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Handgestrickte Stirnbänder bringen Kinder im Dunkeln zum Leuchten

Die Terzstiftung hat ein Projekt lanciert, welches Stricken mit der Sicherheit auf der Strasse verbindet. Bewohnerinnen aus zwei Altersheimen aus der Region Toggenburg haben mitgemacht und Leuchtstirnbänder für Kinder gestrickt.
Flurina Lüchinger
Die Kinder freuen sich über die Stirnbänder, welche sie im Dunkeln sichtbar machen werden. (Bild: Flurina Lüchinger)

Die Kinder freuen sich über die Stirnbänder, welche sie im Dunkeln sichtbar machen werden. (Bild: Flurina Lüchinger)

Der Winter naht. Die Zeit wurde umgestellt. Die Dunkelheit legt sich jeden Abend früher über das Land. Leute, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind, werden unsichtbar. Der TCS hat 2017 eine Kampagne lanciert, die sich «made visible» nennt. Sie dauert noch ein Jahr und möchte genau darauf hinweisen. Die Leute, die ohne ein Fahrzeug mit Motor unterwegs sind, sollen sich mit reflektierenden Hilfsmitteln sichtbar machen. Dies dient der Unfallprävention.

Helles schützt vor Unfällen in der Nacht

Besonders gefährdet im Strassenverkehr sind ältere Menschen und Kinder. Mit einer der «made visible» untergeordneten Kampagne will man vor allem diese zwei Altersstufen ansprechen. Diese Kampagne nennt sich «Vorbilder leuchten». Sie zeigt einerseits auf, dass helle oder reflektierende Kleidung und Accessoires nicht stigmatisierend sind, sondern vor Unfällen schützen, und andererseits soll an die Vorbildfunktion von älteren Menschen appelliert werden.

Im Rahmen dieses Zusatzprojektes, das von der Terzstiftung ins Leben gerufen worden ist und vom Fonds für Verkehrssicherheit finanziert wird, sollen Kinder mit selbstgestrickten Mützen und Stirnbänder geschützt werden. Mitgemacht bei dieser Aktion haben 102 Alters- und Pflegeheime, 21 Frauenvereine und 109 Einzelpersonen. Die handgemachten Kleidungsstücke wurden grösstenteils am 29. Oktober von den Altersheimen an Kindergärtler und Kindergärtlerinnen übergeben. Auch diese direkten Übergaben sollen den Austausch zwischen Generationen fördern.

Wo ältere Menschen ihre Fähigkeiten einbringen

Grundsätzlich setzt sich die Terzstiftung dafür ein, dass ältere Menschen ihre Fähigkeiten einsetzen und sich in der Gesellschaft weiter organisieren können. Die eine dieser Übergaben war im Kindergarten Howart in Ebnat-Kappel und die andere im Altersheim Im Horb in Alt St.Johann. An beiden Orten waren etwa fünf Strickerinnen fleissig, die schon im Frühsommer von der Terzstiftung farbige Wolle, reflektierende Fäden und vier verschiedene Anleitungen zugeschickt bekommen haben und sofort mit dem Stricken der Stirnbänder begonnen haben.

Die Übergabe der gestrickten Leuchtstirnbänder hat Bewohnerinnen des Altersheims mit den Kindergärtlern zusammengeführt. (Bild: Flurina Lüchinger)

Die Übergabe der gestrickten Leuchtstirnbänder hat Bewohnerinnen des Altersheims mit den Kindergärtlern zusammengeführt. (Bild: Flurina Lüchinger)

Für die Übergabe im Altersheim Im Horb waren es jedoch nicht die Bewohnerinnen selber, sondern die Strickfrauen vom Obertoggenburg, die das Altersheim im Zwei-Wochen-Takt besucht haben und vor Ort strickten. Diese Strickgruppe hat etwa 150 Stirnbänder angefertigt für drei Kindergärten und Unterstufengruppen aus Wildhaus-Alt. St. Johann. Der Überschuss wurde der Terzstiftung zurückgeschickt und die Stiftung verteilt sie an andere Kindergartenkinder.

Mühe hat sich trotz sperrigem Faden gelohnt

Für den Kindergarten Howart waren fünf Bewohnerinnen aus dem Altersheim im Einsatz. Das Einarbeiten des reflektierenden Fadens sei am Anfang ein bisschen nervenaufreibend gewesen, da der Faden sehr rau und sperrig sei, meint eine Frau von den Strickfrauen. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Die Kinder sind für die dunkle Jahreszeit nun gut ausgerüstet. Sie haben zu den farbenfrohen Stirnbändern auch einen reflektierenden Pin zum Anstecken bekommen.

Bei beiden Anlässen durften die Bewohnerinnen und Bewohner der Altersheime zu einem Znüni respektive einem Zvieri auch eine musikalische Darbietung der Kinder geniessen. Wer nun also in den kommenden Monaten leuchtende Köpfe sieht, weiss, dass dies den fleissigen Strickerinnen zu verdanken ist.

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