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Mitten in der Nacht in der Turnhalle: Bei «Midnight Sports» bestimmt die Jugend das Abendprogramm

Bald geht «Midnight Sports», das Jugendprojekt der Gemeinden Nesslau und Wildhaus- Alt St. Johann, in die fünfte Saison. Die 17-jährige Karin Wälli ist zum zweiten Mal als Senior Coach dabei. Dabei übt sie beispielsweise, Verantwortung zu tragen.
Corinne Bischof
Zum Beispiel Bubble Soccer, aber auch andere Sportarten wie Tischfussball oder Radball kommen zum Zug: Midnight Sports versucht, alle Wünsche der Jugendlichen umzusetzen. (Bild: PD)

Zum Beispiel Bubble Soccer, aber auch andere Sportarten wie Tischfussball oder Radball kommen zum Zug: Midnight Sports versucht, alle Wünsche der Jugendlichen umzusetzen. (Bild: PD)

Viele Jugendliche der Oberstufe Nesslau treffen sich in der Schulzeit an den Wochenenden nicht wie erwartet an Partys oder im Ausgang, sondern in der Turnhalle. Grund dafür ist das Jugendprojekt der Gemeinden Nesslau und Wildhaus-Alt St. Johann und Idée Sport. Midnight Sports heisst das Angebot, welches die Oberstufenschülerinnen und -schüler abwechselnd jeden Freitag oder Samstag in die alte Turnhalle in Stein einlädt. Am Samstag beginnt bereits die fünfte Saison von Midnight Sports – und ein Ende ist nicht vorgesehen.

Jugendliche lernen, was Verantwortung bedeutet

Die 17-jährige Karin Wälli aus Krummenau ist seit Beginn Teil von Midnight Sports. In den ersten Jahren war sie Teilnehmerin, seit drei Jahren wirkt sie selbst im Organisationsteam mit. Denn genau das ist die Idee hinter Midnight Sports: Die Jugendlichen sollen das Programm selbst bestimmen dürfen, Ideenvorschläge bringen und umsetzen und so Schritt für Schritt lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Karin Wälli engagiert sich bei «Midnight Sports» als Senior Coach. (Bild: Corinne Bischof)

Karin Wälli engagiert sich bei «Midnight Sports» als Senior Coach. (Bild: Corinne Bischof)

Das System dahinter ist einfach: Besucht man noch die Oberstufe, kann man sich als «Junior Coach» melden. Diese haben an den Veranstaltungen die Aufsicht über die anderen Jugendlichen und sorgen dafür, dass das Programm umgesetzt wird. Rund zehn Junior Coaches sind auch dieses Jahr wieder im Einsatz. Verlässt man die Oberstufe, will aber trotzdem noch bei Midnight Sports aktiv sein, rutscht man in die Rolle des «Senior Coach», wie es Karin Wälli seit zwei Jahren ist. «Als Senior Coach hat man sicher mehr Verantwortung. Man ist dafür zuständig, dass die Junior Coaches ihre Arbeit erfüllen, und ist ihr erster Ansprechpartner bei Problemen», erzählt Karin Wälli.

Die Junior und Senior Coaches werden für ihren Einsatz mit einem Entgelt belohnt. Der Aufwand der zehn bis zwanzig Jugendlichen lohnt sich aber nicht nur finanziell. «Durch Midnight Sports habe ich gelernt, in einem Team zu arbeiten. Man lernt früh, sich durchzusetzen und für Sachen geradezustehen», erzählt Karin Wälli.

Alkohol und andere Suchtmittel sind verboten

Ein typischer Abend im Midnight Sport ist jeweils eine gute Mischung aus Sport und Spass. Die Turnhalle wird dann für wenige Stunden in der Woche zum Paradies für sportbegeisterte Jugendliche. «Man kann kommen und gehen, wann man will», erzählt Karin Wälli. «Mal planen wir spezielle Sachen wie Radball, Bubble Soccer oder das alljährliche Grümpelturnier, aber grundsätzlich kann jeder machen, worauf er Lust hat.» Nebst der Turnhalle, die frei genutzt werden kann, gehören auch die zwei Räume im Untergeschoss zu Midnight Sports. Dort befindet sich jeweils ein Kiosk, es werden Videospiele gespielt oder einfach «gechillt».

Dabei müssen die Jugendlichen eigentlich nur eine Regel befolgen: Der Konsum von Alkohol und anderen Suchtmitteln ist strikt untersagt. Schliesslich sollen an diesen Abenden der Sport, der Spass und die Gemeinschaft im Vordergrund stehen.

Probleme mit dem Alkoholkonsum gab es zwar in den vergangenen Jahren auch schon, aber nur selten. «Sobald wir merken, dass irgendwo Alkohol im Spiel ist, schicken wir die Jugendlichen sofort weg und informieren ihre Eltern», sagt Karin Wälli. Sich gegen Gleichaltrige oder nur wenig jüngere Kinder durchzusetzen, ist aber nicht immer einfach. Dafür stehen die beiden Projektleiter Elisabeth und Benjamin Meyer rund um die Uhr im Einsatz und unterstützen die Jugendlichen, wo sie Hilfe brauchen. Letztendlich sprechen sie das Machtwort, falls nötig.

Mehr Mitglieder und ein stärkerer Zusammenhalt

Für die fünfte Saison haben sich die Jugendlichen einige Ziele vorgenommen. «Wir wollen neue Mitglieder gewinnen», erzählt Karin Wälli. «Es wäre schön, wenn wir immer 15 bis 20 Jugendliche pro Abend da hätten», meint sie. Persönlich hofft Karin Wälli, dass die Jugendlichen wieder offener werden und der Zusammenhalt untereinander gestärkt wird. «Das ist in den letzten Jahren etwas verloren gegangen», sagt Karin Wälli nachdenklich.

Hinweis

Midnight Sports findet ab dem 1. September immer abwechselnd jeden Freitag oder Samstag ab 19.45 Uhr im Jugendraum und in der Turnhalle in Stein für alle Oberstufenschüler und -schülerinnen statt.

Mehr Infos unter www.facebook.com/midnightobertoggenburg/ oder www. instagram.com/midnightobertoggenburg/

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