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Interview

Gemeindepräsident von Bütschwil zum Projekt Lerchenfeld: «Die Einwohnerzahl wird wohl steigen»

Die Micarna AG hat gestern bekannt gegeben, einen grossen Verarbeitungsbetrieb für Geflügel «im Lerchenfeld» in Bütschwil anzusiedeln. Gemeindepräsident Karl Brändle nimmt dazu Stellung und spricht über die Chancen, dass weitere Unternehmen der Micarna folgen werden.
Sabine Camedda
Karl Brändle, Gemeindepräsident von Bütschwil-Ganterschwil. (Bild: PD)

Karl Brändle, Gemeindepräsident von Bütschwil-Ganterschwil. (Bild: PD)

Karl Brändle, die Micarna AG hat entschieden, einen Geflügelfleisch-Verarbeitungsbetrieb in der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil anzusiedeln. Wie ist Ihre Reaktion?

Der Gemeinderat begrüsst die Ansiedlung eines Geflügelfleisch-Verarbeitungsbetriebes der Micarna und die damit verbundene Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Es wäre eine Bereicherung für unser wirtschaftliches Schwerpunktgebiet Lerchenfeld, aber auch für die ganze Region. Ebenso wird das Projekt durch das Amt für Wirtschaft des Kantons St.Gallen unterstützt. Wir freuen uns über die Konkretisierung des Projektes.

Welche Anstrengungen waren seitens der Gemeinde bis zu diesem Entscheid unternommen worden?

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Raumentwicklung und Geoinformation wurden die raumplanerischen Vorgaben geklärt. Die für das Projekt notwendige Fläche wurde in den kantonalen Richtplan aufgenommen.

Gab es auch Widerstand?

Nein, bis anhin gab es keinen Widerstand. Im Gegenteil, bisher habe ich mehrheitlich nur positive Reaktionen zur Kenntnis genommen. Was die Bevölkerung dazu meint, wird sich dann zeigen, wenn die raumplanerischen Erlasse, Teilzonenplan und Sondernutzungsplan sowie das Bauprojekt zur öffentlichen Auflage gelangen. Dann kann es auch öffentlich diskutiert werden.

Kommen dadurch zusätzliche Arbeiten auf die Gemeinde zu, beispielsweise für die Erschliessung?

Für die Erschliessung des wirtschaftlichen Schwerpunktgebietes Lerchenfeld hat die Bürgerschaft bereits im Jahre 2014 die entsprechenden Investitionskredite im Gesamtnettobetrag von rund 1,8 Millionen Franken genehmigt. Dabei handelt es sich um Strassenbau-, Bachöffnungs- und Kanalisationsprojekte. Im Zusammenhang mit dem Micarna-Projekt werden die aktuellen Erschliessungsprojekte teilweise angepasst werden müssen.

Wie hoch werden die Kosten dafür geschätzt?

Zu den möglichen zusätzlichen Kosten können wir heute noch keine Angaben machen.

Die Micarna rechnet mit einer Baueingabe im ersten Halbjahr 2020. Was geschieht bis dann?

Wir werden prüfen, inwieweit die bestehenden Erschliessungsprojekte angepasst werden müssen. Ebenso gilt es, die raumplanerischen Erlasse auflagereif zu machen.

Können noch andere Unternehmen davon profitieren und sich im Lerchenfeld ansiedeln?

Das wirtschaftliche Schwerpunktgebiet Lerchenfeld ist eingeteilt in Ost und West. Im westlichen Teil ist das Projekt der Micarna vorgesehen. Im östlichen Teil besteht die Möglichkeit für die Ansiedlung weiterer Unternehmen.

Für wie viele Unternehmen hat es Platz?

Dies kann so nicht beziffert werden, zumal dies von der beanspruchten Fläche abhängig ist.

Gibt es bereits Interessenten?

Verschiedene Unternehmen haben ihr Interesse bekundet und prüfen eine Ansiedlung.

Die Micarna spricht von 200 neuen Arbeitsstellen. Erwarten Sie einen Zuwachs von Einwohnern in der Gemeinde?

Es ist davon auszugehen, dass mit der Realisierung des Projektes im Lerchenfeld auch die Einwohnerzahl in unserer Gemeinde, aber auch in der Region Toggenburg steigen wird.

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