«Gespenst der wiederkehrenden Betriebskosten ist vom Tisch» – Aufbruchstimmung rund ums Klanghaus

Die Veranstaltung zur Klangwelt am Schwendisee wurde zum gemütlichen Beisammensein an einem aussergewöhnlichen Ort. Einheimische und Gäste liessen sich aus erster Hand informieren.

Adi Lippuner
Drucken
Teilen
Angeregte Gespräche und die Darbietungen von Enrico Lenzin lassen die Zeit am Schwendisee wie im Flug vergehen. (Bild: Adi Lippuner)

Angeregte Gespräche und die Darbietungen von Enrico Lenzin lassen die Zeit am Schwendisee wie im Flug vergehen. (Bild: Adi Lippuner)

Wo, wenn nicht direkt am Schwendisee, dort wo in nicht allzuferner Zukunft – sofern die St. Galler Stimmbürger Ja sagen – das Klanghaus stehen soll, wird die Faszination des Klangs spürbar? Das war auch den Initianten und Promotoren des Kantons, den Regierungsräten Martin Klöti und Marc Mächler sowie dem Präsidenten der Klangwelt Toggenburg Mathias Müller, klar. Genau aus diesem Grund war die Bevölkerung am Samstag zu einer Informationsveranstaltung an den Schwendisee eingeladen.

Gegen Mittag trudelten die Menschen ein

Kamen am Vormittag die Gäste eher zögernd, füllten sich die Reihen gegen Mittag. Angelockt von den Klängen der Halszither, gespielt von Elisabeth Aebischer-Suter, den Geigenklängen von Elisabeth Eberhard, der experimentellen Musik von Enrico Lenzin und den traditionellen Klängen des Churfirstenchörli, liess es sich an diesem einmaligen Platz gut verweilen. Die beiden Regierungsräte brachten den Anwesenden das Projekt näher. Martin Klöti, Vorsteher Departement des Innern und damit auch St.Galler Kulturminister, betonte das Verbindende von Landschaft und Tradition und bezeichnete die Kultur als Basis des Zusammenlebens. Marc Mächler, Vorsteher des Baudepartements stellte die Symbiose der Landschaft am Schwendisee und die Bespielung durch den Klang im Zusammenhang mit dem einmaligen Baukonzept in den Mittelpunkt.

Unermüdlich im Einsatz für das Klanghaus ist auch Mathias Müller. Für ihn braucht es Mut, etwas Neues anzupacken. «Bei der Klangwelt am Schwendisee geht es nicht nur um Kultur. Es geht auch um Wertschöpfung und um den Ausgleich zwischen Stadt und Land.» Und was sagten die Anwesenden? Bei Gesprächen war zu hören, dass dieser einmalige Ort durch den Abbruch des bestehenden Gebäudes und den Neubau nur gewinnen könne. «Kommt dazu, dass das Gespenst der wiederkehrenden Betriebskosten vom Tisch ist und wir mit einer einmaligen Investition etwas Wertvolles erhalten,» so eine der gehörten Aussagen.