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Hotelier im Obertoggenburg: Warum die Heimat eine entscheidene Rolle spielt

Für Roland Stump steht die Region im Obertoggenburg im Zentrum seines Wirkens. Kulinarisch, bei Aktivitäten für die Gäste des Hotels oder in der Freizeit.
Adi Lippuner
Hotelier Roland Stump begrüsst die Gäste in der Wirtsstube von Stump’s Alpenrose persönlich. Er ist überzeugter Gastgeber. (Bild: Mareycke Frehner)

Hotelier Roland Stump begrüsst die Gäste in der Wirtsstube von Stump’s Alpenrose persönlich. Er ist überzeugter Gastgeber. (Bild: Mareycke Frehner)

Geht es um die Lebensgeschichte von Roland Stump, spielt seine Heimat, Wildhaus und das oberste Toggenburg, eine wichtige Rolle. «Ich bin hier geboren und habe hier meinen Lebensmittelpunkt.» Der Hotelier von Stump’s Alpenrose ist nicht nur überzeugter Gastgeber und Touristiker, er macht sich auch für ein Miteinander in der Region stark. «Zusammen können wir viel erreichen», ist der 58-Jährige überzeugt. Deshalb gebe es für ihn auch keine Konkurrenten, sondern Mitbewerber und Partner.

Ein Unfall im Alter von zwölf Jahren hat Roland Stumps Leben stark geprägt. «Meine Hand geriet in die Schneeschleuder und es mussten über Jahre mehrere Operationen durchgeführt werden.» Um diese Eingriffe besser planen zu können, besuchte Stump die Kantonsschule und verbrachte immer wieder einen Teil der Ferien im Spital. «In dieser Lebensphase kam der sportliche Wettstreit zwischen Kollegen zu kurz. Dies holte ich später, im Alter zwischen 16 und 25, mit intensivem Ausdauersport nach.»

Alle sieben Churfirsten an einem Tag

Eine der grossen Herausforderungen ist das Besteigen aller sieben Churfirsten an einem Tag. Erstmals bewältigte Roland Stump dies – als Touristiker zu Werbezwecken für das Toggenburg – zusammen mit Maria Walliser. Seither schaffte er die Herausforderung bereits sechs Mal und im Sommer ist die siebte Tour geplant. «Ich starte am liebsten auf dem Selun. Dieser wird bei Dunkelheit bestiegen und ab Tagesanbruch wird die Überquerung der anderen Gipfel in Angriff genommen. Bei dieser Routenwahl geht es der aufgehenden Sonne entgegen und das ist für mich ein unbezahlbares Erlebnis.» Der Aufenthalt in der Natur, sei es auf der Jagd, beim Biken oder bei einer Tour im Wald oder über die Berge, ist Roland Stump wichtig. «Dabei kann ich Kraft tanken und bin für die täglichen Herausforderungen gerüstet.»

Mit der humanistischen Matura in der Tasche stand der junge Toggenburger seinerzeit vor der Wahl, wie es weitergehen solle. «Ich wurde Skilehrer und entschied mich dann für ein Praktikum bei der damaligen Sportinformation, einer Agentur, die heute noch unter dem Dach der Schweizerischen Depeschenagentur SDA und dem Fotodienst Keystone existiert», erzählt er. Bereits als 18-Jähriger übernahm Stump das Präsidium des damaligen Verkehrsvereins, einem Vorläufer von Toggenburg Tourismus. Er war Präsident von Toggenburg Tourismus, ist Verwaltungsrat der Säntis Bergbahnen, Verwaltungsratspräsident der Buchs Medien AG, welche die Regionalzeitung «Werdenberger und Obertoggenburger» herausgibt und neu wieder Vorstandsmitglied bei Toggenburg Tourismus. Nebst den offiziellen Funktionen ist der Hotelier «Gastgeber aus Passion» und überzeugt, dass die Region durch ein gezieltes Miteinander gute Chancen hat, von den Gästen positiv wahrgenommen zu werden.

Die beruflichen Weichen wurden seinerzeit mit dem Ruf von Bruder Birger Stump gestellt. «Er wollte den Familienbetrieb zusammen mit mir weiter führen. Die Alpenrose wurde 1984 umgebaut und während dieser Zeit pachteten wir das Café Bellevue auf der Wildhauser Passhöhe. Dies war sozusagen die Generalprobe, ob Birger und ich zusammen arbeiten können.» Sie konnten das und ergänzten sich während 30 Jahren. Bis Birger Stump vor fünf Jahren das Unternehmen und die Verantwortung für Stump’s Alpenrose seinem Bruder Roland überliess. Jüngstes «Kind» ist die Gründung der Klang Sana Unternehmens AG, welche das Hotel Alpenrose führt. Roland Stump ist deren Besitzer.

Ein Abstecher nach Kalifornien

Um fachlich für die Herausforderungen als Hotelier gerüstet zu sein, absolvierte Roland Stump die Hotelfachschule in Luzern und schloss diese Ausbildung 1986 ab. «Danach wollte ich eine Auszeit in Amerika nehmen, bevor ich ins Familienunternehmen einstieg.» Mitgebracht hat Stump aus dem Skigebiet Mammoth Mountain in Kalifornien nicht nur viele gute Erinnerungen, sondern auch seine damalige grosse Liebe, Cindy. 1988 wurde geheiratet und ihre drei Kinder sind bereits erwachsen.

Tochter Vivien hat inzwischen die Hotelfachschule abgeschlossen und übernimmt im Familienbetrieb einen Teil der Verantwortung. Auch Billie-Josephine, die kurz vor dem Masterabschluss ihres Studiums «Sport- und Bewegungsmedizin» in Basel steht, packt in der Freizeit mit an. Das Gleiche gilt für Cody-Lee, ausgebildeten Landwirt und Skilehrer.

Mit der Scheidung vor 18 Jahren begann privat ein neues Kapitel für den Hotelier und vor einem Jahr heirateten Roland Stump und Barbara Schlochow. Seine zweite Frau ist im Hotel Stump’s Alpenrose für den Bereich Wellness zuständig und die geschiedene Ehefrau Cindy engagiert sich, nach ihrer Rückkehr in Stump’s Alpenrose, als Gastgeberin im Haus. In der Küche von Stump’s Alpenrose werden Produkte aus der Region verarbeitet. Wildtiere, Käse und Fleisch, Gemüse, Kräuter und Früchte aus der Umgebung. «Mit der Auszeichnung ‹Culinarium Krone› erfuhren wir eine Würdigung für die Haltung, wie sie in unserem Haus schon immer gepflegt wurde», erklärt der Hotelier. Die Philosophie in Stump’s Alpenrose geht zudem über die Küche hinaus, «wir sind Gastgeber und wollen, dass sich unsere Gäste bei uns und in der Region wohlfühlen», lautet das Credo.

Vom Klanghaus zur Klangschwendi

Die Idee eines Klanghauses am Schwendisee geht, wie Stump erklärt, auf einen Klangpavillon an der Expo 2000 zurück. «Das Projekt liess sich nicht umsetzen, aber die Idee eines Klanghauses war geboren.» Nach dem Scheitern im Kantonsrat im März 2016 liess sich Stump nicht entmutigen. «Indem wir das Projekt zur Klangschwendi erweitert haben, konnten wir das Klanghaus zu einem überzeugenden Projekt ausbauen.

Die Realisierung der Klangschwendi ist ein nächstes Ziel. (Bild: Mareycke Frehner)

Die Realisierung der Klangschwendi ist ein nächstes Ziel. (Bild: Mareycke Frehner)

Werden die noch zu bewältigenden Hürden genommen, sollen am Schwendisee zahlreiche Vorhaben Tatsache werden. Von Unterkünften für Gäste und Künstler, Parkplätze aber auch ein Um- und Ausbau im Hotel Stump’s Alpenrose stehen an. «Unser weitläufiges Haus mit seinen verstreuten Bauten wird sich mit Klang füllen, es soll sozusagen eine Erweiterung der Klangwelt sein.»

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