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Serie

Advents-Serie – Folge 8: «Ich kannte Weihnachten nicht, bevor ich in die Schweiz kam»

Verschiedene Traditionen prägen die Advents- und Weihnachtszeit. Doch nicht in jedem Land und in jeder Familie wird auf die gleiche Weise gefeiert. Im Rahmen dieser Serie erzählen Menschen aus aller Welt ihre persönliche Weihnachtsgeschichte. In dieser Folge ist es Xiaohua Erni-Zhang. Sie kam vor 23 Jahren aus China in die Schweiz.
Martin Knoepfel
Für Marcel und Xiaohua Erni-Zhang steht an Weihnachten die Familie im Mittelpunkt. (Bild: Martin Knoepfel)

Für Marcel und Xiaohua Erni-Zhang steht an Weihnachten die Familie im Mittelpunkt. (Bild: Martin Knoepfel)

Marcel Erni ist 52 Jahre alt. Er war früher als Kantonsschullehrer tätig sowie für den Schweizer Volleyballverband Tätig. Seit 1998 ist er Sportlehrer am Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg in Wattwil. Er ist zudem Trainer von Volley Toggenburg. Er lebt seit 1998 in Lichtensteig. Marcel und Xiaohua Erni-Zhang sind verheiratet und haben zwei Kinder. Xiaohua Erni-Zhang ist 49 Jahre alt. Sie ist Hausfrau und Trainerin bei Volley Toggenburg. Sie kam vor 23 Jahren aus China in die Schweiz. Sie war professionelle Volleyballerin und Mitglied der chinesischen Nationalmannschaft. 1998 und 1999 gewann sie mit dem Team von Wattwil die Schweizer Meisterschaft.

Das chinesische Neujahr ist als Fest viel wichtiger

Er: In Hong-Kong – früher eine britische Kronkolonie – und in Macao
– einem ehemals portugiesischen Gebiet – ist Weihnachten ein offizieller Feiertag, in China nicht. Es gibt fast keine christliche Tradition in China. Die Christen machen bloss zwischen zwei und fünf Prozent der gesamten Bevölkerung aus. Sie feiern Weihnachten und kennen die Bedeutung dieses Fests. Ausserhalb der christlichen Gemeinden wissen nur wenige Chinesen, wofür Weihnachten steht.

Sie: Ich kannte Weihnachten nicht, bevor ich vor 23 Jahren in die Schweiz kam. Als ich noch in China war, habe ich dieses Fest nie gefeiert. Das chinesische Neujahr ist als Fest viel wichtiger. Viele Angestellte haben ums chinesische Neujahr Ferien. Das ist im Januar oder Februar. Bis dann bleiben die Weihnachtsdekorationen.

Viele Lichterketten stammen aus China

Er: In den grossen Städten sind die Einkaufszentren vor Weihnachten festlich dekoriert. Die Dekorationen sind sehr aufwendig. Man sieht auch Weihnachtsmänner, nach amerikanischem Vorbild «Santa Claus» genannt. Sie werden von den Einkaufszentren engagiert.

Sie: In den grossen Städten leben auch viele Ausländer, die Weihnachten feiern. Grosse Firmen organisieren Anlässe für ihre Angestellten.

Er: Viele der Weihnachtsdekorationen, Lichterketten oder die roten Mützen, die man hier kaufen kann, stammen aus China.

Sie: Der amerikanische Einfluss auf die Gestaltung von Weihnachten
ist stark. In den Einkaufszentren sieht man – meist künstliche – Christbäume, und Chöre werden engagiert, um Weihnachtslieder wie etwa «Jingle Bells» oder «White Christmas» zu singen.

Weihnachten ist ein sehr kommerzielles Fest

Er: In China stehen der Valentinstag und der 7. Juli für Beziehungen und für die Familie. Die Jungen nutzen diese Tag für romantische Treffen, für das Zusammensein mit der Familie, für Parties und für ein gutes Essen. Weihnachten ist in China wie ein dritter Valentinstag.

Sie: Weihnachten in meinem Heimatland China ist ein sehr kommerzielles Fest. Es ist vor allem für Verkaufsgeschäfte ein wichtiges Datum. Viele Einkaufszentren haben an Weihnachten länger offen als das sonst üblich ist.

Es gibt Rindstatar als Vorspeise

Er: Wir feiern Weihnachten auf traditionelle Weise mit einem Weihnachtsbaum und Geschenken. Die Kinder spielen Klavier. Unsere Tochter sang einmal als Mitglied eines Chors in der Tonhalle in St.Gallen Weihnachtslieder. Wir hören immer die CD dieses Konzerts. Für uns ist Weihnachten die einzige ruhige Zeit im Jahr. Bis kurz vor Weihnachten läuft der Meisterschaftsbetrieb im Volleyball, dieses Jahr bis am
22. Dezember. Schon bald nach Neujahr, diesmal am 5. Januar, geht es weiter. Dann bin ich sehr engagiert mit Trainings und Spielen. Zwischen Weihnachten und Neujahr wird der Trainingsbetrieb zurückgefahren.

Sie: Chinesische Weihnachtslieder gibt es keine.

Er: Ich bin Mitglied eines Kochclubs. Ich koche jeweils für Weihnachten ein passendes Essen. Ich habe Weihnachtsgans gekocht oder Schinken, auch schon «Fondue Chinoise». Wir haben aber kein fixes Weihnachtsmenü. Traditionell bereite ich Rindstatar als Vorspeise zu. In der Adventszeit besuchen wir gerne Weihnachtsmärkte in der Region oder in Basel, St. Gallen, Konstanz und Zürich.

Sie: Vor drei Jahren besuchte uns meine Nichte mit ihren Mann. Sie waren auf der Hochzeitsreise. Da haben wir den beiden Weihnachtsmärkte im Elsass, in Mühlhausen und in Strassburg, gezeigt.

Alle Teile der Advents-Serie finden Sie hier

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