Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kolumne

Fussball kann traurig machen

Nicht alle freuen sich auf die WM. Wenn das präferierte Team nicht dabei ist, sinkt die Euphorie merklich. Redaktor Beat Lanzendorfer muss deshalb für die Spiele ausweichen.
Beat Lanzendorfer
Beat Lanzendorfer, Redaktor. (Bild: Ralph Ribi)

Beat Lanzendorfer, Redaktor. (Bild: Ralph Ribi)

Der Fussball-Tod kam im November. Am 13. November 2017 war für mich und meine Familie die Fussball-Weltmeisterschaft, die am 14. Juni startet, bereits Geschichte. Es war der Tag, an dem Italien beim Barrage-Rückspiel gegen Schweden nicht über ein 0:0 hinauskam. Weil die Nordländer das Hinspiel drei Tage vorher mit 1:0 für sich entschieden hatten, ist die «Squadra Azzurra» erstmals seit 60 Jahren nicht an einer Endrunde vertreten.

Für Uninteressierte eine Randbemerkung – für meine Familie eine sportliche Tragödie. Zugegeben, für mich etwas weniger als für meine Frau, in deren Adern zu 50 Prozent italienisches Blut fliesst. Dieses kam in der Vergangenheit so richtig in Wallung, wenn sie ihre Italiener ungerecht behandelt sah oder die Stürmer vom Elfmeterpunkt Nerven zeigten. Spontan kommt mir das 1994er-Endspiel zwischen Brasilien und Italien in den Sinn, als Roberto Baggio den entscheidenden Strafstoss in den Himmel von Pasadena drosch.

Acht Jahre später sollten nicht einmal die Stossgebete von Trainer Giovanni Trapattoni etwas bringen. Italien schied gegen Gastgeber Südkorea vorzeitig aus. Grenzenloser Jubel vier Jahre darauf. Italien schlug im Endspiel in Berlin Frankreich.

Auf solche Emotionen müssen wir in diesem Jahr verzichten. Für mich bleibt als Trost, dass ich wenigstens mit meinen Schweizern mitfiebern darf. Für meine Frau hingegen wird es keine WM geben, auf diese Tatsache hat sie mich schon vor Monaten mit der Aussage «während der Endrunde verzichte ich auf keinen Fall auf meine Serien» vorbereitet. Gut, dass der Zwölfer-Club bei uns im Dorf wenigstens wieder ein Public Viewing anbietet.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.