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Hybridbau fürs Pflegeheim Wier in Ebnat-Kappel – Eröffnung für 2023 geplant

Statt eines reinen Massivbaus soll das Ebnat-Kappler Pflegeheim nun als Massiv- und Holzbau errichtet werden. Die Gemeinde Ebnat-Kappel informierte am Donnerstag über den aktuellen Stand des Neubaus.
Sascha Erni
So soll das neue Ebnat-Kappler Pflegeheim Wier aussehen. (Bild: Sascha Erni)

So soll das neue Ebnat-Kappler Pflegeheim Wier aussehen. (Bild: Sascha Erni)

75 Interessierte fanden sich am Donnerstagabend im Pflegeheim Wier, Ebnat-Kappel, ein, um mehr über den aktuellen Stand des Neubau-Projekts zu erfahren. Am 21. Januar 2017 hatte das Stimmvolk einen Kredit über 38 Millionen Franken für den Neubau des Pflegeheims angenommen. Am 22. August 2018 wurde das Vorprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nun präsentierten Gemeindepräsident Christian Spoerlé, Bau- und Liegenschaftsverwalter Hans Looser, Architektin Lenka Dobis und Projektleiter Philipp Bleichenbacher das optimierte Bauprojekt. «Wir sind noch ganz fest in der Planungsphase», eröffnete Christian Spoerlé den Informationsanlass. «Aber falls nach dieser Veranstaltung noch Fragen offen sein sollten, ist das ein Auftrag an uns, nachzubessern.» Viele Fragen standen im Anschluss an die gut 30-minütige Präsentation nicht mehr im Raum, so dass die Informationsveranstaltung nach bereits einer Stunde schloss.

Warmes Holz statt Spitalstimmung

Lenka Dobis erklärte in ihrer Präsentation die Anpassungen, welche die Büros «Dobis Architekten» und «zach + zünd Architekten» gegenüber dem vor einem Jahr vorgestellten Vorprojekt angegangen sind. Es habe noch immer der Grundsatz gegolten, dass der Neubau sich möglichst einfühlsam in die Landschaft einbetten muss. Es seien aber Optimierungen nötig gewesen, auch aus Kostengründen. «Aber bei keiner einzigen Optimierung mussten wir sagen: Das ist jetzt aber schade», sagte Lenka Dobis. Unterm Strich habe das Gesamtprojekt davon profitiert.

75 Interessenten diskutierten den geplanten Neubau. (Bild: Sascha Erni)

75 Interessenten diskutierten den geplanten Neubau. (Bild: Sascha Erni)

Die grösste Anpassung gegenüber dem Vorprojekt war die Entscheidung, auf einen Hybridbau zu setzen, eine Kombination aus Holz- und Massivbau. «Diese Bauform hat sich als gleichwertig zu einem reinen Massivbau herausgestellt», sagte die Architektin. Untergeschoss und Erdgeschoss sollen in Betonguss entstehen, die drei Obergeschosse mit den Bewohnerzimmern und öffentlichen Nutzräumen im Holzbau. «Wir profitieren auch farblich von der Hybridbauweise», sagte Lenka Dobis. Denn durch das warme Holz entstehe keine Spitalatmosphäre, sondern ein Raum, in dem man sich wohl fühlt. Geplant sind auch eine Tiefgarage mit 34 Parkplätzen und einen Schutzraum.

Gelände als Herausforderung

Gemeinderat Hans Looser stellte die dazu gehörige Erschliessung vor. Die Gemeinde möchte eine neue Zufahrtsstrasse zwischen Hüslibergstrasse und dem Neubau erstellen. Deren vorgesehene Lage sei einerseits der geplanten Tiefgarage im Wier geschuldet, andererseits der Sicherheit: «Die Vorprüfung des Kantons hat ergeben, dass dies der sicherste Ort dafür ist», erklärte Hans Looser. Grund dafür seien die nötigen Sichtwinkel sowie das anspruchsvolle Gelände – durch das Gefälle und das Wiesenbächlein wären alternative Lagen für die Erschliessungsstrasse kaum vernünftig umzusetzen. Ergänzend soll der Wier- Weg verlegt und verbreitert werden, damit ein rollstuhlgängiger Fussweg zum Neubau entsteht.

Für das Neubauprojekt stünden also drei Verfahren an. Das Baugesuch, ein Teilstrassenplanverfahren für die Erschliessung des Areals und ein Wasserbauverfahren zur Öffnung des Wiesenbächleins, damit die Zufahrtsstrasse es überqueren kann, erläuterte Hans Looser. «Das Endziel für die Eröffnung wären die Sommerferien 2023», schloss Christian Spoerlé die Informationsveranstaltung.

Die Eingabe des Baugesuchs geschehe im Herbst, die nächste Informationsveranstaltung folge in rund einem halben bis dreiviertel Jahr. «Dann, wenn wir etwas zu berichten haben.»

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