Im Dorf ist wieder Ruhe eingekehrt – Die Genossenschaft Dorftreff Dicken gewinnt an Akzeptanz

Die Genossenschaft Dorftreff Dicken hat kürzlich die Mehrzweckanlage rechtlich übernommen. Somit können anstehende Sanierungsarbeiten in Angriff genommen werden.

Urs M. Hemm
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Die Mehrzweckanlage samt Aussenbereich soll Vereinen und Dorfbewohnern jederzeit zur Verfügung stehen.

Die Mehrzweckanlage samt Aussenbereich soll Vereinen und Dorfbewohnern jederzeit zur Verfügung stehen.

Bild: Urs M. Hemm

Nachdem die Mitglieder der Dorfkorporation mit 70 zu 33 Stimmen der Übernahme der Mehrzweckanlage Dicken durch die Genossenschaft Dorftreff Dicken zugestimmt haben, ist grösstenteils wieder etwas Ruhe im Dorf eingekehrt. «Natürlich hätten wir uns eine breitere Unterstützung erhofft», sagt Manuela Mutti, Präsidentin der Genossenschaft.

«Dennoch wissen wir die grosse Mehrheit hinter uns, was sich darin zeigt, dass bereits Anteilsscheine für mehr als 34 000 Franken gezeichnet wurden.»
Manuela Mutti, Präsidentin Genossenschaft Dorftreff Dicken.

Manuela Mutti, Präsidentin Genossenschaft Dorftreff Dicken.

Bild: Urs M. Hemm

Die Anteilsscheine wurden teils online, teils direkt an Veranstaltungen gezeichnet. «So waren wir beispielsweise an der Hauptversammlung der Dickler Gugge, an der wir die Genossenschaft und deren Ziele vorstellen konnten. Dort haben wir die Gelegenheit benutzt und Formulare aufgelegt, ein Service der anhand der gezeichneten Anteilsscheine offenbar geschätzt wurde», sagt Manuela Mutti.

Sie ist davon überzeugt, so die Genossenschaft auf eine gesunde finanzielle Basis stellen und die Nutzung der Mehrzweckanlage für die Vereine und die übrigen Dorfbewohner sichern zu können.

Wohnung und alle Zimmer vermietet

Das Investieren in eine Genossenschaft habe zu Zeiten von Corona nicht unbedingt Vorrang. «Die Anteilscheine im Wert von 200 Franken sind zwar unter normalen Umständen sicherlich nicht zu hoch angesetzt. In einer Situation, in der einige aber um ihre Arbeitsstelle fürchten müssen oder wegen Kurzarbeit nur einen Teil ihres Lohns bekommen, sind 200 Franken ein Betrag, bei welchem man es sich zweimal überlegt, ob man diesen ausgibt oder nicht», ist sich Manuela Mutti bewusst.

Deshalb freue sie sich umso mehr, dass auch während der vergangenen Wochen zahlreiche Scheine gezeichnet worden seien, so dass die Finanzierung auf sehr gutem Weg und im Plan sei.

Neben der Beschaffung des Genossenschaftskapitals hatte in den vergangenen Wochen die Instandsetzung und Vermietung der Wohnung oberste Priorität. Manuel Mutti sagt:

«Es mussten Maler- und Schreinerarbeiten gemacht und die sanitären Anlagen auf Vordermann gebracht werden, was bei fünf Zimmern und einem Studio bereits Kosten in fünfstelliger Höhe bedeuten.»

All diese Arbeiten hätten zeitnah erledigt werden müssen, weil die Wohnung per 1. August neu vermietet werden konnte.

Neue Mieter wurden auch bereits wieder übergangslos per 1. September für das ehemalige Handarbeitszimmer gefunden, das per Ende August gekündigt wurde. «Uns ist wichtig, dass wir zu keiner Zeit einen Leerstand haben, denn die Mieten sind ein wichtiger Bestandteil der Gesamteinnahmen», sagt Manuela Mutti.

Unterhaltsarbeiten in Angriff nehmen

Dank guter Vorbereitung und einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Vertretern der Dorfkorporation Dicken – namentlich mit deren Präsidenten Rolf Gämperle und mit Aktuar Robert Signer – konnte vor kurzem die Übernahme der Mehrzweckanlage durch die Genossenschaft Dorftreff Dicken von der Dorfkorporation Dicken verschrieben werden. Das heisst, das Geschäft wurde auf dem Grundbuchamt notariell beurkundet. Manuel Mutti versichert:

«Die Voraussetzungen bezüglich Nutzung, Vermietung, Verwaltung und Unterhaltsverpflichtungen der Liegenschaft ändern sich damit nicht.»

Das bedeute ausdrücklich, dass die Dickler Bevölkerung auch jederzeit Zugang zu den Aussenanlagen, sprich Fussballplatz und Spielplatz, hat. Die Genossenschaft konnte dank der Dorfkorporation Dicken auch die bestehenden Konditionen in Bezug auf die Hypothek übernehmen.

Die Ziele für die kommenden Wochen sind klar: «Zum einen wollen wir noch möglichst viele Dickler, ehemalige Dickler, Vereinsmitglieder und Personen, welche mit dem Dicken verbunden sind, von unserer Genossenschaft überzeugen. Zum anderen hoffen wir alle, dass es die Situation bald wieder zulässt, tolle Feste in unserer Halle zu feiern.»