiterin Betreuung und Pflege. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Auf Christof Gisler folgt Martha Storchenegger. Nach sechsjähriger Tätigkeit als Betriebsleiter hat sich Christof Gisler entschieden, den Sonnegrund zu verlassen und eine neue Herausforderung anzunehmen. Für ihn hat Martha Storchenegger am 1. Juni die Betriebsleitung übernommen.

Sie nahm seit September 2018 als Leiterin Betreuung und Pflege bereits die Stellvertretung des Betriebsleiters wahr. Nach ihrer Wahl zur Betriebsleiterin hat die Betriebskommission Daniela Mauron zur neuen Leiterin Betreuung und Pflege gewählt.

Offener und kooperativer Führungsstil

Der Tag des Gesprächs passt gut zum Namen des Hauses. Er war strahlend schön mit blauem Himmel und Temperaturen knapp unter der 30-Grad-Marke. Jene Bewohnenden, die sich im Freien aufhielten, hatten sich einen Schattenplatz gesucht. Auch die vier Frauen, die im Garten unter einem schützenden Sonnenschirm einen Jass klopften. Ihre Stimmung war aufgeräumt, genauso wie die der neuen Betriebsleiterin.

Bei ihr war im Gespräch schon nach wenigen Augenblicken zu spüren, dass sie sich auf ihre neue Aufgabe freut. Sie pflege wie ihr Vorgänger einen offenen und kooperativen Führungsstil, bei dem die Hierarchien nicht so entscheidend seien. «Ich lege Wert auf ein gutes Miteinander und möchte als partnerschaftlich wahrgenommen werden.»

Die kommenden Aufgaben im Pflegebereich geht sie offen und im Bewusstsein von Veränderungen an. «Es wird in Zukunft neue Wohnformen geben müssen. Die Ansprüche der Bewohnenden verändern sich und werden grösser. Wie wir diese Bedürfnisse abdecken können, wird die Zukunft weisen», sagt Martha Storchenegger.

Mit der angefangenen Umstellung vom Zweibett- auf Einzelzimmer hat die Zukunft im Sonnegrund schon Einzug gehalten. Weitere bauliche Massnahmen dürften folgen. Die Entscheidung darüber liegt beim Gemeinderat, denn der Sonnegrund befindet sich im Besitz der politischen Gemeinde.

Von der Kantonsrätin zur Leiterin des Sonnegrund

Einer breiten Öffentlichkeit dürfte Martha Storchenegger, die vor ihrem Wechsel in den Sonnegrund im Bütschwiler Solino als Abteilungsleiterin arbeitete, als langjährige CVP-Kantonsrätin bekannt sein. Die 55-Jährige wohnt mit ihrem Ehemann in Jonschwil. Aus dem Pflegebereich bringt sie eine jahrzehntelange Führungserfahrung mit. So war sie unter anderem während 20 Jahren bei den Spitex-Diensten Wil und Umgebung, davon acht Jahre als Geschäftsleiterin.

Während der letzten sechs Jahre war sie Co-Präsidentin OdA GS, Organisation der Arbeitswelt für Gesundheits- und Sozialberufe SG AR AI FL. Die Präsidentin der CVP-Frauen des Kantons St.Gallen steht im Winter gerne auf den Skiern und ist bei wärmeren Temperaturen oft auf dem Velo unterwegs – zudem ist sie eine leidenschaftliche Köchin.

Kennt sie die Gemeinde, in der sie seit September arbeitet? «Selbstverständlich, ich bin in Lütisburg aufgewachsen und habe die Sekundarschule in Bazenheid besucht. Und mein jetziger Wohnort ist ja nur durch die Thur von der Gemeinde Kirchberg getrennt.»

Der Mensch steht im Vordergrund

Ein derart grosses Wissen über die Gemeinde, in der sie arbeitet, bringt Daniela Mauron noch nicht mit. Sie wohnt mit ihrem Ehemann in Lutzenburg, einen knappen Steinwurf von St. Margrethen entfernt. «Das Dorf gehört aber zu Appenzell Ausserrhoden, unser Haus steht praktisch auf der Kantonsgrenze», sagt sie lachend.

Die gebürtige Schwäbin, «ich bin in der Nähe von Ulm aufgewachsen», ist diplomierte Pflegefachfrau. Sie wohnt seit 24 Jahren in der Schweiz und bringt eine langjährige Berufserfahrung mit. Im Weiteren ist sie seit mehreren Jahren Fachexpertin bei der schon oben erwähnten OdA GS und seit Januar 2019 Verwaltungsrätin zweier Altersheime in Neuhausen am Rheinfall.

Weshalb nimmt die 45-Jährige einen relativ langen Anfahrtsweg in Kauf, um ihr Wissen als Leiterin Betreuung und Pflege dem Sonnegrund zur Verfügung zu stellen? «Ich habe vorher in einem privat organisierten und börsenkotierten Unternehmen gearbeitet, in dem eine Gewinnoptimierung das Geschehen prägte. Der Sonnegrund befindet sich im Gemeindebesitz. Ich bin sicher, hier steht der Mensch mehr im Vordergrund», erklärt Daniela Mauron abschliessend.

Mehr Informationen zum Sonnegrund gibt es hier.

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