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Ein Drittel von Wattwils Bevölkerung arbeitete bei der gleichen Firma

Das "Toggenburger Tagblatt" veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Flugaufnahme des Areals der Heberlein & Co. AG, der grössten Industriefirma des Thurtals. (Bild: PD)

Flugaufnahme des Areals der Heberlein & Co. AG, der grössten Industriefirma des Thurtals. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

18. Mai: Wattwil. Infolge behördlicher Massnahmen betr. Einschränkung des Papierverbrauchs sehen wir uns veranlasst, gleich andern Blättern für die nächste Woche ausnahmsweise eine Nummer ausfallen zu lassen. Die nächste Nummer erfolgt nächsten Donnerstag zur gewohnten Zeit. Druck und Verlag des «Toggenburger Anzeiger».

18. Mai: Schweiz. Eisenbahnzüge mit Maikäfern. Von allen Seiten des Landes werden dieser Tage Maikäfer zu Millionen für die Verwertung den Extraktionswerken zugeführt.

Vor 50 Jahren

17. Mai: Wattwil. 70. Geburtstag Jakob Düsel. Im kulturellen Leben Wattwils trat sein Name in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder hervor. Vieljährig war seine initiative Tätigkeit im Jodelclub Wattwil (Präsident, Textdichter, Komponist). Auch als Präsident des kantonalen und später des eidgenössischen Jodlerverbandes werden ihm die vollbesetzten Säle einer begeisterten Zuhörerschaft sowohl am Orte selbst, als auch vereinzelt im Ausland in seinem Ruhestand in lebhafter Erinnerung bleiben.

18. Mai: Wattwil. Rund ein Drittel der berufstätigen Bevölkerung Wattwils arbeitet in der Firma Heberlein & Co. AG. Nicht unbedeutend ist der Zustrom aus den umliegenden Dörfern. Dadurch haben zahlreiche Leute eine Verbindung zu dieser grössten Industriefirma des Thurtals. Die Vielseitigkeit des Produktionsprogrammes in Wattwil zeigt, dass sich die Geschäftsleitung bemühte, von der einseitigen Produktion zu einer vielfältigen Produktion zu wechseln, was sich auf Firma und Region nur zum Vorteil auswirkt (Stoffdruck, Fabrikation von texturierten Garnen Marke «Helanca», Maschinenfabrik, Lizenzierung von Patenten und Verfahren, Handelsabteilung. Die Geschäftsleitung der Heberlein hat nun einen Besuchstag für alle Interessierten organisiert. Wie gross ist die Firma: Grundfläche des Fabrikareals 85'000 m2, Gebäudekubatur 370'000 m3. Täglicher Verbrauch an Material und Energie: Chemikalien 7,5 Tonnen, Farbstoffe 300 kg, Thur-Wasser 4'000 m3, Heizöl 30-60 Tonnen, elektrische Energie 40-50'000 kWh, Dampf 400-600 Tonnen. Wie viele Mitarbeiter beschäftigt die Firma: Total Mitarbeiter (Ende März 1968) 1'760: Stoffdruck 514, Helanca-Fabrik 362, Maschinenfabrik und Elektonik 453, Lizenzen 42, Uebrige 389.

Vor 20 Jahren

20. Mai: Wattwil. Der Verband der Schreinermeister- und Fensterfabrikanten möchte das Einführungszentrum für Schreinermeister bei der Gewerblichen Berufsschule verkaufen. Das Kurszentrum steht mit 1,23 Millionen Franken Hypothekarschulden zu Buche. Der Verband bot der Gemeinde Wattwil an, die Liegenschaft zum Preis der Hypotheken zu kaufen. Nach genauer Überlegung wurde festgestellt, dass für die Liegenschaft Sanierungen in der Höhe von knapp einer Viertel Million Franken nötig sind. Die Gemeinde lancierte ein Gegenangebot von einer Million Franken. Die Verhandlungen sind noch offen.

22. Mai: Libingen. Endspurt auf der Kreuzegg. Viel Holz und eine Architektur, wie sie in Berggasthäusern um die Jahrhundertwende gepflegt wurde: Die neue «Kreuzegg» wird ein Schmuckstück, die Umgebung ist herrlich. 300 Kubikmeter Holz, aus dem eigenen Wald der Mansers auf der Kreuzegg wurden an Ort und Stelle geschlagen, gesägt und verbaut. Das Restaurant mit 40 Plätzen und der Saal mit 65 Plätzen bietet ausreichend Platz, drei Doppelzimmer und fünf Mehrbettzimmer sowie sanitäre Anlagen sind zusätzlich entstanden. Ein Seminarraum für 20 Personen ist ebenfalls fertig. Das Massenlager im Nebengebäude steht zusätzlich zur Verfügung.

Vor 10 Jahren

22. Mai: Bütschwil. Das ums Jahr 1800 erbaute Restaurant Rössli fiel einem Grossbrand zum Opfer. Die polizeilichen Abklärungen haben bis heute ergeben, dass der Brand im Bereich des Kochherdes in der Wohnung des Wirtepaares ausgebrochen sein dürfte. Beim Brand war Millionenschaden entstanden, glücklicherweise kamen keine Menschen zu Schaden. 90 Feuerwehrleute aus fünf Gemeinden waren im Einsatz und brachten das Feuer nach einer Stunde unter Kontrolle. Die Staatsstrasse musste während Stunden gesperrt werden. Die neue Wirtefamilie hatte am Tag des Brandes in die Wirtewohnung gezügelt.

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