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Interview

Geschäftsführer von Säntis Energie erklärte neue Ökotankstelle:
«In umweltfreundlicher Mobilität sehen wir grosses Potenzial»

Im November wird die erste Ökotankstelle für Autos mit Elektro- oder Erdgasantrieb im Toggenburg eröffnet. Marc Zysset, Geschäftsführer der Säntis Energie erläutert, warum er auf alternative Antriebe setzt.
Interview: Sabine Schmid
Wer mit einem E-Auto im Toggenburg unterwegs ist, kann ab November in Wattwil den Akku an der neuen Ökotankstelle der Säntis Energie aufladen. Gemäss Marc Zysset würden jedoch viele E-Auto-Besitzer ihre Lademöglichkeit zu Hause noch bevorzugen. (Bild: Urs Bucher)

Wer mit einem E-Auto im Toggenburg unterwegs ist, kann ab November in Wattwil den Akku an der neuen Ökotankstelle der Säntis Energie aufladen. Gemäss Marc Zysset würden jedoch viele E-Auto-Besitzer ihre Lademöglichkeit zu Hause noch bevorzugen. (Bild: Urs Bucher)

Marc Zysset, Geschäftsführer der Säntis Energie. (Bild: PD)

Marc Zysset, Geschäftsführer der Säntis Energie. (Bild: PD)

Marc Zysset, warum erstellt die Säntis Energie im Färch in Wattwil eine Ökotankstelle für Autos mit Erdgas und Elektroantrieb?

Umweltfreundliche Mobilität ist eines unserer Geschäftsfelder, in welchem wir grosses Potenzial sehen. Auch die Energiestrategie des Bundes geht klar in eine saubere Richtung. So dürfen durchschnittliche Neuwagen ab 2021 nur noch 95 g CO2/km ausstossen, heute sind wir bei rund 130 g. Mit Erdgas/Biogas-Fahrzeugen sowie mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen werden wir in der Schweiz den angepeilten Durchschnitt eher erreichen können. Ansonsten drohen den Autoimporteuren saftige Bussen, welche sicherlich auf die Kunden abgewälzt werden.

Wie gross ist der Anteil von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben im Toggenburg?

Diese Frage kann ich nicht beantworten, denn es gibt dazu keine Statistik. Der Anteil an Autos mit alternativem Antrieb steigt jedoch stetig. Hybridfahrzeuge, das heisst Fahrzeuge, die einen Verbrennungsmotor sowie einen elektrischen Antrieb haben, haben derzeit den grössten Marktanteil. Bereits heute sind auch etliche Fahrzeuge mit Erdgas/Biogas unterwegs. Diese müssen heute noch in Wil tanken. Auch rein elektrische Fahrzeuge sind im Toggenburg regelmässig anzutreffen.

Die Säntis Energie betreibt seit rund einem Jahr eine Ökotankstelle in Herisau. Welche Bilanz ziehen Sie?

Grundsätzliche ziehen wir bereits heute eine positive Bilanz. Die Tankstelle ist seitens Erdgas/Biogas sehr gut frequentiert. Viele Leute in Herisau sind auf ein sauberes Fahrzeug mit sauberem Gasantrieb umgestiegen. Die Anzahl Ladungen am Stromschnelllader sind leider noch mehr als überschaubar. Da haben wir klar mehr erwartet. Wir behalten die Frequentierung weiterhin im Auge und verstärken allenfalls unsere Kommunikation noch weiter.

Ist der Markt in Herisau und in Wattwil etwa vergleichbar?

Ja, wir gehen davon aus, dass diese regionalen Märkte sehr ähnlich sind. Beide Regionen haben ein ähnliches Verkehrsaufkommen und auch eine vergleichbare Nutzung von Einheimischen sowie Touristen.

Die Ökotankstelle in Wattwil wird mit einem sehr leistungsfähigen Schnelllader ausgestattet, wofür die heutigen E-Autos noch gar nicht ausgerüstet sind. Warum macht die Säntis Energie diesen Schritt?

Das ist korrekt, wir stellen einen Lader von GoFast mit einer Leistung von rund 150 kW, die derzeit beste Ladeinfrastruktur der Ostschweiz, hin. Die maximale Leistungsaufnahme von Fahrzeugen liegt heute bei einem neuen Tesla bei rund 120 kW. Die Entwicklung der Automobilhersteller geht aber ganz klar in die Richtung, dass man künftig wesentlich schneller laden wird. Wir können dies dann unseren Kunden bereits bieten.

Sie sagen, dass die E-Autos an der Ökotankstelle kurzfristig geladen werden, um die Reichweite zu verbessern. Warum also diese Schnellladestation?

Normalerweise werden elektrische Fahrzeuge zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen. Öffentliche Ladestationen werden praktisch ausschliesslich zur Reichweitenerhöhung genutzt. Das heisst, wenn ein Tourist ins Toggenburg reist und die Reichweite seines E-Fahrzeugs nicht ausreicht, kann er in Wattwil kurz eine Zwischenladung machen.

Wird die Ökotankstelle in Wattwil die einzige dieser Art bleiben oder planen Sie bereits die nächste?

Wir sind der Meinung, dass das Konzept einer solchen Insel-Lösung, also nicht integriert in eine traditionelle Mineralöltankstelle, sehr zukunftsweisend ist. Entsprechend können wir uns vorstellen, dass noch einige solcher Ökotankstellen gebaut werden. Sobald die Kapazität der Ökotankstelle in Wattwil erreicht ist, werden wir eine weitere planen, sodass alle Kunden zufriedenstellend bedient werden können.

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