Halbmarathon
Höchster Zürcher will auf den höchsten Zürcher – warum ein halber Mosnanger kurzfristig in seine einstige Heimat zurückkehrt

Prominente Besetzung beim Schnebelhorn Panoramatrail am 18. September in Mosnang. Der Zürcher GLP-Kantonsrat Benno Scherrer, in diesem Jahr Parlamentspräsident und somit höchster Zürcher, hat sich vorgenommen, die 21 Kilometer zu laufen.

Beat Lanzendorfer
Drucken
Teilen
In diesem Jahr werden rund 500 Teilnehmende die 21 Kilometer von Mosnang aufs Schnebelhorn und zurück an den Ausgangspunkt auf sich nehmen.

In diesem Jahr werden rund 500 Teilnehmende die 21 Kilometer von Mosnang aufs Schnebelhorn und zurück an den Ausgangspunkt auf sich nehmen.

Bild: Beat Lanzendorfer

Es ist nur ein kleines Jubiläum, aber trotzdem nicht zu verachten: In diesem Jahr findet der Schnebelhorn Panoramatrail schon zum fünften Mal in Folge statt. Keineswegs selbstverständlich. Während andere Veranstalter wegen der Coronapandemie im letzten und teilweise in diesem Jahr das Handtuch warfen, war eine Absage in Mosnang nie eine Option.

Das Coronavirus verlangt den Organisatoren trotzdem Flexibilität ab. Um alle sicherheitsrelevanten Auflagen einhalten zu können, wird der Anlass zweigeteilt. Am Samstag, 18. September, fällt lediglich der Startschuss für das Rennen auf das Schnebelhorn sowie für «Moslig 8000». Alle anderen Kategorien, speziell jene für die Schülerinnen und Schüler, werden tags zuvor ausgetragen.

Der höchste Zürcher ist ein halber Mosnanger

Im vergangenen Jahr gehörte Viktor Röthlin zu den Startenden im Sportlerdorf. Die Lauf-Ikone benötigte für die 21 Kilometer knapp 1,47 Stunden, wobei er sich nicht im Renn-, sondern im Genussmodus befand und für ihn die Zeit nebensächlich war. Die Beweggründe bei Benno Scherrer, dem aktuell höchsten Zürcher, sind ähnlicher Natur. Er sagt:

Benno Scherrer, in diesem Jahr Zürcher Kantonsratspräsident.

Benno Scherrer, in diesem Jahr Zürcher Kantonsratspräsident.

Bild: Ennio Leanza/KEYSTONE
«Der Lauf von Moslig auf den mit 1292 Metern höchsten Zürcher Berg reizt mich wegen der fantastischen Aussicht ausserordentlich, auch wenn ich nicht mehr Läufer, sondern eher Rennvelofahrer bin.»

Und dann erzählt der 56-Jährige noch aus seiner Kindheit, in der er oft zu Besuch im Toggenburg war: «Meine Mutter Trudy Scherrer-Walliser lebte nach ihrer Pensionierung wieder an der Hinterdorfstrasse 8 in Mosnang, als Bub habe ich meine Ferien fast immer bei meiner Grossmutter und meinen Verwandten hier verbracht. Ich kenne viele wunderbare Strecken um das Dorf – und bis zum Schnebelhorn. Ich bin somit fast schon ein halber ‹Mosliger›.»

Kein Covid-Zertifikat erforderlich

OK-Präsidentin Rita Hedley und ihr Team leisten einen riesigen Aufwand, um trotz Coronavirus einen sicheren Event durchführen zu können. «Deshalb wird der Anlass wie schon erwähnt zweigeteilt», erklärt sie. Weil dadurch an beiden Tagen die Teilnehmerzahl von 1000 bei weitem nicht überschritten werde.

So werden am Samstag maximal 600 Läuferinnen und Läufer erwartet. Am Freitag höchstens 200. Deshalb müssten die Teilnehmenden kein Covid-Zertifikat vorweisen. Anmeldungen seien nach wie vor möglich, Hedley weist aber darauf hin, dass für den Panoramatrail aufs Schnebelhorn die Teilnehmerzahl auf 500 beschränkt sei und die frühzeitige Anmeldung empfohlen werde. Dazu sagt sie abschliessend:

OK-Präsidentin Rita Hedley.

OK-Präsidentin Rita Hedley.

Bild: Beat Lanzendorfer
«Rund 300 der 500 Startplätze sind vergeben, wer sich bis am 11. September online unter www.lrmosnang.ch anmeldet, bekommt eine personalisierte Startnummer.»

Aktuelle Nachrichten