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Das ganze Tal soll klingen: Toggenburg erhält Tourismuskonzept

Das Thema Klang soll im gesamten touristischen Toggenburg verortet sein. So lautet das Ziel des räumlichen Tourismusentwicklungskonzepts Klang Toggenburg. Nach einer Bestandesaufnahme werden Visionen entwickelt.
Sabine Camedda
Der Klangweg zwischen der Alp Selamatt und dem Schwendisee ist einer der Anziehungspunkte der Klangwelt Toggenburg. (Bild: PD)

Der Klangweg zwischen der Alp Selamatt und dem Schwendisee ist einer der Anziehungspunkte der Klangwelt Toggenburg. (Bild: PD)

Wer Klangwelt Toggenburg sagt, meint in erster Linie die Tourismusangebote in der Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann. Das geht dem kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit zu wenig weit. Es will auf dem Thema Klang aufbauen.

So sollen neue Ideen für sogenannte Leuchttürme und Anknüpfungspunkte im Rahmen von bereits bestehenden Angeboten aufgezeigt werden. Diese sollen aufeinander abgestimmt und verknüpft werden, sodass Touristen bei jeder Wetterlage und Jahreszeit Reise- und Übernachtungsmotive im Toggenburg haben. Die Ideen sollen durch die Erarbeitung eines räumlichen Tourismusentwicklungskonzepts (RTEK) entstehen.

Gesamtbild des Angebots erstellen

Die Erstellung des RTEK kann in drei Phasen unterteilt werden. Zuerst wird ein Gesamtbild erstellt. Darin wird die Positionierung festgelegt und Schwerpunktgebiete bestimmt, Visionen entwickelt und Projektideen ausgedacht. Gemeinden und Eigentümer werden involviert. In einer zweiten Phase werden Testplanungen und Machbarkeitsstudien durchgeführt. Dabei werden Visionen geprüft. In der letzten Phase werden Betreiber- und Finanzierungsmöglichkeiten ausgearbeitet und Investoren gesucht.

Im ersten Schritt erstellt die Erlebnisentwickler Steiner Sarnen Schweiz eine Bestandesaufnahme zum Thema Klang im Toggenburg. Diese Phase benötige neben einer Aufarbeitung des Bestehenden auch eine kreative Herangehensweise an das, was man im Bereich Klang neu erschaffen könne. Das kantonale Amt für Wirtschaft und Raumentwicklung geht davon aus, dass sich die Beteiligen bis im August dieses Jahres mit der Vision befassen. Das heisst, bis zu diesem Zeitpunkt wird ein Gesamtbild mit möglichen Projektideen und einer räumlichen Verortung der Massnahmen erarbeitet. Die Klangschwendi als Zentrum des Themas Klang wird als bestehender Leuchtturm für den RTEK-Prozess ein wichtiger Anker sein.

Neue Projekte im Gebiet der Wolzenalp

Diese Vision ist detailliert ausgearbeitet. Der Perimeter bezieht sich auf das Gebiet beim Schwendisee. Das RTEK hingegen will das Thema Klang im gesamten touristischen Toggenburg aufnehmen. Den Kernperimeter bilden die Gemeinden Wildhaus-Alt St. Johann und Nesslau, wo im Gebiet Wolzenalp neue Projekte umgesetzt werden könnten. Mit Mogelsberg und Lichtensteig sollen zwei «Satelliten» einbezogen werden. Vorgesehen sei, dass die Kulinarik und das Resorthotel sich dem Thema Klang annehmen wollen und so eine Verbindung entsteht.

Im Moment ist nicht vorgesehen, andere Angebote einzubinden. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit setzt den Fokus auf die erste Phase Vision, die es auch finanziert. Je nach Erkenntnis daraus wird über das weitere Vorgehen entschieden.

Richtung der Entwicklung festlegen

Der Kanton St.Gallen ist in die vier Tourismusregionen Heidiland, Toggenburg, St.Gallen-Bodensee und Zürichsee eingeteilt. Nun verfolgt der Kanton St.Gallen das Ziel, in jeder dieser Destinationen ein räumliches Tourismusentwicklungskonzept (RTEK) aufzubauen und zu entwickeln. Mit dessen Hilfe werden die mittel- bis langfristigen touristischen Entwicklungsabsichten in den jeweiligen Regionen festgelegt. Zu diesem Zweck haben das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St.Gallen (AWA) und das Amt für Raumplanung und Geoinformation (AREG) ein Richtplanblatt erarbeitet, sodass die Ergebnisse aus den RTEK auch im Richtplan festgehalten werden.

Anders formuliert: Die RTEK stellen das verbindende Element zwischen der kommunalen Planung und dem kantonalen Richtplan dar. Sie ermöglichen eine verbindliche Abstimmung zwischen den Gemeinden und dem Kanton in Bezug auf die jeweiligen touristischen Aktivitäten in einem durch ein RTEK definierten Perimeter. Im Heidiland und in St.Gallen laufen bereits entsprechende RTEK, im Toggenburg wurde der diesbezügliche Prozess nun gestartet. (sas/pd)

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