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Gemeinsam musizieren im Rentenalter

Mit anderen Menschen Musik zu machen verbindet. Dies hat der in Wattwil wohnhafte Rudolf Fritsche einige Male erleben dürfen und deshalb startet er nun das Projekt «Musizieren 60+».
Flurina Lüchinger
Regula Baumann und Rudolf Fritsche beim Musizieren während einer Probe. (Bild: Flurina Lüchinger)

Regula Baumann und Rudolf Fritsche beim Musizieren während einer Probe. (Bild: Flurina Lüchinger)

Nach der Pensionierung steht den meisten Rentnern viel Zeit zur Verfügung. Zeit, um eine alte Leidenschaft wieder aufblühen zu lassen. Zum Beispiel die Leidenschaft zur Musik. Es gibt mittlerweile einige Projekte für ältere Leute, um mit anderen zu musizieren. Zwei davon sind die «Räntnerbänd» in Wil oder die Musikschule proMusicante in Rapperswil.

Rudolf Fritsche, 68 Jahre alt, und Regula Baumann, 72 Jahre alt, lancieren ein drittes Projekt. Sie nennen es «Musizieren 60+». Er spielt Klavier, Kontrabass und Gramorimba - letzteres ist ein Litophon. Letzteres hat er selber entworfen und gebaut. Sie spielt Blockflöte und gibt immer noch ab und zu Instrumentallektionen. Im Verlaufe ihres Lebens wurde den beiden bewusst, dass musizieren Freude bereitet und gut für das Gehirn ist.

Hindernisse erschweren das Musizieren

Hürden, die man im jüngeren Alter auf sich nimmt, um Musik zu machen, werden im Alter schwieriger zu überwinden. Wenn der Weg zu weit wird, kein Lift zum Musikraum führt, die Instrumentalstunde zu viel kostet, oder die Noten nicht mehr lesbar sind, gibt man das Musizieren auf. Genau gegen dieses Aufhören richtet sich «Musizieren 60+».

Fritsche und Baumann haben in der Gemeinde Lichtensteig einen Musikraum zur Verfügung gestellt bekommen. Er ist gut erreichbar und es gibt einen Lift im Gebäude. Zudem ist Fritsche geübt im Neu-Arrangieren von Noten, so dass sie leichter lesbar sind. Es werden Instrumente vor Ort stehen, da auch der Instrumenttransport eine Hürde darstellen kann. Fritsche sagt:

«Man muss die Senioren und Seniorinnen aus ihren vier Wänden rausholen und in die Musik einbinden.»

Offen für Ideen

Interessierte dürfen sich mit ihren musikalischen Wünschen und Ideen bei Rudolf Fritsche und Regula Baumann melden. Die beiden werden dann je nach Interesse und Kenntnissen auf den Instrumenten Gruppen oder Ensembles bilden. Es gibt viele Möglichkeiten. Fritsche und Baumann sind flexibel und offen für Ideen. Auch wenn jemand einen Ort zum Üben braucht, weil das in der eigenen Wohnung nicht möglich ist, kann man den Übungsraum benutzen.

Regula Baumann und Rudolf Fritsche tauschen sich vor der Probe aus. (Bild: Flurina Lüchinger)

Regula Baumann und Rudolf Fritsche tauschen sich vor der Probe aus. (Bild: Flurina Lüchinger)

Oder wenn jemand Notenmaterial oder Instrumente nicht mehr braucht, sie aber noch nicht in der Müllabfuhr sehen will, dürfen diese zur Verfügung gestellt werden. Vor allem Notenmaterial, das im 20. Jahrhundert entstanden ist, sei gesucht. Fritsche sagt, dass das Notenmaterial aus dem letzten Jahrhundert langsam verloren gehe. Mit einer Art Archiv wollen die zwei Pensionierten dieses Kulturgut erhalten. Menschen mit wenig Übung auf dem Instrument oder mit der Stimme sind genauso Willkommen wie Profimusiker.

Flyer werden an verschiedenen Orten verteilt

Die Idee eines solchen Projektes schwirrt schon lange im Kopf von Rudolf Fritsche herum. Der ausschlaggebende Anstoss für den Start des Projektes kam, als die geeigneten Räumlichkeiten gefunden wurden. Lichtensteig ist sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, und es sind auch Parkplätze vorhanden.

Die selbstgestalteten Werbeflyer wollen Fritsche und Baumann von Herisau bis Schmerikon und von Wildhaus bis Wil verteilen. Zudem werden sie sich mit der ProSenectute in Verbindung setzen. Die beiden sind optimistisch und die Vorfreude auf alle kommenden Musikprojekte ist im Raum zu spüren.

Kontaktmöglichkeiten

Alle interessierten Musikerinnen und Musiker können sich entweder per Telefon oder per E-Mail melden. Rudolf Fritsche: 071 988 46 30, Regula Baumann: 071 990 09 60 oder info@steinklang.ch.

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