Harmonie Lichtensteig servierte ihrem Publikum ein Menü mit Strauss und Queen

Die Harmonie Lichtensteig servierte ihrem begeisterten Publikum ein herrliches Neujahrskonzert

Peter Jenni
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Die Harmonie Lichtensteig unter der Leitung von Urs Wieland begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Die Harmonie Lichtensteig unter der Leitung von Urs Wieland begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Bild: Peter Jenni

Am späteren Sonntagnachmittag wähnten sich die vielen Besucherinnen und Besucher in der katholischen Kirche Lichtensteig unter anderem zuweilen in Wien, London, Basel oder Bern. Das Spitzenmenü, welches die Musikgesellschaft Harmonie Lichtensteig ihrem begeisterten Publikum auftischte, strotzte nur so vor Abwechslung und Spannung. Dirigent Urs Wieland hatte sämtliche Register gezogen, die er seinen Musikantinnen und Musikanten abverlangen konnte.

Bereits nach dem ersten Höhepunkt, mit dem sich die Zuhörerinnen und Zuhörer am Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wähnen konnten, setzte sich der musikalische Leiter der Jugendmusik und Vizedirigent Martin Huber mit seinen Jungbläserinnen und Jungbläsern mit zwei Vorträgen in Szene. Diese wurden vom Publikum derart mit Applaus überhäuft, so dass das Ensemble erst nach zwei anspruchsvollen Zugaben abtreten durfte.

Zu Beginn hiess Präsident Jürg Stauffer das Publikum willkommen und am Schluss bedankte er sich bei allen Beteiligten sowie Sponsoren und Notenspendern. Als Moderator stellte Pascal Graf, Pastor der Chrischona Gemeinde Wattwil, die Grundlagen, auf denen die einzelnen Vorträge basierten, vor.

Mit dem «Cirque du Soleil» nach Basel

Mit einer fulminanten Konzertfanfare, unter der Leitung von Vizedirigent Martin Huber, mit Dirigent Urs Wieland am Xylophon, fand das Konzert seinen Anfang, womit die Begeisterung im Publikum bereits zu spriessen begann. Danach übernahm Urs Wieland das Zepter, mit «Africa» von Toto und «Nimrod» von Edward Elgar, womit er bereits zum ersten Höhepunkt überleitete.

Unter anderen mit «An der schönen blauen Donau, Wienerblut, Tritsch Tratsch Polka, Blitz und Donner» von Vater und Sohn Johann Strauss, endete der Wiener-Tripp mit dem Radetzky-Marsch. Dieser wurde vom Publikum mit Klatschen begleitet, als ob alle im Wiener Musikverein dabei gewesen wären. Weiter ging es Schlag auf Schlag mit «Maggie May» von Rod Stewart und Martin Quittenton, arrangiert von Vizedirigent Marin Huber persönlich. Mit «Cirque du Soleil» führte die Reise nach Basel, bevor London einlud.

«Mit «Queen Greatest Hits» erreichte die Begeisterung im Publikum den zweiten Höhepunkt. Es grenzt schon an ein Kunststück, wenn sich eine Rockband 1976 während neun Wochen auf Platz eins der britischen Charts halten konnte, was den mit Platin und Gold verwöhnten Queen mit dem damals besten Song «Bohemian Rhapsody» gelang.

Die Rechnung ohne die Gäste gemacht

Einige Titel, die gespielt wurden, animierten im Publikum zum Mitsingen oder sich dazu zu bewegen. Während des Konzerts begeisterten in den Registern immer wieder Musikerinnen und Musiker mit top Soloauftritten. Wer erinnert sich nicht an die Berner Mundart-Rockband «Span» mit ihrem Hit «Louensee» von 1983?

Damit wollte Urs Wieland das Konzert beenden, doch da hatte er die Rechnung ohne Gäste gemacht. Zufrieden gaben sich die Anwesenden erst, als nochmals der Radetzky Marsch ertönte und sich das Publikum mit Klatschen abermals begeistern liess. Eine tolle Leistung, welche Urs Wieland mit seinen Musikantinnen und Musikanten sowie Martin Huber mit seinen Jungbläsern dem Publikum servierten.