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Damals: Hat Inserieren mit Intelligenz zu tun?

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Diese Inserateseite wurde vor 50 Jahren publiziert. Diese sogenannten «Intelligenzblätter» fanden grossen Absatz. (Bild: PD)

Diese Inserateseite wurde vor 50 Jahren publiziert. Diese sogenannten «Intelligenzblätter» fanden grossen Absatz. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

14. August: Kanton St.Gallen. Schützen geistige Getränke gegen die Grippe? Noch ist die Meinung weit verbreitet, dass man sich durch reichlichen Genuss, namentlich heisser und starker geistiger Getränke gegen die Grippe schützen könne. Wer zu seinem Schaden in diesem Wahn befangen, mag sich durch die untenstehende Erklärung hervorragender st.gallischer Aerzte, zu deren Veröffentlichung wir ermächtigt worden sind, eines Bessern belehren lassen:

Es ist eine längst erwiesene Tatsache, das die alkoholischen Getränke die Widerstandskraft des Körpers gegen Jnfektionen herabsetzen; es ist also ganz falsch zu glauben, dass Alkohol, insbesondere Schnaps, vor der Grippe schütze.

Im Gegenteil kann der infolge des reichlichen Alkoholgenusses geschwächte Organismus dem eindringlichen Bazillus den erforderlichen Widerstand nicht leisten. In Epidemiezeiten ist die strengste Nüchternheit notwendig.

14. August: Lichtensteig. Hier wurde das erste Opfer der Grippe zur letzten Ruhe getragen. Die Tochter des hiesigen Bahnhofvorstandes erlag im blühenden Alter von 25 Jahren dieser tückischen Krankheit. Von der neunköpfigen Familie konnten nur zwei Geschwister an der Beerdigung teilnehmen, da alle übrigen Familienglieder an der nämlichen Krankheit darnieder lagen.

Vor 50 Jahren

9. August: Inserateseite. Wieviel hat Inserieren mit Intelligenz zu tun? Wissen Sie, dass schon im Altertum ganz ähnlich geworben wurde wie heute? Im römischen Imperium, das ja viele Länder umfasste, priesen die Kaufleute ihre Ware in Werbebriefen an, wie wir sie dem Inhalt nach heute noch kennen. Jene Briefe wurden allerdings einzeln von Hand geschrieben!

Erst mit der Erfindung der Buchdruckereikunst wurde der Werbung im grossen Ausmass freie Bahn geboten. Die religiöse Werbung in Form von Tratätlein und Ablasszetteln machte den Anfang. Bald wurden auch Zeitungen gedruckt mit politischen, kulturellen und lokalen Meldungen, doch Inserate wurden noch lange nicht aufgenommen. Da kamen findige Männer auf die Idee, eine Zeitung mit Inseraten herauszugeben. Diese «Intelligenzblätter», wie man sie in der Schweiz und Deutschland nannte, waren bald weit herum beliebt und fanden grossen Absatz.

Wenn man bedenkt, wie unvollkommen die Buchdrucktechnik damals noch war, so muss man die Leistung, solche Blätter mehrmals wöchentlich herauszugeben, bewundern. Schon aus diesem Grund war der Name «Intelligenzblatt» gerechtfertigt. Heute ist das Inserat ein wichtiger und interessanter Teil fast jeder Zeitung, und die Konsumenten empfinden es mit Abstand als das sympathischste Werbemittel.

Vor 20 Jahren

12. August: Wattwil. Blaue Zone als Kompromiss. Im Jahre 1994 lehnten die Bürger das neue Parkreglement ab. Damals war der Vorschlag des Gemeinderats am Widerstand der Aussengegenden und des Gewerbes gescheitert. Beide Gruppen waren gegen die Gebührenpflicht auf den Parkplätzen der Gemeinde. Die Ladenbesitzer fürchteten die Kundenzahlen würden zurückgehen, wenn der Parkplatz im Dorfzentrum bezahlt werden muss.

Nun nimmt der Gemeinderat einen zweiten Anlauf. Das Dorfzentrum wird für Parkplätze im Gemeindeeigentum zur blauen Zone. Für Einkäufe bleibt dabei genügend Zeit auf einen gebührenfreien Parkplatz. In Zukunft sind wohl auch fünf gemeindeeigene Parkplätze gebührenpflichtig.

14. August: Unterwasser. Brotweizen aus Unterwasser. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wurde erstmals wieder Weizen angebaut. Guter Boden und Sonnenschein sind nötig, um auch im Obertoggenburg Weizen gedeihen zu lassen. Der geglückte Versuch in Unterwasser, biologischen Brotweizen zu pflanzen, eröffnet der Familie Knaus die Möglichkeit, eine Marktlücke zu füllen. Das Experiment hat sich gelohnt. Familie Knaus konnte rund 500 Kilogramm Erstklass-Brotweizen ernten, auf einer Fläche von zehn Aren.

Vor 10 Jahren

11. August: Neckertal. Begegnungspunkt auf 1172 Metern. Die Wilkethöchi und die neue Feuerstelle beim Wilkethüttli sollen zum zentralen Treffpunkt der neuen Gemeinde Neckertal werden. Zwei Holzbänke waren das persönliche, gemeinsame Geschenk der drei Gemeindepräsidenten, da man sich nicht einigen konnte, welcher der drei dieses nun zu übernehmen hätte, wie Adolf Fäh schilderte. Hans Bütikofer könnte sie als Geschenk an die anderen beiden müden Wanderer stiften. Vreni Wild sollte sie übernehmen, da Hans Bütikofer und Adolf Fäh fortan Zeit hätten, darauf zu sitzen und Adolf Fäh stünde es an, die Bänke zu stiften, da er schliesslich ein «Hölziger» sei.

12. August: Wattwil. Neuer Schulweg, neue Mittagspause. Elf Kinder besuchten den ersten Mittagstisch im Gemeindehaus Wattwil und der Bus auf der Strecke Lichtensteig-Wattwil war um einiges voller als gewohnt. Busfahrer Wolfgang Spornberger ist «gespannt» auf seine neuen Fahrgäste Die 51 Schülerinnen und Schüler von Lichtensteig gehen seit Montag nach Wattwil in die Oberstufe. Dahin können sie mit dem öffentlichen Bus der BLWE fahren.

Wichtig ist das zügige Ein- und Aussteigen an den verschiedenen Haltestellen. Der Kurs ist auf die Bahnanschlüsse abgestimmt und recht knapp berechnet. Dies ist auch der Grund, warum die Jugendlichen vor der Schule Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. «Wir müssen jetzt noch eine halbe Stunde warten», sagen beispielsweise zwei Schülerinnen, die den Bus bei der Post in Wattwil verlassen. Von ihrem neuen Schulweg sind sie nicht gerade begeistert. Die Variante mit dem öffentlichen Bus wird bis vor den Herbstferien geprüft.

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