Ein schwacher Auftritt des FC Bazenheid

Der FC Bazenheid verliert in Balzers mit 2:5 und liefert eine unterirdische Leistung ab. Wer während 90 Minuten so viele Fehler produziert, hat keine Punkte verdient.

Beat Lanzendorfer
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Spiegelbild der Bazenheider Vorstellung. Torjäger Sven Düring versteht nach einer vergebenen Chance die Welt nicht mehr. Er rennt wie viele andere auch seiner Form noch hinterher. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Spiegelbild der Bazenheider Vorstellung. Torjäger Sven Düring versteht nach einer vergebenen Chance die Welt nicht mehr. Er rennt wie viele andere auch seiner Form noch hinterher. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das Unheil, vorerst ohne Folgen, kündete sich nach zwei Minuten an. Schlussmann Bernet brachte sich nach einem missglückten Pass zu einem Mitspieler selber in Bedrängnis. Das mögliche Gegentor konnte mit Glück verhindert werden. Danach waren die Gäste optisch eher das bessere Team, leisteten sich aber in der Defensive derart viele Aussetzer, diese konnten nicht ohne Folgen bleiben.

Nach einem Freistoss aus dem Mittelfeld und dem ungenügenden Abwehrversuch tauchte der Ball plötzlich vor Domuzeti auf, der sich nicht zweimal bitten liess und volley zum 1:0 traf. Der gleiche Spieler erhöhte in der 39. Minute auf 2:0. Bezeichnend an dieser Szene: Der Fehler ging von Robin Früh aus. Die ansonsten «Zuverlässigkeit in Person» erwischte wie viele andere keinen guten Tag.

Davor und danach hatten die Gäste allerdings genügend Möglichkeiten, das Spiel aus ihrer Sicht in die richtigen Bahnen zu lenken. Allein in den letzten zwei Minuten vor dem Seitenwechsel verpassten Früh und Düring den Ausgleich. Der eine aus kurzer Distanz mit dem Fuss, der andere mit einem zu hoch angesetzten Kopfball.

Auswechslungen verfehlen erhofften Effekt

In der Halbzeitpause nahm Trainer Stefanachi zwei Wechsel vor. Für Baumann kam Jungblut, Anic ersetzte Düring. Besserung trat mit dieser Massnahme keine ein. Nach einem Missverständnis zwischen Bernet und Früh war wiederum Domuzeti zur Stelle und markierte mit seinem dritten persönlichen Erfolgserlebnis das 3:0.

Spätestens jetzt standen den mitgereisten Bazenheider Anhängern die Haare zu Berge. Der Peinlichkeiten noch nicht genug: Bis zur 68. Minute erhöhten Polverino und Yildiz auf 5:0. Dazu der Kommentar von Sportchef Hans «Hasä» Stadler: «Wahnsinn, was die Defensive heute für Fehler produziert.»

Bei den Toren haperte es gewaltig

Ins gleiche Horn blies Urs Gebert, Vater von Mittelfeldspieler Christoph: «Das ganze Kollektiv ist heute schwach.» Es war allerdings nicht nur das Abwehrverhalten, das eklatante Mängel aufwies. Die vor dem Saisonstart hochgelobte Offensive erarbeitete sich durchaus Chancen.

Ein Spiel wird aber anhand der Tore entschieden und dort hapert es gewaltig. Jene zwei von Anic waren reine Kosmetik und fielen zu einem Zeitpunkt, als die Partie längst entschieden war. Keineswegs zufrieden zeigten sich auch Kurt und Heidi Bischofberger, die langjährigen Bazenheider Supporter. Trotz familiärer Banden zum Gegner – Trainer Patrick Winkler ist ihr Schwiegersohn – hatten sie schon vor dem Anpfiff erklärt, dass sie Bazenheid die Daumen drücken.

Hinweis

2. Liga Inter, Gruppe 6

FC Balzers – FC Bazenheid 5:2 (2:0). Sportplatz Rheinau – 150 Zuschauer – SR Winter. Tore: 21. Domuzeti 1:0, 39. Domuzeti 2:0, 53. Domuzeti 3:0, 61. Polverino 4:0, 68. Yildiz 5:0, 83. Anic 5:1, 86. Anic 5:2.

FC Bazenheid: Bernet; Früh, Baumann (46. Jungblut), Peters, Sekkour; Pirik (72. Berger), Musaj, Gebert, Luis; Düring (46. Düring), Titaro (64. Mlinaric).