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Goldener Boden: «Bei uns ist nichts unmöglich zu reparieren»

Die Gebrüder Perret führen in Lichtensteig ein Uhren- und Schmuckstückgeschäft. Ihr Handwerkliches Können liegt in der Familie.
Sabine Schmid
Roger (links) und René Perret führen in ihrem Atelier Arbeiten an Uhren und Schmuckstücken aus. (Bild: Sabine Schmid)

Roger (links) und René Perret führen in ihrem Atelier Arbeiten an Uhren und Schmuckstücken aus. (Bild: Sabine Schmid)

Jede Uhr tickt anders. Dennoch ist das Grundprinzip jeder Uhr dasselbe, ob die Uhr nun vor 200 Jahren gebaut wurde oder neu ist. Bei älteren Uhren, die uns für einen Service oder eine Reparatur gebracht werden, stellen wir oftmals fest, dass es keine Ersatzteile gibt. Durch unsere Ausbildungen – der 45-jährige René ist Uhrmachermeister und Roger, 40 Jahre alt, ist Uhrmacher-Rhabilleur – sind wir in der Lage, die defekten Teile selbst neu anzufertigen. Dadurch ist bei uns vieles möglich, was bei anderen Geschäften nicht mehr geht.

Wir sind ein Familienunternehmen durch und durch. Nicht nur, weil wir seit fast 20 Jahren das Geschäft in vierter Generation führen. Unsere drei Geschwister haben ebenfalls eine Ausbildung im selben Bereich absolviert, Marlis und Marcel sind nach wie vor bei uns in Lichtensteig tätig.

Unterschied nur beim Material

Die Arbeit und das Werkzeug des Uhrmachers und des Goldschmieds sind identisch, lediglich beim Material, das sie verwenden, zeigen sich Unterschiede. Es ist auch nicht immer möglich, eine Grenze zu ziehen. Etwa dann, wenn wir eine alte Taschenuhr mit Silbergehäuse revidieren. Aus diesem Grund bieten viele Geschäfte Uhren und Schmuck an. Wir haben uns bei Weiterbildungen im Goldschmiedehandwerk verfeinert. Dort ist, im Gegensatz zur Uhrenmacherei, Kreativität gefordert. Wir passen unter anderem alte Schmuckstücke an und modernisieren sie so, wie es die Kunden wünschen. Damit schaffen wir es, dass die Kunden mehr Freude an einem Schmuckstück – beispielsweise einem Erbstück – haben.

Noch heute ist es gang und gäbe, zu einem besonderen Anlass eine Uhr zu verschenken. Eine Armbanduhr ist zwar ein Alltagsgegenstand, sie ist aber beständiger als manch anderes Geschenk. Ebenso Schmuckstücke. Will ein Paar einen Trauring bei uns kaufen oder herstellen lassen, ist dies auch für uns ein emotionaler und glücklicher Moment.

Familientradition seit vier Generationen

Der Name Perret ist seit den 1930er-Jahren mit Schmuck und Uhren verbunden. René Perret eröffnete sein Geschäft in Château-d’Oex. Sein Sohn Daniel hatte in den 1950er-Jahren ein Geschäft im Goldschmied und Uhrenbereich in Zürich. Die dritte Generation mit Reinhard und Marthi Perret eröffnete ihr Geschäft in Lichtensteig. Dieses wird seit den 2000er-Jahren von René und Roger Perret geführt.

Mein erstes Geld verdiente ich ...
... beim Aufräumen des Lagers im elterlichen Geschäft, als Zustupf zum Sackgeld. (René)
... mit Gartenarbeit als Hilfe für unsere Mutter, ebenfalls um mehr Sackgeld zu haben. (Roger)

Mein liebstes Schmuckstück ...
... ist mein Trauring, den ich zusammen mit meiner Frau selber kreiert habe. (René)
... ist meine Frau, im übertragenen Sinn gemeint. (Roger)
(sas)

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