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Verein Lebenswertes oberstes Toggenburg (LoT) stellt sich in den Dienst der «kleinen Schönheiten»

Die Mitglieder des Vereins LoT (Lebenswertes oberstes Toggenburg) wollen sich weiterhin für ihre Umgebung engagieren. Mit der Wahl eines neuen Vorstands unter Präsident Robert Jörin wurden die Weichen gestellt.
Adi Lippuner
Dorothea Wenk sowie die neu gewählten Rahel Kaiser, Robert Jörin (Präsident) und Barbara Zanettin (von links) bilden den Vorstand des Vereins Lebenswertes oberstes Toggenburg (LoT). (Bild: Adi Lippuner)

Dorothea Wenk sowie die neu gewählten Rahel Kaiser, Robert Jörin (Präsident) und Barbara Zanettin (von links) bilden den Vorstand des Vereins Lebenswertes oberstes Toggenburg (LoT). (Bild: Adi Lippuner)

Bei vier Vakanzen in einem Vereinsvorstand ist die Ausgangsposition für die Verantwortlichen nicht ganz einfach. Dies war den Mitgliedern des LoT im Vorfeld der Hauptversammlung, welche am Freitagabend im «Rössli» in Alt St.Johann durchgeführt wurde, klar.

Doch weshalb eigentlich die vier Vakanzen? Präsident Hans Mühlestein muss sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen, die Vizepräsidentin, Helena Schärer, verstarb im Sommer 2018, Beisitzer Hansruedi Ammann gab sein Amt altershalber auf und die Aktuarin, Eva Anderegg wollte sich durch den Rücktritt entlasten.

Auch Kassierin Dorothea Wenk äusserte Rücktrittsabsichten, stellte sich aber, mit Blick auf die aktuelle Situation, für eine weitere Amtsdauer von zwei Jahren zur Verfügung. Mit Robert Jörin konnte eine engagierte Person als Präsident gewonnen werden. Der Agronom kehrte vor zwei Jahren in seine Heimat zurück, nachdem er aus beruflichen Gründen in der Region Zürich lebte.

«Allerdings wird mein Präsidium nur für eine befristete Zeit sein, denn als 67-jähriger werde ich die Aufgabe gerne jüngeren Kräften überlassen.»

Ebenfalls für den Vorstand zur Verfügung gestellt haben sich Barbara Zanettin und Rahel Kaiser, beide Unterwasser. Ein Sitz bleibt vakant, denn gemäss Statuten soll der Vereinsvorstand aus mindestens fünf Personen bestehen.

Neophyten bekämpfen und beobachten

Bereits vor einem Jahr begann Hans Mühlestein mit dem Projekt zur Bekämpfung der Neophyten. Dies sind invasive, gebietsfremde Pflanzen, die der einheimischen Flora den Lebensraum streitig machen und deshalb bekämpft werden müssen. Die Neophyten werden in zwei Gruppen eingeteilt: die einfach zu bekämpfenden und die problematisch-gefährlichen.

Die Mitglieder des LoT kümmern sich, nach Instruktion durch Fachleute, um Pflanzen, die einfach zu bekämpfen sind. Dazu gehört das drüsige Springkraut, welches sich entlang von Gewässern stark ausbreitet. Der Bestand soll aber nicht nur bekämpft, sondern auch ganz genau beobachtet werden, wie Robert Jörin betonte.

Für August (Mittwoch 7., Samstag 10. und Mittwoch 14.) sind in den drei zur Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann gehörenden Dörfern Einsätze geplant. Gearbeitet wird entlang der Simmi und der Thur auf verschiedenen Abschnitten. Details zu diesen Arbeitstagen, bei denen freiwillige Helfer willkommen sind, werden auf der Website www.verein-lot.ch veröffentlicht.

Jeder kann in seinem Umfeld etwas tun

Susanne Roth, im Jahr 1985 eine der Gründungsmitglieder, äusserte ihre Freude nach der Wahl des neuen Vorstandes. «Nebst der Bekämpfung der Neophyten sollte dem Erhalt der Biodiversität Aufmerksamkeit geschenkt werden. Jeder von uns kann, auch im eigenen Umfeld, viel für die Natur tun.» Zudem gelte es, auch bei öffentlichen Bauten rechtzeitig mit den Verantwortlichen Kontakt aufzunehmen, um sich für eine natürliche Umgebungsgestaltung einzusetzen.

Dass die Anliegen des LoT bei der Bevölkerung ankommen, bewies die grosse Beteiligung an der Versammlung, welche von Dorothea Wenk, als Stellvertreterin von Hans Mühlestein, geleitet wurde. Am Freitagabend konnten sieben Neumitglieder willkommen geheissen werden. «Ein Beweis, dass das Anliegen für ein lebenswertes oberstes Toggenburg heute noch genau so aktuell sind wie bei der Gründung vor 34 Jahren,» so der neu gewählte Präsident Robert Jörin.

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