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Hitzewelle – Leiterin Betreuung und Pflege des Seniorenheims in Nesslau: «Das Problem ist nicht grösser als sonst»

Da die Hitzewelle gerade für Senioren eine Gefahr darstellen kann, müssen Altersheime ihre Bewohner davor schützen. Die Alarmglocken läuten aber wegen der Erfahrung aus vergangenen Jahren nicht.
Michael Hehli
In der Hitze ist es nicht nur, aber insbesondere für Senioren wichtig, viel Wasser zu trinken. (Bild: Keystone/Werner Krüper)

In der Hitze ist es nicht nur, aber insbesondere für Senioren wichtig, viel Wasser zu trinken. (Bild: Keystone/Werner Krüper)

Während manche die Sommerhitze lieben, leiden andere darunter. Wirklich gefährlich ist sie aber nur für gesundheitlich geschwächte Menschen. Insbesondere Seniorenheime müssen daher ihre Bewohner schützen.

Das Alterszentrum Churfirsten in Nesslau verfügt zwar über keine Klimaanlage, es wird aber mit anderweitigen Massnahmen für das Wohl der Bewohner gesorgt. «Wir schauen, dass morgens und nachts die Fenster offen sind, und bauen kühlende Aktivitäten, wie beispielsweise Wasserspiele, in den Tagesablauf ein», sagt Marlies Janssen, Leiterin Betreuung und Pflege.

Zudem achte das Pflegepersonal darauf, dass die Senioren genügend trinken. Die Küche stellt dazu selbst gemachten Eistee her. Sie achtet auch darauf, leichte Mahlzeiten zuzubereiten.

Senioren sollten darauf achten, genug zu trinken

Dass die Menschen genug trinken, ist der Knackpunkt. Janssen erläutert: «Ältere Menschen trinken oftmals zu wenig. Wenn sie zu wenig trinken, sieht man ihnen das an. Sie werden kraftlos, der Kreislauf spielt nicht mit und sie sind schneller verwirrt.» Werden diese Anzeichen festgestellt, handle das Personal umgehend. «Bei uns geschieht das aber nicht, wir passen auf», fügt sie hinzu.

Ein besonders grosses Problem sieht Janssen in der Hitze nicht: «Das Problem ist nicht grösser als sonst im Sommer. Im Moment ist das Thema einfach sehr präsent in den Medien. Man sollte die möglichen Auswirkungen der Hitze einfach im Auge behalten und geeignete Massnahmen treffen.»

Auch Thomas Glünz, Leiter Pflege und Betreuung im Seniorenzentrum Solino in Bütschwil, sieht in der Hitze kein allzu grosses Problem: «Wir halten uns an die Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit. Anstrengung vermeiden, leicht essen und Hitze aussperren.» Die Richtlinien sollten laut Glünz spätestens ab 26 Grad eingehalten werden.

Gesundheitszustand beeinflusst Temperaturresistenz

Die Hitze wird draussen behalten, indem die Fenster mitsamt Fensterläden tagsüber geschlossen blieben. Zur Not verfügt das Solino zwar über eine Anlage, mittels welcher zwei Drittel der Einrichtung gekühlt werden können. «Diese verbraucht aber sehr viel Energie», sagt Glünz.

Auch in Bütschwil werde während der heissen Zeit vermehrt darauf geschaut, dass die Bewohner genügend trinken. Sonnenbrände seien zudem jeden Sommer eine Schwierigkeit. Niemand werde deshalb mit unzureichendem Sonnenschutz ins Freie gelassen.

Trotz aller Massnahmen: Der allgemeine Gesundheitszustand der einzelnen Person habe grossen Einfluss auf die Temperaturresistenz.

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