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Gemeindefusion im Neckertal: Mit dem klaren Ja an der Grundsatzabstimmung ist der erste Schritt getan

Die Gemeinden Oberhelfenschwil, Hemberg und Neckertal sagen klar Ja zur Prüfung einer Fusion zur Einheitsgemeinde. Mit einem Ja-Anteil von 75,4 Prozent war die Zustimmung in Neckertal am höchsten.
Urs M. Hemm
Die Co-Leitung des Kernteams feiert das gemeinsam das gute Abstimmungsresultat (von links): Toni Hässig (Gemeindepräsident Oberhelfenschwil), Vreni Wild (Gemeindepräsidentin Neckertal), Andreas Lusti (Projektsekretär) sowie Christian Gertsch (Gemeindepräsident Hemberg). (Bild: Urs M. Hemm)

Die Co-Leitung des Kernteams feiert das gemeinsam das gute Abstimmungsresultat (von links): Toni Hässig (Gemeindepräsident Oberhelfenschwil), Vreni Wild (Gemeindepräsidentin Neckertal), Andreas Lusti (Projektsekretär) sowie Christian Gertsch (Gemeindepräsident Hemberg). (Bild: Urs M. Hemm)

«Ich bin froh, dass das Resultat so deutlich ausgefallen ist. So können wir nun mit breiter Unterstützung die vor uns liegenden Aufgaben angehen», sagte der Oberhelfenschwiler Gemeindepräsident Toni Hässig anlässlich des Abstimmungsapéros im Seniorenheim Neckertal. Der Hemberger Gemeindepräsident Christian Gertsch zeigte sich ebenfalls hocherfreut über das Abstimmungsresultat. Dennoch, sagt Christian Gertsch:

«Es ist kein Blankoschein für eine Fusion. Jetzt müssen wir erst recht saubere Arbeit liefern, um dem Vertrauen der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gerecht zu werden.»

Vreni Wild, Gemeindepräsidentin von Neckertal, führt das gute Resultat in ihrer Gemeinde darauf zurück, dass die Neckertaler bereits vor zehn Jahren eine Fusion erlebt und gesehen haben, dass eine solche hauptsächlich Gutes mit sich bringt. «Die Menschen scheinen bereit und offen dafür zu sein, einen Schritt weiter zu gehen und eine erneute Fusion genauer zu prüfen», sagte Vreni Wild. Viel Zeit zum ausruhen bleibt den dreien jedoch nicht. Denn für Mittwoch ist bereits das erste Treffen anberaumt, an welchem das weitere Vorgehen besprochen werden soll.

Abklärungen zu Detailfragen jetzt möglich

Mit dem vorliegenden Abstimmungsresultat wurde den Gemeinderäten nun der Auftrag erteilt, die Detailfragen zu einer Fusion der drei Gemeinden genau zu klären und Lösungen vorzubereiten .

In diesem sogenannten Vereinigungsverfahren sollen insbesondere Fragen beantwortet werden zu Themen wie dem Standort des Gemeindehauses, der Höhe des Kantonsbeitrages sowie des Steuerfusses der neuen Einheitsgemeinde, dem Namen der neuen Gemeinde und deren Wappen, der Organisation der Schule sowie der Organisation des Gemeinderates und der Verwaltung bis hin zu neuen Vereinbarungen mit Partnergemeinden. Die Resultate dieser umfangreichen Abklärungen werden der Bevölkerung präsentiert und sollen als Grundlage für die nächste Abstimmung vom 13. Juni 2021 dienen, an der die Stimmberechtigten über den eigentlichen Vereinigungsbeschluss zu befinden haben.

Strukturbereinigung in Verwaltung und Schulen

Mit der Bildung einer Einheitsgemeinde wollen die drei Neckertaler Gemeinden nicht nur die Strukturen vereinfachen, obwohl dieses Ziel besonders für Neckertal im Vordergrund steht. Denn, für die zuständigen Räte ist die Zusammenarbeit über zwei gemeindeübergreifende Schulgemeinden und einem ausserkantonalen Zweckverband äussert aufwendig und kompliziert.

Für Hemberg hingegen steht die Organisation der Verwaltung im Vordergrund, da es für kleine Gemeinden immer schwieriger wird, Behördenmitglieder zu finden. Dies zeigte sich exemplarisch, als die Primarschulgemeinde Hemberg keine Nachfolge für das Schulpräsidium finden konnte und Elsbeth Roth sich noch einmal für dieses Amt zur Verfügung stellen musste, damit es keine Vakanz gab.

Für die Gemeinde Oberhelfenschwil stellt sich dieses Problem zwar noch nicht aktuell, es könnte aber auch dort ohne organisatorische Anpassungen in naher Zukunft ein zentrales Thema werden. Deshalb erhofft sich der Gemeinderat mit der Zusammenführung der öffentlichen Aufgaben in den Bereichen Verwaltung und Schule die Sicherstellung der bestehenden Qualität bei vertretbarem finanziellen Aufwand.

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