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Die Holzbranche zimmert sich im Toggenburg ein Netzwerk

Erfahrungen austauschen, Netzwerke schaffen und damit die Holzbranche stärken: Unternehmer starten mit «Säntis Innovations-Cluster Holz» durch.
Adi Lippuner
Martin Antemann, Geschäftsführer «Säntis Innovations-Cluster Holz»; Stefan Zöllig, Timbatec AG; Stefan Müller, Präsident; Hermann Blumer, Création Holz AG, sowie Enrico Uffer, Savognin (von links). (Bilder: Adi Lippuner)

Martin Antemann, Geschäftsführer «Säntis Innovations-Cluster Holz»; Stefan Zöllig, Timbatec AG; Stefan Müller, Präsident; Hermann Blumer, Création Holz AG, sowie Enrico Uffer, Savognin (von links). (Bilder: Adi Lippuner)

Gegen 80 Unternehmer aus der Holzbranche, vom Vertreter der Waldwirtschaft bis zum Ingenieur rund um den Säntis, trafen sich am späteren Dienstagnachmittag zum ersten Forum Säntis Innovations-Cluster Holz. Wie der Name schon sagt: Es geht dabei um die Vernetzung von Unternehmen rund um den Säntis und die Stärkung der Holzbranche. Gastgeber war das Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg (BWZT) in Wattwil. Von dort kam auch der erste Anstoss zur Gründung der neuen Vereinigung: Sepp Fust aus Dreien, Fachlehrer Zimmerleute und seit anfangs Juni Geschäftsführer der Lignum Holzkette St. Gallen, regte die Vernetzung mit Hilfe von «Säntis Innovations-Cluster Holz» an.

Die neun Gründungsmitglieder aus fünf Kantonen bilden, wie Geschäftsführer Martin Antemann erläuterte, auch den Vorstand. Als Präsident konnte Stefan Müller von der Müller Holzbau AG in Wil gewonnen werden. Mit an Bord sind auch Sepp Fust, Dreien, Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident Wattwil, Andrian Scherrer, Treppenbau, Ganterschwil, Christian Blumer, Architekt, Teufen, Hermann Blumer, Création Holz, Waldstatt, Franz Frefel, Holzbau Mollis, Albert Manser, Holzbau, Gonten und Christoph Meier, Pfyn.

Stark verwurzelte Branche

Am ersten Forum gaben erfolgreiche Geschäftsleute Einblick in ihre Erfahrungen und zeigten auf, was es braucht, um als Unternehmer Erfolg zu haben. Von Enrico Uffer, Inhaber und Geschäftsführer der Uffer AG in Savognin war zu hören, dass nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative in Graubünden «kein Stein auf dem anderen blieb». Komme dazu, dass die Holzbranche in seinem Kanton nicht die gleiche Stärke aufweise, wie in der Ostschweiz, «wobei geografisch gesehen der Kanton Graubünden ja eigentlich auch zur Ostschweiz gehört». Sein Erfolgsmodell sind die Entrümpelung des Unternehmens und die Schaffung von «Quadrino», einem Mobilhome in hoher Qualität und mit rascher Lieferbarkeit.

Stefan Zöllig, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Mitinhaber von Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG in Thun berichtete von seinen Visionen, dereinst ein Hochhaus ganz aus Holz zu planen. Aktuell sei man mit der dritten Generation Holzbau, der «TS» gut unterwegs. «Das neue System mit dem stirnseitigen Verkleben des Holzes ermöglicht es uns, ganz neue Höhen beim Holzbau zu schaffen». Hermann Blumer, Gründer der Création Holz AG in Waldstatt ist überzeugt, dass die Umsetzung eigener Ideen zum Ziel führt.

Kritische und befürwortende Stimmen

Unter den Teilnehmern des ersten Forums war auch Urs Steinmann, Leiter Entwicklung und Forschung der Technowood GmbH in Alt St. Johann. Er verspricht sich von der neuen Vereinigung und der Teilnahme am Forum vermehrt Einblick in die Anforderungen der Zukunft zu erhalten, sich auch mit Querdenkern vernetzen zu können und damit auch Inputs für die Umsetzung von Aufgaben im eigenen Unternehmen zu erhalten.

Für Reto Hürlimann, Leiter Forstbetrieb Obertoggenburg AG (Foag) bieten das Forum und die Vereinigung die Möglichkeit zur besseren Vernetzung in der Wertschöpfungskette. «Zudem kann ich mit der verarbeitenden Branche über Qualitätsanforderungen, wie sie an den Rohstoff Holz gestellt werden, diskutieren, denn was in den Toggenburger Wäldern geschlagen wird, entspricht nicht immer den Anforderungen der Branche.»

Reto Hürlimann, Geschäftsführer Forstbetriebe Obertoggenburg (links), und Urs Steinmann, Technowood, Alt St. Johann, nutzen die Pause, um Erfahrungen auszutauschen.

Reto Hürlimann, Geschäftsführer Forstbetriebe Obertoggenburg (links), und Urs Steinmann, Technowood, Alt St. Johann, nutzen die Pause, um Erfahrungen auszutauschen.

Kritisch zur Gründung einer neuen Vereinigung äusserte sich Josef Kolb aus Romanshorn. «Es gibt schon heute zahlreiche Organisationen und ich frage mich, weshalb noch eine neue gegründet werden musste. Wäre nicht das Engagement in bestehenden Strukturen besser gewesen?» Präsident Stefan Müller dazu: «Wir leisten keine Verbandsarbeit, uns geht es ums Vernetzen, um das Umsetzen junger, frischer Ideen um so am sich immer schneller wandelnden Markt bestehen zu können.

Hinweis

Weitere Informationen zur Vereinigung unter www.holz-saentis.ch

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