Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Gold» soll glanzvolle Momente auf Schloss Werdenberg erzeugen

Unter dem Jahresthema «Gold» beginnt am 2. April die neue Kunst- und Kultursaison auf Schloss Werdenberg. Zu den Höhepunkten gehören eine Fotoinstallation, die Schlossmediale und das «Gold-Rahmen-Programm».
Armando Bianco
Hereinspaziert ins Schloss Werdenberg: Thomas Gnägi, Schlossleiter, und Babette Karner, Kommunikation, freuen sich auf viele interessierte Besucher zum vielseitig und mit regionalem Bezug gestalteten Jahresthema «Gold». (Bild: Armando Bianco)

Hereinspaziert ins Schloss Werdenberg: Thomas Gnägi, Schlossleiter, und Babette Karner, Kommunikation, freuen sich auf viele interessierte Besucher zum vielseitig und mit regionalem Bezug gestalteten Jahresthema «Gold». (Bild: Armando Bianco)

Auch wenn das auf Anhieb wohl längst nicht jedem auffällt – Schloss Werdenberg präsentierte sich gestern, also wenige Tage vor Saisonbeginn frühlingsmässig rausgeputzt. Zwei Wochen lang haben fleissige Menschen Staub weggewedelt, Fenstern neuen Durchblick verliehen und mehr. Wenn seit Saisonende 2018 auch fünf Monate vergangenen sind, Winterschlaf hat im Schlossbetrieb niemand gehalten. Thomas Gnägi, Schlossleiter, und Babette Karner, Kommunikation, haben zusammen mit vielen weiteren Köpfen und Kräften ein vielseitiges, überraschendes und stark regional verankertes Programm entworfen.

Das Jahresthema lautet «Gold», auch wenn es im Schloss Werdenberg fast kein Gold gibt, abgesehen von nicht echtgoldenen Bilderrahmen. «Aber das Thema passt gut zu uns», sagte Schlossleiter Thomas Gnägi gestern an der Programmpräsentation vor den Medien. Und meinte damit goldene Kehlen, goldene Schuhschnallen, Charlie Chaplins «Goldrausch», die Schoggitaler-Aktion 1960 zu Gunsten der Stiftung Pro Werdenberg und andere glänzende Versprechungen im Programm.

Dokumente von einst und komplizierte Instrumente

Die ehrwürdigen Porträtbilder und goldenen Bilderrahmen im zweiten Stockwerk des Schlosses werden in diesem Jahr neu belebt. Die Fotoinstallation «Posen für die Ewigkeit» nimmt mit einer vor der Porträtgalerie aufgestellten Kamera ein Bild der Menschen auf. Drückt man den Selbstauslöser, wird dieses «Selfie» direkt in die Gemäldegalerie übertragen und man wird einen Moment lang als gerahmtes Museumsstück selbst Teil der Ausstellung. Das eigene Porträtbild ist so lange auf dem Monitor zu sehen, bis es vom nächsten überschrieben wird.

Das «Gold-Rahmen-Programm» wird Unentdecktes ins Licht rücken – unbeachtete Kleinode, die erst dann auffallen, wenn ihnen ein würdiger Rahmen geboten wird. Das Publikum kann diese besonderen Stücke jeweils an einem Donnerstagabend nach der Arbeit gemeinsam am Tisch mit Künstlerinnen und Künstlern, Experten und Expertinnen entdecken: Erzählerin Caroline Caphiaghi hat Geschichten im Gepäck, der Glarner Landesarchivar Fritz Rigendinger alte Werdenberger Dokumente mit, das Buchser Künstlerpaar René Düsel und Claudia Huber zeigt den Werdegang eines Kunstwerks, der Melser Musikinstrumentenrestaurator Siegfried Amadäus Jud erläutert die komplizierte Bauweise mittelalterlicher Holzinstrumente, und Museumsleiter Thomas Gnägi rückt ein paar wenig beachtete Objekte und Bilder aus dem Schlossfundus in den Fokus.

Neues gibt es auch bei den Führungen: «Friedrichs Verhängnis» präsentiert einen Rundgang durch eine Geschichte der frühen Grafenzeit, und Historikerin Maja Suenderhauf deutet in Städtli und Schloss Spuren der Familie Hilty. Darüber hinaus werden der nationale und internationale Museumstag kreativ gefiert, das Programm für Kinder präsentiert Neues und Bewährtes, Familienführen bringen Generationen zusammen.

«Gold» fliesst in den Adern

«Gold» fliesst in den Adern der bereits 8. Schlossmediale vom 7. bis 16. Juni. Zehn Tage lang wird das Festival unter dem Jahresmotto dieses zugleich sinnliche und zwiespältige Element in Klang und Form hinterfragen. Auch in der Musik, in der Kunst: Das Metall Gold prägt Musik- und Tanzstile und war über Jahrhunderte Bestandteil künstlerischen Schaffens. Das Publikum der Schlossmediale wird Gold sehen, hören und schmecken können, lautet eine Verheissung im Programm der Schlossmediale im Juni dieses Jahres.
«Kultur im Bistro», ein Standbein des Schlossprogramms, bringt heuer musikalische Goldstücke, eine Literaturnacht und Charlie Chaplins «Goldrausch» mit Livemusik im Winter. Den Anfang macht am 24. Mai die regionale Kultformation Bluebones live im Schlosshof mit «Golden Nuggets» aus Rock, Blues, Funk und Soul. Am 6. September gibt es eine frühherbstliche Nacht lang Literatur. Am Saisonende steht die dunkle Seite des Goldes im Lichtkegel des Filmprojektors: Charlie Chaplins Klassiker «Goldrausch» von 1925. (wo)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.