Grosse Unterstützung für Sanierung und Anpassung der Wattwiler Schulanlage Risi

Die Schulanlage Risi kann saniert und räumlich angepasst werden. Das Stimmvolk der Schulgemeinde sagte gestern mit 85 Prozent Ja zum Projekt. Baubeginn ist bereits im Sommer 2020.

Sabine Camedda
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Die Stimmbürger der Schulgemeinde Wattwil-Krinau stimmten dem vorgelegten Sanierungs- und Ausbauprojekts der Schulanlage Risi zu. Visualisierung: PD

Die Stimmbürger der Schulgemeinde Wattwil-Krinau stimmten dem vorgelegten Sanierungs- und Ausbauprojekts der Schulanlage Risi zu. Visualisierung: PD

Ablehnende Stimmen und Kritik waren im Vorfeld nicht zu vernehmen. Auch die Befürworter fuhren keine grosse Kampagne. Der Abstimmungskampf um die Vorlage zur Sanierung und räumlichen Anpassung der Schulanlage Risi in Wattwil blieb ruhig.

Am Abstimmungssonntag sprachen die Schulbürger aber Klartext: 1679 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urne, nur gerade 297 stimmten dagegen. Das entspricht einem Ja-Anteil von 85 Prozent bei einer Stimmbeteiligung von 35,2 Prozent.

«Mit Freude zur Kenntnis genommen»

Der Schulrat Wattwil-Krinau bedankte sich in einer Mitteilung bei den Bürgern. «Mit Freude hat der Schulrat die grosse Zustimmung der Bürgerschaft zur dringend notwendigen Sanierung und räumlichen Anpassung der Schulanlage Risi zur Kenntnis genommen», schreibt er. Er bedanke sich für die Unterstützung des für die Schulgemeinde sehr wichtigen Projektes, welches die Bedürfnisse der Schule in wirtschaftlicher, betrieblicher und pädagogischer Sicht optimal abdecke, heisst es weiter.

Der Kredit, den die Stimmbürger gesprochen haben, beläuft sich auf 10,83 Millionen Franken. Einen Neubau schloss Schulratspräsident Norbert Stieger im Vorfeld der Abstimmung aus. Zum einen würde ein solcher rund doppelt so teuer werden, zum anderen sei es mit den heutigen Vorschriften nicht mehr möglich, das vorhandene Raumangebot auf dem Areal unterzubringen.

Vom Kindergarten bis in die Oberstufe

Im Zuge der Sanierung wird im älteren der Schulgebäude ein Kindergarten eingerichtet. Dieser wird nicht neu eröffnet, sondern bereits heute geführt, jedoch an anderer Stelle. Für den Schulrat sei es aber sinnvoller, wenn alle Schulkinder vom Kindergarten bis in die Oberstufe unter einem Dach vereint seien, sagte der Schulrat vor der Abstimmung. Zudem müssten die Kleinsten auf ihrem Schulweg nicht mehr die Wilerstrasse überqueren.

Rahmenbedingungen für zeitgemässe Ausbildung

Im Vorfeld der Abstimmung wies der Schulrat Wattwil-Krinau mehrmals darauf hin, dass die Gebäude aus den Jahren 1916 und 1974 stammen und einer dringenden Sanierung bedürfen. In beide Gebäude werden Lifte eingebaut, zudem werden die Normen für die Sicherheit umgesetzt.

Im Zuge der Sanierung soll auch die Raumaufteilung an die heutige Zeit angepasst werden. Konkret bedeutet dies, dass einzelne Zimmer vergrössert oder leicht umgestaltet werden. Ebenfalls wird eine neue Aula erstellt. Diese tritt an Stelle des bisherigen Gymnastikraums, der als Turnhalle genutzt wurde. Die Kosten begründet der Schulrat zudem mit Ausgaben für den Denkmalschutz sowie mit zwingenden Massnahmen für die Erdbebensicherheit und für den Brandschutz. Nicht zuletzt wird die Fassade des über 40-jährigen Gebäudes energietechnisch saniert und im neueren Gebäude muss die gesamte Haustechnik erneuert werden.

Mit dem Abstimmungsergebnis ist eine wichtige Hürde gemeistert und nun kann die Baukommission ihre Arbeit in Angriff nehmen. Nur gerade 16 Monate bleiben für die detaillierte Planung, das Bewilligungsverfahren, die Ausschreibungen und die Vorbereitungsarbeiten. Bereits im Juli 2020 soll mit den Sanierungsarbeiten an den Schulgebäuden begonnen werden. Während eines halben Jahres werden die Schülerinnen und Schüler ausserhalb der Schulanlage unterrichtet. Bis im Sommer 2021 sollen dann auch die Umgebungsarbeiten fertig gestellt sein.

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