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Hauseigentümer treffen sich bei Recycling-Firma in Ebnat-Kappel: Recycling bedeutet sammeln, sortieren und weitergeben

Toni Brunner betont bei der Veranstaltung des Hauseigentümerverbands die Wichtigkeit von Papierfabriken in der Schweiz.
Adi Lippuner
Die Gruppe mit Produktionsleiter Thomas Kuster im Bereich der Sonderabfälle Industrie. (Bild: Adi Lippuner)

Die Gruppe mit Produktionsleiter Thomas Kuster im Bereich der Sonderabfälle Industrie. (Bild: Adi Lippuner)

Jeweils im Herbst organisiert der Hauseigentümerverband Toggenburg (HEV) einen Anlass für seine Mitglieder. Dieses Jahr stand am Dienstagabend die Besichtigung der Kuster Recycling AG in Ebnat-Kappel, einem zertifizierten Gesamtentsorger, auf dem Programm. Das Interesse war sehr gross, wurde doch die Obergrenze von 80 Personen überschritten.

Die beiden Geschäftsleiter, Hans-Peter Kuster und Katja Kuster sowie der Produktionsleiter Thomas Kuster und alt Nationalrat Toni Brunner, Präsident des Verbands VSMR (Stahl-Metall-Papier-Recycling) führten die Besucherinnen und Besucher durch den Abend. Dabei wurde deutlich, dass bei der Firma Kuster sammeln, sortieren und weitergeben des Materials im Zentrum steht.

Angebote für Private und Firmen

Das Gelände des Recyclingunternehmens ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Private und Gewerbetreibende können ihre nicht mehr benötigten Sachen abgeben. Während Private jährlich eine beschränkte Menge kostenlos, oder je nach Material auch kostenpflichtig abgeben können, haben Gewerbetreibende eine Gebühr zu entrichten. «Bei Privaten wird unterschieden, ob es sich um kostenlose oder kostenpflichtige Ware handelt», liess Thomas Kuster seine Gruppe wissen.

«Leider gibt es immer wieder Kunden, die Kostenpflichtiges am falschen Ort abladen, um ein paar Franken zu sparen.»

Besonders störend sei die Entsorgung von Porzellan beim Altglas. «Dieser Stoff ist bei der Wiederverwertung Gift, müssten doch aus Altglas hergestellte Flaschen, die einen Kleinstteil Porzellan enthalten, vernichtet werden», so Thomas Kuster. Auch Reifen, die beim Altmetall deponiert werden, bereiten den Recyclern Probleme. «Doch dank der Kameraüberwachung finden wir die ‹Sünder›, und diese erhalten dann von uns eine entsprechende Rechnung.»

Die Referate von Katja Kuster und Toni Brunner beleuchteten die Vorschriften und politischen Zusammenhänge der Branche. Gemäss Katja Kuster sind zahlreiche Vorschriften zu befolgen und es sind Zertifikate nötig, um als Gesamtentsorger auftreten zu können. «Das Ganze ist kapital- und personalintensiv, wir haben jährliche Betriebskosten von 1,6 Millionen Franken.

«Das bedeutet, dass mit jeder der zehn Vollzeitstellen ein Umsatz von 160000 Franken erwirtschaftet werden muss, nur um die anfallenden Kosten zu decken.»

Aktiver Politiker an die Verbandsspitze

Toni Brunner zeigte die Zusammenhänge der Recyclingbranche mit der Politik am Beispiel der anfallenden Wertstoffe und der Transporte auf. «Allein im Papierbereich sind es alljährlich zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Tonnen. Deshalb ist es wichtig, dass in unserem Land die Papierfabriken erhalten bleiben, denn diese Mange Altpapier über längere Strecken zu transportieren wäre eine Illusion.»

Weil der Ebnat-Kappler nach 23 Jahren im Nationalrat, sich «in die Berge zurückgezogen hat», wie Brunner betonte, werde er auch das Präsidium des Verbands abgeben. «Da wird ein aktiver Politiker an der Spitze benötigt, denn die ganze Branche ist äusserst komplex.»

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