Geduldig an der Seite: Neue Leitung für Schneesportschule Wolzenalp

Florian Schoch ist seit diesem Winter der neue Leiter der Schneesportschule Wolzenalp.

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Den Arbeitsplatz im Büro tauscht Florian Schoch gerne gegen Schnee, Berge und Sonne.

Den Arbeitsplatz im Büro tauscht Florian Schoch gerne gegen Schnee, Berge und Sonne.

Bilder: PD

(pd) In diesen Tagen ist Florian Schoch meistens der Erste oben am Berg. Das Kinderland ist längst ausgesteckt, bevor die ersten Schülerinnen und Schüler zum Skischulunterricht auf der Wolzenalp ankommen. Das leicht abfallende Gelände gleich neben der Bergstation verwandelt sich sogleich zum belebten Übungsgelände.

Zuvor aber ist es ruhig. Der Himmel wolkenlos, die Sonne strahlend. Säntis, Stockberg und die Churfirsten zeigen sich von der schönsten Seite. Auch ein Grund, weshalb Florian Schoch sein Hobby liebt. «Auf den Ski und in den Bergen zu sein, bei dieser Aussicht und diesem Wetter, ist doch fantastisch», sagt der Skilehrer.

Gute Abwechslung im kleinen Skigebiet

Auf diesen Winter hat Florian Schoch die Leitung der Schneesportschule Wolzenalp von seiner Mutter Iris Schoch und ihrer Kollegin Louise Näf übernommen. Zuvor hatte er gut zehn Jahre mitgeholfen. Denn die Schule, vor über 20 Jahren am Skilift Rietbad am Stockberg gegründet, später durch Iris Schoch und Louise Näf auf der Wolzenalp in Krummenau etabliert, geniesst seit vielen Jahren Bekanntheit und ungebrochene Nachfrage. Angeboten wird privater sowie Gruppenunterricht, für Kinder und Erwachsene. Spezialkurse werden jeweils im Januar sowie in den Sportferien bis zum 23. Februar offeriert.

Die Wolzenalp sei ideal, um Skifahren zu lernen, sagt Florian Schoch, denn die Pisten gestalten sich vielfältig auf kleinem Raum. Der sanfte Hang und der Kinderlift eignen sich gut für Anfängerinnen und Anfänger. Für den nächsten Schritt gibt’s den Tellerlift mit etwas mehr Hangneigung. Wer noch sicherer steht, mit dem geht’s zum Skilift Stalden oder es wird die Talabfahrt in Angriff genommen. «Ausserdem hast du hier Ruhe, denn es ist nicht überrannt, und wir können im familiären Rahmen unterrichten», fügt der Skilehrer an. Einzig die fehlende Schneesicherheit sei mittlerweile zur Herausforderung geworden. Der aktuelle Winter zeigt’s.

Diesbezüglich freut er sich über die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der Sportbahn, die schon mal Schnee fürs Übungsgelände herbeischaffen. Zur Not schaufelt Florian Schoch auch selber das benötigte Weiss dorthin, wo notwendig.

Eine Jahreszeit für das liebste Hobby

Für den 26-Jährigen ist der Skischulunterricht ein Hobby. Bei seiner Arbeit als Metallbaukonstrukteur geniesst er die Möglichkeit, im Winter längere Ferien beziehen zu können, um jeden Tag auf der Piste zu sein. Aufgewachsen in Rietbad, seit langem aktiv in der Trainingsgemeinschaft Wolzen und neu Präsident des Skiclubs Ennetbühl, ist Skifahren im Winter seine grosse Leidenschaft. Die Region, die starke Verbundenheit und das Weitergeben von Freude und Wissen seine Überzeugung.

Vier bis 12-jährige Kinder aus der nahen Umgebung oder aus dem Raum Zürich können in der Schneesportschule Wolzenalp von den Basics wie dem Parallelschwingen bis zum Skiliftfahren alles lernen. Geduldig steht ihnen der Skilehrer – bei Bedarf mit einem kleinen Team – zur Seite. Die Kinder werden gefordert und die Eltern werden während des Unterrichts ausser Sichtfeld geschickt. So gilt der Fokus nur dem Skifahren. «Zu sehen, wie schnell ein Kind die ersten Schwünge machen kann, nachdem es am Anfang kaum auf den Ski stehen konnte, ist der grösste Lohn der Arbeit», sagt Florian Schoch.