Huser-Tennishallen waren «Made in Bazenheid» – heute ist das Geschäftsfeld um einiges vielseitiger

Die A. Huser Planung und Holzbau GmbH feiert am Samstag ihr 50-Jahr-Firmenjubiläum.

Beat Lanzendorfer
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Die Geschäftsführer Bruno (links) und Reto Huser mit Mutter Vreni, welche für die administrativen Bereiche des Holzbaubetriebs verantwortlich ist. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Geschäftsführer Bruno (links) und Reto Huser mit Mutter Vreni, welche für die administrativen Bereiche des Holzbaubetriebs verantwortlich ist. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Lange bevor Roger Federer, der Maestro des Welttennis, 1981 das Licht der Welt erblickte, spezialisierte sich der 1969 von August «Güst» Huser als A. Huser Holzbau gegründete Betrieb in Bazenheid auf den Bau von Tennishallen.

Die Frage, ob der heute zwanzigfache Grand-Slam-Sieger auch einmal in einer Huser-Tennishalle gespielt hat, konnte Bruno Huser, der heute zusammen mit seinem Bruder Reto den Betrieb als Geschäftsführer leitet, nicht beantworten.

Möglich wäre es: Tennishallen mit dem Vermerk «Made in Bazenheid» wurden in der ganzen Schweiz montiert. Die erste dieser Tennishallen stand in Wilen bei Wil. Nach deren Demontage, sie musste 2012 einer Wohnüberbauung weichen, steht sie heute in Tuggen und dient einem landwirtschaftlichen Betrieb als Scheune.

In fünf Jahrzehnten exakt 50 Lehrlinge ausgebildet

Längst haben Husers ihr Tätigkeitsgebiet erweitert. «Wir fertigen heute alles an, was man mit Holz ausführen kann», sagt Bruno Huser. Vom Holzelement-Einfamilienhaus, über Terrassenbeläge, Fassadensanierungen mit neuer Dämmung bis zu Bodenbelägen in Holz oder einem Estrichausbau mit neuen Dachfenstern. Der im Jahre 2013 verstorbene Firmengründer August «Güst» Huser legte von Beginn weg viel Wert auf die Ausbildung seiner Mitarbeiter.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten wurden exakt 50 Lehrlinge ausgebildet. «Zurzeit arbeiten im Unternehmen zwölf Angestellte. Acht Zimmerleute und ein Schreiner plus drei Lehrlinge», sagt Bruno Huser ergänzend. Zum Team gehört auch Mutter Vreni, die vor 50 Jahren mit Ehemann Güst die Firma ins Leben rief. Noch heute leitet sie den kaufmännischen Bereich.

War die Firma früher von St.Gallen bis Bern sowie von Basel bis ins Tessin tätig, werden heute in erster Linie Aufträge aus der Gemeinde Kirchberg sowie der grenznahen Region ausgeführt. «Weiter entfernte Aufträge werden selbstverständlich auch erledigt, wie einer aus dem Bündnerland», sagt Reto Huser. Im Jahr des Jubiläums bauen die beiden Geschäftsführer an der Zukunft und gründeten im Juli die Huser Immo und Plan GmbH. Diese sieht vor, Aufträge als Generalunternehmer auszuführen.

107 Mitarbeiter beschäftigt

Nun feiert der Holzbaubetrieb, der in seiner 50-jährigen Firmengeschichte rund 107 Mitarbeitende beschäftigte, darunter viele Angestellte, die dem Unternehmen die Treue hielten, am Samstag, 7. September, mit einem «Tag der offenen Tür» seinen Geburtstag. Zwischen 10 und 16 Uhr werden Betriebsrundgänge angeboten. Zudem erwartet die Besucherinnen und Besucher eine Festwirtschaft.

Mehr über den Holzbaubetrieb ist hier zu finden.

Zur Geschichte der Firma

1969 Gründung der A. Huser Holzbau in Lütisburg-Station, 1971 Verlegung der Betriebstätigkeit nach Bazenheid, 1974 Anbau einer Abbundhalle, 1986 Erweiterung der Abbundhalle, 1998 Büroerweiterung, 2009 Einbau einer CO2-armen Holzschnitzel-Feuerungsanlage, 2012 Gründung der A. Huser Planung und Holzbau GmbH mit Bruno, Reto und August Huser als Gesellschafter, 2015 Anschaffung eines neuen Holzhackers zur Entsorgung firmeninterner Holzabfälle, 2019 Neugründung der Firma Huser Immo + Plan GmbH. (bl)