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Gegenwind für die geplante Schulreorganisation in Kirchberg

Die Schule möchte sich weiterentwickeln und plant die Einführung einer Geschäftsleitung mit gleichzeitiger Reduktion des Schulrates. Dagegen regt sich Widerstand.
Beat Lanzendorfer
Über der Kirchberger Schule, dessen Sekretariat im Gemeindehaus untergebracht ist, ziehen sich dunkle Wolken zusammen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Über der Kirchberger Schule, dessen Sekretariat im Gemeindehaus untergebracht ist, ziehen sich dunkle Wolken zusammen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das vor zwei Jahren angestossene Projekt «Weiterentwicklungen der Schuleinheiten der Schulen Kirchberg» stösst nicht überall auf Gegenliebe.

Nach dem Informationsanlass vom 5. Juni hat sich ein Komitee gebildet, das sich gegen die Änderung ausspricht.

Schulpräsidium müsse Führung beibehalten

Moniert wird, dass die geplante Geschäftsleitung, bestehend aus dem Schulratspräsidenten und zwei noch zu bestimmenden Geschäftsführern, weder zu einer besseren Bildung führe noch organisatorisch notwendig sei. Das Schulpräsidium müsse die Führung und die Nähe zu den Schuleinheiten beibehalten, was mit den geplanten Reformen nicht mehr gewährleistet sei.

Eine zusätzliche Führungsebene sei unnötig. Die Notwendigkeit der neuen Führungsebene sei auch an der öffentlichen Versammlung vom 5. Juni nicht schlüssig erklärt worden. Darüber hinaus sei mit erheblichen Mehrkosten von rund 200'000 Franken zu rechnen. Die aus Sicht des Komitees unnötige, neue Organisationsstruktur sei daher nicht sinnvoll.

Sinneswandel des Schulrat sei fraglich

Schon vor vier Jahren habe eine Gruppierung die Verkleinerung des Schulrats von neun auf fünf Mitglieder vorgeschlagen. Damals sei der Schulrat gegen diese Lösung gewesen. Der plötzliche Sinneswandel des Schulrates sei fraglich und suspekt, hält das Komitee weiter fest.

Hinzu komme, dass die Meinungen der Lehrkräfte geteilt seien. Laut Komitee seien viele kontaktierte Lehrpersonen der Meinung, die geplanten Veränderungen würden sich für sie nachteilig auswirken. Aus ihrer Sicht beinhalte der Vorschlag unklare und aufwendige Prozesse, zudem würden den Schulleiterinnen und Schulleitern wichtige Kompetenzen entzogen.

Als Beispiel werden Finanzkompetenzen erwähnt. Im Weiteren sei der Informationsfluss durch eine zusätzliche Führungsstufe nicht mehr in gleicher Qualität gewährleistet. Die Lehrpersonen getrauten sich gemäss Komitee zudem nicht, ihre Sicht öffentlich kundzutun, da sie wie in vergangenen Jahren an anderen Lehrpersonen durchgeführte Repressionen befürchten.

Das Komitee spricht von einer aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Kündigung eines ehemaligen Schulleiters, darüber hinaus hätten frühere Lehrkräfte die Kirchberger Schule nicht ganz freiwillig verlassen. Es könne nicht sein, dass sich Lehrpersonen nicht öffentlich getrauen Stellung zur neuen Organisation zu nehmen, obwohl sie mit einer allfällig neuen Schulordnung am meisten konfrontiert seien.

Schulpräsident kann Vorwürfe nicht nachvollziehen

Schulpräsident Orlando Simeon kann die erhobenen Vorwürfe nicht nachvollziehen: «Der damalige Schulleiter hat sich beruflich neu orientiert. Die Kündigungen der Lehrpersonen erfolgte durch diese selbst. Dabei wurden private Gründe wie beispielsweise eine Weiterbildung oder eine berufliche Neuorientierung genannt. Andere Beweggründe wurden weder angegeben, noch sind mir diese bekannt. Im Weiteren spricht das Ergebnis der unlängst durchgeführten Mitarbeitendenbefragung eine andere Sprache. Gemäss dieser haben die Lehrpersonen an den Schulen Kirchberg eine hohe Arbeitszufriedenheit.»

Am 23. August wird an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung über die Reorganisation der Schulordnung abgestimmt. Das Komitee fordert die Bevölkerung auf, die Reorganisation abzulehnen.

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