Fussball
Hoffnungsvoller Start: Der FC Bazenheid beginnt mit einem 2:0 in Frauenfeld seine kurze Testphase vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft

Neun Monate mussten sich die Bazenheider (2. Liga interregional) auf diesen Moment gedulden. Im Test gegen Frauenfeld (2. Liga) resultierte endlich wieder einmal ein Sieg – Steigerungspotenzial ist trotzdem vorhanden. Und das erwartet die Fans in den kommenden Tagen.

Beat Lanzendorfer
Merken
Drucken
Teilen
Matthias Rüegg (vorne) hat bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause bereits wieder ins Tor getroffen.

Matthias Rüegg (vorne) hat bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause bereits wieder ins Tor getroffen.

Bild: Beat Lanzendorfer

An Erfolge müssen sich die Bazenheider zuerst wieder gewöhnen, liegt doch der letzte Sieg schon knapp neun Monate zurück. Am 12. September des vergangenen Jahres bezwangen die Alttoggenburger in der Meisterschaft der 2. Liga interregional Tabellenschlusslicht United Zürich nach einem 0:2-Rückstand mit 4:2. Es war der letzte Lichtblick einer bisher enttäuschend verlaufenen Saison.

Rückkehrer Rüegg trifft bereits wieder

Das 2:0 am Mittwochabend in Frauenfeld im ersten Test nach langer Fussballabstinenz bringt zwar keine Punkte, es könnte trotzdem der Auftakt in eine bessere Zukunft sein. Für den Bazenheider Sportchef Dejan Baumann hat der gelungene Auftakt in die wegweisenden Wochen durchaus symbolischen Charakter.

Er sagt: «Wir haben gewonnen, erhielten kein Gegentor und konnten etwas fürs Selbstvertrauen tun.» Dies sei eine gute Mischung, an der sich aufbauen lasse. Gefreut hat ihn auch, dass sich kein Akteur verletzt hat. Verletzte hatten die Bazenheider in dieser Saison nämlich bereits genügend zu beklagen. Drei von ihnen haben sich am Mittwoch eindrucksvoll zurückgemeldet. Matthias Rüegg, Claudio Grauso und auch Roberto Manzo erlitten im August 2020 innert weniger Tage einen Kreuzbandriss. Gegen Frauenfeld standen sie erstmals wieder gemeinsam auf dem Platz.

Vor allem Matthias Rüegg deutete an, dass er die Verstärkung in jener Zone sein kein, in der es weh tut. Er könnte auch für die Tore verantwortlich sein, die im letzten Herbst schmerzlich vermisst wurden. Dass er es drauf hat, zeigte er nach dreissig Minuten. Nach einer schönen Kombination schloss er den Angriff zum 0:1 ab.

Dreimal an das Aluminium

Nach dem Seitenwechsel waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, als Elvis Musaj das Skore auf 0:2 erhöhte. Cakir hat dem Torschützen von links kommend den Ball pfannenfertig aufgelegt. Obwohl noch fast eine Halbzeit zu spielen war, bekamen die Zuschauer keine weiteren Tore zu sehen.

Möglichkeiten dazu waren allerdings vorhanden. Frauenfeld traf in der Schlussphase zweimal das Aluminium, auf der Gegenseite sah Elvis Musaj den Ball bei seinen Lob über den Torhüter hinweg an den Pfosten prallen.

Über die neunzig Minuten gesehen war die Partie noch keine Offenbarung, dafür blieb zu vieles Stückwerk. Beiden Trainern bleibt aber noch einige Tage Zeit, aus diesem Test die richtigen Schlüsse zu ziehen, bevor der Kampf um Punkte losgeht.

FC Frauenfeld – FC Bazenheid 0:2 (0:1)

Sportanlage Allmend, Frauenfeld.

Tore: 30. Rüegg 0:1. 50. E. Musaj 0:2.

Bei Bazenheid spielten: Gähwiler; Scardanzan, Prenrecaj, Ott, Bachmann; Lucarelli, Grauso, E. Musaj, Manzo; Rüegg, Cakir. Ersatz: Vukovic, Lopez, Celenk, Covic, Beluli, Jungblut.

So geht es bei den Fussballerinnen und Fussballern weiter

Wer in den kommenden Tagen «Livefussball» geniessen möchte, dem bieten sich diverse Gelegenheiten in verschiedenen Ligen und an unterschiedlichen Tagen.

Den Auftakt eines intensiven Wochenendes bildet der 2.-Liga-Vergleich SC Bronschhofen – FC Wattwil Bunt am Freitagabend um 20 Uhr auf der Sportanlage Ebnet. Beide gehören der Gruppe 2 an, treffen im Verlauf der kommenden Wochen in der Meisterschaft aber nicht mehr aufeinander. Der letzte Vergleich im Oktober 2020 endete torlos.

Bevor es für die Bazenheider am 13. Juni in Rüti um Punkte geht, bestreiten sie am Samstag um 16 Uhr den Test auf dem Bergholz gegen den Wiler Nachwuchs. Zum Start der Meisterschaft gab es zwischen den beiden Teams aus der 2. Liga interregional im August 2020 ein leistungsgerechtes 1:1.

Ebenfalls am Samstag sind die Bütschwiler Frauen im Einsatz. Ihre Anreise dauert etwas länger. Sie fordern um 18 Uhr in Stäfa die Frauen des Zweitligisten Zürisee United heraus.

Für Bütschwil (4.), das am Dienstag beim 3:3 gegen Besa überzeugen konnte, geht es am nächsten Dienstag um 20.15 Uhr gegen Ebnat-Kappel (3.) weiter.

Cupfinalturnier FF19 in Rafz

Vor gut einem Monat schafften die Juniorinnen des FF19-Teams Toggenburg mit zwei Siegen beim Turnier in Nebikon die Qualifikation für das nationale Finalturnier am Sonntag in Rafz. Dort treffen die jungen Toggenburgerinnen auf die Region Collombey-Muraz (10.30 Uhr), den FC Männedorf (11.40 Uhr) sowie auf das Team La Gruyère (12.50 Uhr).

Die Gruppensieger der beiden Vierergruppen bestreiten ab 16.30 Uhr das Finale. Der Sieger darf sich Schweizer Cupsieger der U19 der Frauen nennen. (bl)