Fussball
Bütschwil zeigt sich nach siebenmonatiger Fussballabstinenz in guter Form und erzielt im ersten Test gegen Besa ein 3:3

Weil die Meisterschaft in der 4. Liga nach Absolvierung der Hälfte aller Spiele nicht mehr fortgesetzt wird, aber trotzdem gewertet werden kann, steht Bütschwil schon als Aufsteiger fest. Nun werden die Kräfte für das Cupspiel am 12. Juni gegen Bischofszell (3.) gebündelt.

Beat Lanzendorfer
Merken
Drucken
Teilen
In Bütschwil wird bereits wieder gejubelt. Zum einen wegen des Aufstiegs in die 3. Liga, zum anderen wegen der guten Vorstellung am Dienstagabend gegen Besa.

In Bütschwil wird bereits wieder gejubelt. Zum einen wegen des Aufstiegs in die 3. Liga, zum anderen wegen der guten Vorstellung am Dienstagabend gegen Besa.

Bild: Beat Lanzendorfer

Am 24. Oktober des vergangenen Jahres bestritten die Bütschwiler beim 6:1 in Niederstetten ihr letztes Spiel. Am Dienstagabend durften die Spieler nach über siebenmonatiger Fussballabstinenz beim Test gegen Besa erstmals wieder auf den Platz. Dabei hinterliess der Viertligist beim 3:3 gegen den Drittligisten Besa einen starken Eindruck.

Ein Ligaunterschied war über die gesamte Spielzeit nicht ersichtlich. Im Gegenteil, wären die Einheimischen bis zum Abpfiff konzentriert geblieben, sie wären als Sieger vom Platz gegangen. Eine Unachtsamkeit ermöglichte Besa in der Nachspielzeit den späten Ausgleich.

Die Einheimischen gerieten zweimal in Rückstand

Beiden Teams war die Freude über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vom Anpfiff weg anzusehen. Die Gäste aus der Kantonshauptstadt erwischten dabei einen perfekten Start und gingen schon nach weniger als zwei Minuten durch Torlakovic in Führung. Bütschwil zeigte sich wenig beeindruckt und glich nach acht Minuten durch Wiprächtiger zum 1:1 aus. Der Sportchef, der reaktiviert wurde, weil einige Akteure im Militärdienst stecken, verwertete eine mustergültige Vorlage von Raphael Fust.

Trotz guter Szenen auf beiden Seiten sollten weitere Tore erst nach dem Seitenwechsel fallen. Zuerst war es Gübeli der mit dem Kopf zum 2:1 einnickte. Der Treffer wurde aber wegen einer Offsideposition aberkannt. Dann waren es die Gäste, die durch Cekaj erneut vorlegten. Adrian Oberholzer benötigte anschliessend keine Zeigerumdrehung, um den Rückstand wiederum wettzumachen.

Es sollte noch besser kommen, Kolb schloss nach 76 Minuten eine schöne Kombination zum 3:2 ab. Bei diesem Spielstand wäre es geblieben, hätte die Bütschwiler Offensive in der Nachspielzeit den Ball in den eigenen Reihen behalten können. Der folgende Konter führte zum etwas ärgerlichen Ausgleich.

Bütschwil nimmt den Cup ernst

Bütschwil steht bereits als Aufsteiger in die 3. Liga fest, weil in der 4. Liga die Hälfte aller Partien absolviert sind und die Meisterschaft dadurch gewertet wird. Um Punkte geht es nicht mehr, trotzdem lassen die Bütschwiler keinen Schlendrian aufkommen.

Dazu Sportchef Michael Wiprächtiger: «Wir empfangen am 12. Juni im Cup Bischofszell, den Leader der 3. Liga Gruppe 3. Wir nehmen die Sache sehr ernst und würden gerne eine Runde weiterkommen.»

Nach der Leistung vom Dienstagabend ist ihnen ein neuerlicher Effort durchaus zuzutrauen. Immerhin haben sie im letzten Herbst mit Landquart, Rebstein und Netstal bereits drei Drittligisten aus dem Cupwettbewerb eliminiert.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.